Ab 01.2020 muss Bilanzieren und Soll-Versteuerung machen, bin verzweifelt. Bitte um Tipps

  • Hab bis jetzt Buchhaltung zu 100% selber gemacht. Wir sind stark gewachsen letzte Jahre.....Dies macht mir aber Aktuell wenig Freude ;(


    2019 hab Bilanzierung-Grenze überschritten, Strategie mit mein SB (der bis jetzt nur Lohnsteuer für mich gemacht hat) war so, dass er den Abschluss 2019 im Januar 2021 abgibt, damit Bilanzierung Aufforderung von FA erst 2021 rausgeht an mich und dann muss ich ja logischerweise erst ab 2022 Bilanzieren.


    Hab vor 3 Wochen Umsatzsteuersonderprüfung gehabt, keine Abweichungen festgestellt - war noch sehr Stolz darauf, die Freude war aber schnell weg, da gerade das Brief gekommen ist, dass ich (bzw. SB) bis 30.01.2021 Eröffnungsbilanz erstellen soll und ich ab 1.1.2021 bilanzieren muss. Schock=O ?( Gemütlich mich damit auseinander setzten ist nichts mehr!


    Und das im Weihnachtsgeschäft ! Ohne eine Software, die das kann ! Dazu kommt noch geplanter Umzug ins größere Halle im Dezember ! 40 Tage - Countdown läuft... ;(


    Wawi Umzug schaffe nicht mehr, muss wohl bei MB bleiben, da es viel zu viel dahinter steckt, Online Shop, Ebay, PP, Bank, Elster, und Amazon.


    Buchhaltung ist auch nicht Gerade die einfachste bei mir, mache Einzel- und Großhandel hab sehr viele Innergemeinschafliche Lieferungen/Erwerb, Importe und Exporte ohne Mwst. Allein 2020 sind Berichts ca. 18.000 Rechnungen und es kommen täglich 60-80 dazu...


    2019 wird er nur über Auszug EÜR-Formular aus MB den Abschluss machen.


    Jetzt zu Problemen:


    Versuchen gerade mit SB den 2020 Monat zu Monat einzuspielen (Datev-Export) und ich wir Stößen sandig auf Problemen, es geht schon ab Januar los:


    1. EB-Werte aus dem Vorjahr werden nicht ins Folgejahr SuSa-Liste bei "1766 UmSt. 19% nicht fällig" übernommen, fängt jedes Jahr bei 0 an! Diese wird bestimmt auch 2020/2021 bei "UmSt. 16% nicht fällig" auch der Fall sein, was echt schlimm ist, weil sowas kann doch nicht war sein. Für SB ist das sehr wichtiger Punkt !



    2. PP Salden stimmen nicht mit PP-Auszügen, durch ständige Removed-Korrekturen Geschichte, diese werden ja auch im Datev beim einspielen nicht stimmen


    3. Verrechnungskonto bei SuSa-Liste fängt jedes Jahr bei 0 an, obwohl im Vorjahr Differenzen waren. (Ok hier könnte man immer ausgleichen), trotzdem nicht richtig


    4. Viel schlimmer: Ab 01.01 muss ich auf Soll-Vers. gehen, hab im Test Domain testweise den Hacken bei Ist- weg gemacht und Buchungen neu erzeugt und MB ändert ALLE Jahre Rückwirkend mit (Statt nur Aktuellen Jahr, was richtig wäre) dadurch verfälscht Software alle Statistiken, EÜR-Auswertungen für alle Jahre Rückwirkend! Das kann doch nicht war sein? Wenn ich mal Betriebsprüfung habe, was soll ich den Prüfer zeigen ? Backup einspielen? Ich muss ja ab 01.01 den Hacken weg machen, bevor ich was buche und was ist, wenn im Dezember was korrigieren oder umbuchen möchte?


    5. Dann kommt dazu noch Monate nach Juli mit der berühmte Umstellung und wieder zurück Stellung am 31.12. Soweit sind wir gar nicht, aber wenn ich dran denke, stehen mir die Haare hoch.


    Und wir müssen jetzt 2020 stück für stück mit SB im Datev einspielen, damit Eröffnungsbilanz gemacht werden kann. Große Problem ist hier auch, SB kennt Datev und ich kenne MB, umgekehrt aber nicht....


    Hab fast alle Themen zur Bilanzierung durchgelesen und stehe irgendwie immer noch auf den Schlauch.


    Ich und auch mein Steuerbüro sind mittlerweile ziemlich verzweifelt und wissen nicht wie es weiter gehen soll, obwohl E-commerce ist bei SB kein Fremdwort ist...

    Geplant ist, dass ich Ein- und Ausgansrechnungen erfasse und SB macht ab 2021 Abschlüsse, USVA, Lohn und Anlagevermögen, aber selbst das ist nicht möglich, weil wir nicht auf gleichen Stand kommen können und erfasste Buchungen (was Datev sofort festschreibt bei SB) werden ja falsch übermittelt (wegen Problem 1 und 2)


    Es gibt hier viele alte Hasen die das Übergang geschafft haben und fahren problemlos mit MB weiter


    Alles sehr kompliziert für jeder Hilfe mindestes zu ein oder anderen Punkt würde ich sehr dankbar sein. Dienstleister oder andere SB (oder Link zu denen) die Erfahrung haben mit diesen Übergang EÜR => Bilanz mit MB oder Orgamax sind natürlich Willkommen.


    Hab bereits endlos gegoogelt wer uns hier helfen könnte - nichts gefunden.

  • Auch wenns Dir jetzt in der Verzweiflung nicht wirklich hilft:

    Der größte Fehler und Haken war Punkt 4.


    Der einzig sinnvolle Vorgang war z.B. bei uns:

    zum 31.12. alles mit diesem Mandanten dicht machen .Und zum 01.01. mit neuem Mandanten und Saldenvorträgen anfangen.

    Dabei lediglich die Anfangs-Salden der Bankkonten händisch einpflegen.


    Den zweiten großen Fehler habe ich schon mehrfach erwähnt: zu denken Wiso MB könnte einen Steuerberater ersetzen, ungeachtet dessen wie schnell das bei Euch hochgegangen ist.

    Monatliche Abschlüsse per Export zum Steuerberater - sonst nichts.


    Zur Beruhigung: Wenn das Steuerbüro verzeifelt ist, dann nur mangels Man-Power. Die müsen nur Ihren Ar*** hochkriegen und das für Euch annand der Datenlage (auch sei sie noch so schlecht) hinkriegen; Dafür kassieren Sie doch auch ordenlich nach "Gebühren-Satzung"; Das wirst Du noch dann beim Bilanzieren sehen ;-)

    Wenn es wirklich fachliche Verzweiflung beim Steuerbüro ist: Wechseln; Ist aber momentan auch nicht leicht, eben wegen der fehlenden Mitarbeiter. Wenn Du einen guten gefunden hast, dann dringend hier posten ;-)

  • zum 31.12. alles mit diesem Mandanten dicht machen .Und zum 01.01. mit neuem Mandanten und Saldenvorträgen anfangen.

    Dabei lediglich die Anfangs-Salden der Bankkonten händisch einpflegen.

    Die Idee ist sehr gut! Danke! Dies könnte das Problemen 4 lösen.


    Man könnte es sogar einfacher machen: zum alten 31.12.2020 dicht machen => Datensicherung => Neuen (2ten) Mandant => Datenwiederherstellen.


    Dabei spare ich ganze Anpassungen. Falls ich was im 2020 dann brauche, kann ich einfach Mandant wechseln.



    Die müsen nur Ihren Ar*** hochkriegen und das für Euch annand der Datenlage (auch sei sie noch so schlecht) hinkriegen; Dafür kassieren Sie doch auch ordenlich nach "Gebühren-Satzung"; Das wirst Du noch dann beim Bilanzieren sehen ;-)

    Das hab ich auch schon gedacht.... Ich hab SB auch gesagt, das die sich auch um mich kämpfen müssen !


    Weil wir haben genug getan sogar Hilfen geholt das jemand bei uns Verrechnungskonten aufgeräumt würden, da hat einer von Buhl-Partnern 3 Tage bei uns im Betrieb gesessen dafür, hat aber tolle Arbeit geleistet! Grüße an ihm ;).


    Bei anderen Problemen war er aber überfragt.


    Hab schon sogar überlegt, den SB vorzuschlagen, dass er MB bei sich installiert ich würde dann Webinar bezahlen für ihm, dann kann er schauen wie MB tickt und bei sich im Datev immer schauen.... Mal schauen, zum Not SB-Wechsel wäre auch eine Lösung, aber ich denke es ist fast zu spät für, ob neuer SB nicht auf gleiche Probleme anstoßen wird ist fraglich, Zeit wird aber verloren sein...

  • 1. EB-Werte aus dem Vorjahr werden nicht ins Folgejahr SuSa-Liste bei "1766 UmSt. 19% nicht fällig" übernommen, fängt jedes Jahr bei 0 an! Diese wird bestimmt auch 2020/2021 bei "UmSt. 16% nicht fällig" auch der Fall sein, was echt schlimm ist, weil sowas kann doch nicht war sein. Für SB ist das sehr wichtiger Punkt !

    Das liegt daran, dass bei einem EÜ-REchner diese Vorträge uninteressant sind! Alle Zahlungen (Umsatzsteuer und Vorsteuer) werden als Einnahmen oder Ausgaben behandelt, du hast keine Foderung oder Verbindlichkeit in deiner Berechnung. Wobei das Konto Umsatzsteuer nicht fällig eine Ausnahme sein sollte, da hier ja noch umgebucht werden muss. Im Steuersparbuch wird es auch vorgetragen, daher verstehe ich nicht, warum dies in dem "besseren" Programm nicht erfolgt.


    2. PP Salden stimmen nicht mit PP-Auszügen, durch ständige Removed-Korrekturen Geschichte, diese werden ja auch im Datev beim einspielen nicht stimmen

    Auch hier: "sauberes" Trennen von Einzahlungen und Auszahlungen und mindestens monatliche Abstimmung erleichtert die Buchungen. Der Saldo muss stimmen - höchstwahrscheinlich sind hier Gebühren falsch zugeordnet oder ähnliches.


    3. Verrechnungskonto bei SuSa-Liste fängt jedes Jahr bei 0 an, obwohl im Vorjahr Differenzen waren. (Ok hier könnte man immer ausgleichen), trotzdem nicht richtig

    Das Verrechnungskonto ist - wie der Name sagt - für Verrechnungen gedacht, es ist kein Eigenkapitalkonto, das es bei einem EÜ-REchner nicht gibt. Mein Büro ist für EÜ-Rechner konzipiert und nicht für Bilanzierer.


    4. Viel schlimmer: Ab 01.01 muss ich auf Soll-Vers. gehen, hab im Test Domain testweise den Hacken bei Ist- weg gemacht und Buchungen neu erzeugt und MB ändert ALLE Jahre Rückwirkend mit (Statt nur Aktuellen Jahr, was richtig wäre) dadurch verfälscht Software alle Statistiken, EÜR-Auswertungen für alle Jahre Rückwirkend! Das kann doch nicht war sein? Wenn ich mal Betriebsprüfung habe, was soll ich den Prüfer zeigen ? Backup einspielen? Ich muss ja ab 01.01 den Hacken weg machen, bevor ich was buche und was ist, wenn im Dezember was korrigieren oder umbuchen möchte?

    Dafür hast du eine Lösung bekommen,.


    5. Dann kommt dazu noch Monate nach Juli mit der berühmte Umstellung und wieder zurück Stellung am 31.12. Soweit sind wir gar nicht, aber wenn ich dran denke, stehen mir die Haare hoch.

    Diese ist auch bei Bilanzieren nicht anders als bei EÜ-REchnern. Hier kommt bei dir nur erschwerend der Wechsel zur Sollbesteuerung hinzu. Das bedarf einer gründlichen Trennung - daher ist die Lösung einer neuen Datei nicht schlecht.


    Ich und auch mein Steuerbüro sind mittlerweile ziemlich verzweifelt und wissen nicht wie es weiter gehen soll, obwohl E-commerce ist bei SB kein Fremdwort ist...

    Das hängt aber damit zusammen, dass in Mein Büro ganz einfach Konten fehlen bzw. nicht vorgetragen werden. Ich kenne dieses Problem, wir haben auch solche Mandanten - inzwischen lehnt "Chefe" solche Mandate ab. Sie machen mehr Arbeit als man damit verdienen kann. Die Anpassungen kann man auch keinem Fachgehilfen übergeben, weil hier viel Wissen gefragt ist (auch im Hinblick auf Handelsrecht).

  • 3. Verrechnungskonto bei SuSa-Liste fängt jedes Jahr bei 0 an, obwohl im Vorjahr Differenzen waren. (Ok hier könnte man immer ausgleichen), trotzdem nicht richtig

    Das Verrechnungskonto ist - wie der Name sagt - für Verrechnungen gedacht, es ist kein Eigenkapitalkonto, das es bei einem EÜ-REchner nicht gibt. Mein Büro ist für EÜ-Rechner konzipiert und nicht für Bilanzierer.

    Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber trotzdem empfinde ich das als Mindestvoraussetzung, dass Salden trotzdem korrekt weiter geführt werden. Die vor ein paar Jahren eingeführten Summen- und Saldenlisten sind sinnfrei, wenn die dort ausgewiesenen Salden nicht mit der Buchhaltung (bzw. mit den Banksalden) übereinstimmen. Insbesondere dann, wenn das Programm Salden an anderer Stelle ausweist. Im Bereich Zahlung Bank/Kasse zeigt mir das Programm einen (über die Jahre sehr wohl fortgeführten) Saldo an. Dann ist das in meinen Augen ein Unding, dass die dort geführten Konten (Bank, ev. Kasse, Verrechnungskonto) den im Programm ausgewiesenen Saldo gar nicht haben oder nicht exportiert wird oder in der SuSa anders ausgewiesen wird.


    Aber das hilft Georg-Tac nicht weiter. Da hilft nur, den Saldo im Programm auf eine echte Null jeweils am Jahresende auszubuchen. Ansonsten stimmt natürlich auch amafinodes Hinweis. Letztlich würde es reichen, dem Stb den Jahresanfangssaldo zu nennen und der Stb bucht ihn bei sich einmal manuell ein und stellt sich nicht stur. Andererseits muss man sagen, dass er das sicher auhccmachen würde, wenn es das einzige Problem wäre. Mit dieser Vielfalt an Problemen kann ich auch verstehen, wenn der keine Lust hat. Sollte er trotzdem tun, Du bist schließlich auf ihn angewiesen.


    Konto 1766 dito, Dort wird die Ust. zwar hingebucht, weil sie irgendwohin muss und so lange der Stb die laufenden Buchungen im Jahr erhält, hält sein Datev auch die Salden vor, aber WISO Mein Büro benötigt das Konto nicht (wüsste jedenfalls nicht wofür), auch nicht für die USt-VA.

  • Wir haben mit SB uns geeignet, das die das Programm bei sich installieren und Datenbank einspielen, bin auch bereit paar Webinare zu zahlen, damit die mit Soft schneller vertraut sein werden. Natürlich wird mir das Spaß mittleren 4 stelligen Betrag kosten, ist aber in diesen Moment mir egal, ich hab kein Zeit und kein Nerv mehr auf sende diese Auswertung oder diese Buch Konto Zusammenfassung und wie bucht die das oder dies.... Wenn die das nicht hinkriegen werden, nun ja werde suchen wer das hinbekommt. Bei mittleren 7-Stelligen Jahresumsatz bei neuen Mandanten muss man auch was tun wollen und können und müssen...


    Wenn ich vorher wüsste das wir so schnell wachsen werden und solche Probleme mit MB kommen, würde ich von Anfang an anderen Soft nutzen. Hier merkt man schnell, das MB an seine Grenzen stößt, bzw. gar nicht dafür ausgelegt ist.


    Dozent_WISO_MB vielen Dank für die Empfehlung von Juli, Kollege war sehr kompetent und hat im vollen Umfang seine Arbeit geleistet!

  • Bei mittleren 7-Stelligen Jahresumsatz

    bei ca. 5.000 000,-- Umsatz...

    4 stelligen Betrag

    sollten schon ca. 5.000,-- für Schulung seines Steuerberaters drinn sein.

    zumal man diese Kosten ja als Aufwand nach 4950 Rechts u. Beratungskosten buchen kann :rolleyes:

    Verstehe den Sinn von dein Beitrag nicht....

    Lese noch mal was in in letzten Post geschrieben habe. :rolleyes:


    Natürlich wird mir das Spaß mittleren 4 stelligen Betrag kosten, ist aber in diesen Moment mir egal, ich hab kein Zeit und kein Nerv mehr auf sende diese Auswertung oder diese Buch Konto Zusammenfassung