Zahlung vom Kunden

  • Guten Tag,


    ich teste gerade das Programm "Mein Büro". Kenne mich also noch nicht besonders gut aus.


    Mein Problem:


    Beim Zuordnen von Zahlungen auf dem Bankkonto wähle ich die Kategorie "Zahlung vom Kunden" und wähle die passende Ausgangsrechnung aus. So verbucht mir das Programm die Zahlung auf das Konto 8400. Ich differenziere aber meine Erlöse je nach Dienstleistung. Ich habe dazu die Erlöskonten 8401 bis 8404 angelegt.


    Wie kann ich nun eine Zahlung einem selbst angelegten Konto zuweisen. Wenn ich dies nachträglich unter "Zahlungen Bank/Kasse" mache, verliere ich die Zuordnung zum Kunden, bzw. zur passenden Ausgangsrechnung und habe somit wieder eine nicht bezahlte Rechnung bzw. offenen Posten.


    Wie kann ich vorgehen, damit ich meine selbst erstellten Erlöskonten zuordnen kann?


    Danke schon mal
    pezi

  • Um beim Buchen direkten Zugriff auf die Konten zu bekommen, setze zuerst unter Stammdaten -> Meine Firma -> Einstellungen -> Steuereinstellungen auf Variante 3


    Jetzt findest du bei der Zuordnung ganz unten in der Auswahlliste den Punkt "Weitere... (F2)".



    Klick drauf und du kannst aus den vorhandenen Konten wählen.


    Mein Tipp zum persönlichen Erfolgserlebnis: Nicht kirre machen lassen - komplizierte Probleme haben zumeist eine einfache Lösung ;) .
    Gruß
    Burki

  • Hallo pezi,

    Wie kann ich nun eine Zahlung einem selbst angelegten Konto zuweisen. Wenn ich dies nachträglich unter "Zahlungen Bank/Kasse" mache, verliere ich die Zuordnung zum Kunden, bzw. zur passenden Ausgangsrechnung und habe somit wieder eine nicht bezahlte Rechnung bzw. offenen Posten.

    Das ist eine schöne Erklärung von Burki. Es löst aber nicht dein Problem. Denn die Rechnung bleibt dabei offen, nicht zugeordnet, bzw. ein OP - wie du schreibst.

    Wie kann ich vorgehen, damit ich meine selbst erstellten Erlöskonten zuordnen kann?

    Da gibt es keine Lösung. Du kannst weder in eigene noch weitere Erlöse untergliedern.
    Wie Du schreibst und erkannt hast: Beim Zuordnen von Zahlungen auf dem Bankkonto wähle ich die Kategorie "Zahlung vom Kunden" und wähle die passende Ausgangsrechnung aus. So verbucht mir das Programm die Zahlung auf das Konto 8400 bei 19 % Ust oder 8300 bei 7 % USt.


    Siehe Anhang. Hier liegen die Standardkonten der Ausgangsrechnungen > Stammdaten > Finanzbuchhaltung > FiBu Standardkonten

  • Wenn ich eine Zahlung verbuche, ohne dass ich eine Ausgangsrechnung geschrieben habe, kann ich doch auch ein selbst angelegtes Konto nutzen. Das Problem ist, wie ich oben schon beschrieben habe, dass bei der nachträglichen Änderung des Kontos 8400 in z.B. 8401 der Bezug zur Ausgangsrechnung verloren geht und diese wieder auf "offen" gestellt wird. Warum kann der Bezug zur Ausgangsrechnung nicht erhalten bleiben? Das sollte doch unabhängig vom gewählten Konto sein.


    Wenn ich mich nicht irre, steht in der Beschreibung, dass man selbst Konten anlegen (kopieren) kann. Warum, wenn ich diese selbst angelegten Konten nicht richtig bebuchen kann?


    Hat mir jemand einen Rat, wie ich verschiedene Erlöse verschiedenen Erlöskonten zuordnen kann, ohne dass mir bei der Buchung der Bezug zur Ausgangsrechnung verloren geht?

  • Probiere mal Folgendes:


    Wenn Du die Rechnung erstellst, wechselst Du von der Druckansicht in den Reiter "Erweitert". Dort kannst Du ja für jede Rechnung separat ein abweichendes Erlöskonto angeben. Wenn du also weitere Konten angelegt hast, sollte unter "Abweichendes Erlöskonto voller Mehrwertsteuersatz" eine entsprechende Auswahl möglich sein. Anschließend weist Du den Zahlungseingang im Bankkonto dieser Rechnung zu und das Ganze wäre erledigt.


    Mit steuerfreien Lieferungen ins Ausland klappt das prima, aber da ich keine abweichenden Erlöskonten im Inland benutze, kann ich das hierfür nicht testen.

  • Schön angedacht und erklärt von Heiko aber kannst du alles komplett vergessen.

    Da gibt es keine Lösung. Du kannst weder in eigene noch weitere Erlöse untergliedern.

    Es geht nicht.

  • Es geht tatsächlich nicht, bzw. es werden mir nicht die passenden (eigenen) Konten angeboten. Was mir auffällt, es werden nur Konten mit der Bezeichnung "... noch offen" angeboten. Wie z. B. 8405. Das immer, wenn man die Standardkonten bearbeiten kann. Unter Stammdaten >> Finanzbuchhaltung >> Standard-Fibu-Konten oder auf der Artikelebene sowie auch auf Rechnungsebene.


    Was bedeutet das "... noch offen"?
    Warum werden an dieser Stelle nicht die wirklichen Erlöskonten angezeigt? Wie z. B. 8400 (ohne die Bezeichnung "... noch offen").

  • ... noch was:


    So wie es aussieht, bucht die Funktion "Zahlung vom Kunden" immer auf das Konto 8400 (bei 19%).
    Kann dieser Automatismus abgeändert werden?


    Wenn es tatsächlich nicht gehen sollte, dass ich bei Zahlungseingängen auf ein Bankkonto meine eigenen Konten verwenden kann, gibt es dann eine andere Möglichkeit die Verteilung der Erlöse darzustellen?


    Konkret: Wir bieten in unser Firma verschiedene Dienstleitungen für Hundebesitzer an. Das sind Hundeschule, Hundepension, Hundesalon und Zubehörverkauf. Ich möchte sehen, welche Dienstleistung welche Erlöse erzielt. Da nicht für jede Tagesbetreuung in der Hundepension eine Rechnung erstellt wird, ist es eine Mischung aus Zahlungseingängen mit und ohne Rechnung. Bar und per Überweisung. Die Darstellung sollte möglichst so sein, dass der Steuerberater diese Aufstellung anhand unserer Umsätze machen kann. So hatten wir es über die Jahre mit einem anderen Programm >> Buchung auf verschiedene, eigens dafür angelegte Erlöskonten.


    Was gibt es dazu für Möglichkeiten?

  • Es geht nicht.

    Wie sagt Bernd das Brot? Mist! :)


    Aber wenn es "nur" um die interne Auftrennung der Umsätze zur Übersicht geht, dann schau dir doch mal die Stammdaten -> Kleinstammdaten -> Auftragsarten an. Dort kannst Du nach belieben eigene Kategorien anlegen, die du dann den Rechnungen zuweisen kannst. Dazu wechselst Du in der Druckansicht nicht in den Reiter "erweitert", sondern in den Reiter "Eingabemaske" und kannst dort jeder Rechnung die passende Auftragsart zuweisen. Das geht zumindest nicht langsamer, als jeder Rechnung ein eigenes Erlöskonto zuzuordnen und außerdem bekommst Du so auf der MB-Übersichtsseite sofort und tagesaktuell angezeigt, mit welcher Auftragsart du wieviel Umsatz gemacht hast und das sogar im vergleich zum Vorjahr. :thumbup:

  • Mit Erstellung einer Rechnung wird grundsätzlich erst auf ein Konto (offen) gebucht. Mit Zahlung erfolgt erst die Buchung auf das eigentliche Konto.

  • Das mit der Differenzierung durch die Auftragsart wäre eine Idee. Allerdings finde ich diese Möglichkeit nur bei der Erstellung einer Rechnung. Da ich auch Einnahmen ohne Rechnung habe, sehe ich da aber ein Problem. Beim Verbuchen z.B. in die Kasse finde ich nur die Möglichkeit "Kosten-/Erlösarten" oder "Verwendung" anzugeben.


    Würde die Differenzierung auch damit gehen? Worin liegt der Unterschied zw. "Kosten-/Erlösarten" oder "Verwendung", auch in der Darstellung? Habe ich damit die gleichen Möglichkeiten wie mit der vorgeschlagenen Auftragsart?

  • Da nicht für jede Tagesbetreuung in der Hundepension eine Rechnung erstellt wird,

    Da ich auch Einnahmen ohne Rechnung habe, sehe ich da aber ein Problem.

    Du bist gesetzlich verpflichtet zu jeder Bareinnahme einen Beleg anzufertigen. Da spielt es keine Rolle, ob der Kunde das braucht.
    Entweder anonym unter
    Kopfleiste über
    +
    Barverkauf NEU
    oder Kunde. In jedem Falle läuft das über Vorgang Rechnungen.

  • Verwendung

    = Buchungstext, der nicht statistisch ausgewertet wird.


    Würde die Differenzierung auch damit gehen? ... Habe ich damit die gleichen Möglichkeiten wie mit der vorgeschlagenen Auftragsart?

    Ich wüßte nicht wie. Wenn du die Auftragsarten zur Differenzierung nutzen willst (und das wäre wohl der einzige Weg, wenn eine Buchung auf verschiedene Erlöskonten nicht möglich ist), dann muß Du auch für Bareinnahmen eine Rechnung erstellen (siehe SAMM, der einen Tick schneller war).

  • Was haltet ihr von folgendem Vorschlag:


    Ich habe mir das Konto 8400 kopiert und damit mein eigenes Konto 8401 (Erlöse 19% Hundeschule) gemacht. Steuerschlüssel und Auswertungspositionen bleiben gleich.


    Konto 8037 habe ich ebenfalls kopiert und damit Konto 8406 (Erlöse 19% Hundeschule offen) erzeugt. Den Steuerschlüssel habe ich auf "Umsatzsteuer nicht fällig 19%" gesetzt. Alle Auswertungspositionen auf "0" gesetzt. Bei "Umbuchungskonto bei Ist-Versteuerung" habe ich das selbst angelegte Konto 8401 angegeben.


    Beim Erstellen der Rechnung gebe ich unter Erweitert >> Sonstiges >> Abweichendes Erlöskonto voller Mwst-Satz "Erlöse Hundeschule offen" an.


    Wenn ich nun den Zahlungseingang mit "Zahlung vom Kunden" und der passenden Rechnung verbuche, bucht das Programm diesen automatisch auf das von mir selbst angelegte Konto 8401 (Erlöse 19% Hundeschule). Zu überprüfen im Buchungsjournal.


    Diesen Vorgang würde ich für folgende eigene Konten machen:


    8402 (Erlöse 19% Hundeschule) >>> 8407 (Erlöse 19% Hundeschule offen)
    8403 (Erlöse 19% Hundpension) >>> 8408 (Erlöse 19% Hundepension offen)
    8405 (Erlöse 19% Hundesalon) >>> 8409 (Erlöse 19% Hundesalon offen)


    Ist diese Vorgehensweise korrekt nach allen buchhalterischen Regeln?

  • Prüfe das anhand der steuerlichen Auswertungen in den Formularen usw. Würde darin eine Möglichkeit nicht unbedingt ausschliessen wollen. Will mich da aber nicht hineinarbeiten.

  • wenn es funktioniert, wäre sicherlich auch weiteren Anwender geholfen. Ein kurzes Hineinarbeiten würde sich generell lohnen.


    So wären sogar schon auf Artikelebene die selbst erstellen Konten auszuwählen und würde vieles vereinfachen.


    Erlöse auf Kontenebene zu differenzieren ist meines Erachtens nichts außergewöhnliches. Das hat uns unser Steuerberater schon vor langer Zeit empfohlen und haben wir im anderen Programm über Jahre so gemacht. Nur so sehe ich in der EÜR wie sich die Erlöse verteilen und das ist ein riesen Vorteil im Vergleich zu anderen Auswertungen!

  • Hallo,


    da es bis jetzt noch nicht erwähnt wurde: In den Artikeln selbst lassen sich einige Informationen hinterlegen, die später statistisch ausgewertet werden können. Im Artikeldatensatz z.B. unter dem Reiter "Statistik" die Artikelkategorie oder, in diesem Fall noch besser, unter dem Reiter "Sonstiges" die "Kosten-/Erlösart". Sowohl Artikelkategorien als auch Kosten-/Erlösarten kann man, was ja hier auch schon erwähnt wurde, selbst anlegen. Erstellt man dann eine Rechnung mit einem entsprechenden Artikel, kann man anschließend bei "Auswertungen > Allgemeine Geschäftsentwicklung > Detailliert je Artikelkategorie" nachschauen oder bei "Auswertungen > Kosten/Verwendungen > Kosten-/Erlösarten detailliert", wie sich die Einnahmen aufteilen.


    Insbesondere die Verwendung von Kosten-/Erlösarten scheint mir hier sinnvoll: Bereits bei Anlage eines Artikels bestimmt, man, zu welcher Kosten-/Erlösarten(Hundesalon, Zubehör etc.) er gehört. Wird dieser Artikel in einer Rechnung eingetragen, erfolgt automatisch auch ein Eintrag in der Statistik der Kosten-/Erlösarten. Umfasst eine Rechnung mehrere Artikel mit unterschiedlichen Kosten-/Erlösarten, werden diese trotzdem später getrennt statistisch ausgewertet. Und bei der Verbuchung von Bareinnahmen kann man ebenfalls die Kosten-/Erlösart auswählen. Somit fließen sowohl die aus Rechnungen verbuchten wie auch die direkt in der Kasse vereinnahmten Buchungen in die gewünschten Auswertungen ein.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel

  • Sehr geehrter Herr Diel,


    vielen Dank für Ihre ausführliche Erklärung. Diese Vorgehensweise, vor allem das mit den Kosten-/Erlösarten, kommt dem schon sehr nahe, was ich mir vorstelle. Allerdings sind mir diese Auswertungen immer noch zu inoffiziell. Von meinem Steuerberater bekomme ich jedes Jahr eine offizielle Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG. Da ich über das Jahr die verschiedene Erlöse auch verschiedenen Erlöskonten zuordne, ersehe ich in dieser Gewinnermittlung unter den Betriebseinnahmen die genaue Verteilung der Erlöse. Dies ist natürlich für den Unternehmer selbst interessant, aber auch für Interessenten, wenn das Unternehmen später einmal verkauft wird. So kann dieser anhand der offiziellen Gewinnermittlung ersehen, wie sich die einzelnen "Dienstleistungssparten" über die Jahre hin entwickelt haben, welche sich lohnen und welche nicht.


    Eben aus diesem Grund wäre es mir lieber, eine Möglichkeit zu finden, wie auf Kontenebene differenziert werden kann. Bei der von mir beschriebenen Vorgehensweise (s. Post 14), habe ich Hilfe von einem Ihrer Kollegen bekommen. Allerdings waren die mir zur Verfügung gestellten Dokument für einen anderen Zweck gedacht. Ich habe mir die Vorgehensweise auf meine Anwendung angepasst. Da ich mich aber mit MB noch nicht so gut auskenne und ich auch nicht der Buchführungsprofi bin, würde es mich freuen, wenn mir jemand, der Ahnung hat, meinen beschriebenen Weg bestätigt.


    Schöne Grüße!