UV-Jahresmeldungen Stunden

  • Hallo,


    weiß jemand, wie die Stunden bei der UV-Meldung berechnet werden? Bei mir kommen in der Übersicht andere Stunden raus als in der Erfassung, z. B. ein Vollzeitmitarbeiter wäre bei mir immer auf 1560 Stunden. Ich habe aber Fälle, wo dies weniger ist. Vielleicht kann mir einer helfen, was hier noch abgezogen wird.


    Danke und Gruß,
    Lohn_32

  • Moin,


    die 1560 h sind der sog. "Vollzeitarbeiterrichtwert" 2016, der in den Systemvorgaben zur Nettolohnberechnung vorgegeben ist und vom Programm automatisch angezogen wird, wenn keine Fehlzeiten o. ä. eingetragen sind. Wie hoch sind denn die "Differenzen"?


    Gruß
    Maulwurf

  • Hallo Maulwurf,


    Fehlzeiten sind nur beim Mitarbeiter 2 ausgewiesen, trotzdem verstehe ich den errechneten Wert nicht. Folgendes Beispiel (beide 40 Stunden pro Woche, das ganze Jahr durchgehend beschäftigt und es ist nichts separat eingegeben, also es müsste mit den 4,35 rechnen):
    Mitarbeiter 1: 2088 Stunden unter Grundlohn in der Erfassung, 1560 Stunden UV-Jahresmeldung, krank (Kappung, da die Obergrenze erreicht wird)
    Mitarbeiter 2: 2088 Stunden unter Grundlohn in der Erfassung, 1543 Stunden UV-Jahresmeldung, krank 3 Tage


    Meiner Logik nach müsste auch bei Mitarbeiter 2 1560 Stunden in der UV-Jahresmeldung stehen, da er sowieso mit 2088 weit darüber ist.


    Kannst du mir die Formel erklären, wie gerechnet wird?


    Danke und Gruß,
    Lohn_32

  • Moin,


    der Vollzeitarbeiterrichtwert ist ja nur eine Größe, die von der DGUV anhand der durchschnittlichen Arbeits-/Urlaubs- und Kranktage errechnet wird. Wenn also z. B. in den Mitarbeiterstammdaten 40 h/Woche eingetragen ist, und keine Fehlzeit erfasst ist, wird dieser Wert angesetzt. Bei MA 2 wurde offensichtlich eine Fehlzeit eingetragen: 1560 : 12 Monate : 21,75 durchschnittliche Arbeitstage = 5,97 h pro Tag (also ungefähr die 17 h krank). Die 2088 h sind ja auch nur ein Durchschnittswert: 174 h/Monat, also 8 h/Tag bei (im Jahresdurchschnitt) 21,75 Arbeitstagen/Monat


    Also entweder den "pauschalen Ansatz" *oder* aber die genaue Aufzeichnung der Fehlzeiten wie Urlaub und Krankheit bei der monatlichen Erfassung der Bruttobezüge (Vorgaben ->BG) :)


    Viele Grüße
    Maulwurf

  • Hallo Maulwurf, ;)


    vielen Dank, nun ist es mir klarer. Vielleicht kannst du mir auch einen Typ bei den Teilzeitbeschäftigten geben. Eine Mitarbeiterin arbeitet 5 Stunden pro Woche und war an 6 Tagen im Jahr krank.


    Das Lohnprogramm kommt auf 1512 Stunden.


    Geht das Programm wieder von einem Vollzeitmitarbeiter aus und zieht dann die Krankheit ab? Für mich wäre plausibel, 5*4,35*52 = 1.131 Stunden - Krankheitstage.


    Danke und Gruß,
    Lohn_32

  • Moin,


    das erscheint mir aber recht viel :golly: - überschlägig gerechnet: Die MA arbeitet ein Achtel der regulären Vollzeit - da komme bei der prozentualen Berechnung auf einen *deutlich* niedrigeren Wert.. 195 h .. =O ..ist ja, wie gesagt, auch nur ein sehr pauschaler Ansatz..


    Gruß
    Maulwurf

  • Hallo Maulwurf,


    mir erscheint der WErt auch richtig hoch. Dann bleibt mir nur der manuelle Weg bei den Teilzeitmitarbeitern ...was ich ehrlich gesagt nicht möchte, denn dann muss ich es für die Folgejahre auch tun.


    Herr Diel,


    wissen sie noch Rat, wie der Wert zustande kommt und ob man so etwas ruhigen Gewissens an die BG melden darf?


    Danke und Gruß,
    Lohn_32

  • wie der Wert zustande kommt

    das würde mich auch interessieren; in der Anleitung wird ja nur auf mögliche Komplikation bei den gleichzeitigen Lohnarten Gehalt und Stundenlohn gewarnt (die addiert werden).


    @Lohn_32 : "meine" BG akzeptiert durchaus eine anteilige Berechnung (Punkt 4)


    http://www.vbg.de/SharedDocs/Medien-Center/DE/Faltblatt/Mitgliedschaft_Beitrag/Anleitung%20zum%20Ausf%C3%BCllen%20des%20Entgeltnachweises.pdf?__blob=publicationFile&v=6


    Gruß
    Maulwurf

  • Hallo,


    eine kurze Zusammenfassung:


    - Werden weder in den Mitarbeiterstammdaten noch in der monatlichen Erfassung Stunden angegeben, und der Mitarbeiter erhält ein Gehalt, gilt der Vollarbeiterrichtwert.
    - Ist in den Mitarbeiterstammdaten unter dem Reiter "BGS/FiBu" ein Wert angegeben, wird der herangezogen.
    - Abweichungen davon tragen Sie ggf. direkt in der Erfassung unter dem Reiter "Vorgaben" ein, und zwar ganz unten bei "Berufsgenossenschaft Stunden pro Monat (optional)".
    - Und wer seine Mitarbeiter ausschließlich mit einer Stundenlohn-Lohnart abrechnet, ist eh aus dem Schneider, weil dann lediglich die in der Erfassung tatsächlich eingetragenen Stunden herangezogen werden.
    - Wichtig zu wissen ist noch, dass in der Lohnart selbst bestimmt werden kann, ob die darüber abgerechneten Stunden bei der Anzahl der BG-Stunden berücksichtigt werden sollen oder nicht.


    Um die Berechnung der Stundenzahl überprüfen zu können, bräuchte man also Informationen zu allen fünf Punkten und ggf. für alle Monate. Vielleicht helfen diese Tipps ja, um die vom Programm angezeigte Stundenzahl nachvollziehen zu können.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel

  • Danke Herr Diel,


    offensichtlich setzt das Programm hier den Richtwert abzgl. den 6 Kranktagen (1560 - 48 h) an; also müsste nach der obigen Beschreibung entweder kein oder ein falscher Wert in den MA-Stammdaten BGS/Fibu oder der Erfassung steht..das Feld Stunden unter Tätigkeit der Stammdaten wird dabei nicht ausgewertet (?).


    Also, Lohn_32, Du solltest diese Stunden in der Meldung "passend machen" ^^


    Viele Grüße
    Maulwurf

  • Hallo Maulwurf, hallo Herr Diel,


    ich hatte nun Hilfe vom Hotline-Support und wir haben ALLE Felder und Eingaben gemeinsam überprüft...auch der Hotline-Mitarbeiter wußte keinen Rat, wie der Wert zustand kam. Es ist nichts manuell eingegeben und die Stammdaten korrekt angegeben. Ich habe nun eine Sicherung an die Technik gesendet und hoffe, hier auf Aufklärung.


    Sobald ich etwas weiß, melde ich mich wieder.


    Gruß,
    Lohn_32

  • Nen, nicht zwangsläufig; ich habe in den Stammdaten des Mitarbeiters z. B. 20 h hinterlegt und dann wird in der Liste auch nur der halbe Richtwert ausgewiesen.. :/


    Nachtrag: Hab' jetzt nochmal nachgesehen: entscheidend ist wohl nicht der Eintrag unter "Tätigkeit", sondern im Feld "BGS/FIbu" ->Stunden pro Monat (optional); dieser Wert wird bei mir in die BG-Liste übernommen...

  • Hallo Maulwurf,


    gut, dass du den Nachtrag geschrieben hast, dann wäre ich nämlich jetzt überrascht. Ich hatte keine Angaben bei Stunden pro Monat (optional) und dann wird automatisch als Vollzeitmitarbeiter gerechnet, was viel zu hoch ist.


    Ich habe mich nun auch entschieden, dass Feld BGS/Fibu ab diesem Jahr zu nutzen.


    Danke für deine Hilfe.