Abschreibung als Kleinunternehmer - Brutto statt netto

  • Hallo,


    wie funktioniert das denn mit den Abschreibungen als Kleinunternehmer.

    Also ich habe in meiner Bankverbindung 1.500 € für einen Laptop. Also gehe ich folgendermaßen vor:


    Unter Finanzen auf die Buchung > Anlagevermögen > Neues Anlagegut > Nutzung: 3 Jahre, Art: 470 Computeranlagen, Kategorie: 4830 Abschreibungen auf Sachanlagen

    Ist das bis hierhin richtig?


    Meine zweite und eigentliche Frage:

    Das Programm schreibt jetzt falsch ab, es nimmt Netto-Preis/3 und schreibt die Steuern direkt im ersten Jahr in der EÜR unter Vorsteuern.

    Als Kleinunternehmer müsste es aber Brutto/3. Wo und wie stelle ich das richtig ein?


    Vielen Dank!

    Marcel

  • wie funktioniert das denn mit den Abschreibungen als Kleinunternehmer.

    Wie bei allen anderen auch. Deshalb zu zweiten Frage, ein eindeutiges ...


    Unter Finanzen auf die Buchung > Anlagevermögen > Neues Anlagegut > Nutzung: 3 Jahre, Art: 470 Computeranlagen, Kategorie: 4830 Abschreibungen auf Sachanlagen

    Ist das bis hierhin richtig?

    ... Ja


    Meine zweite und eigentliche Frage:

    Das Programm schreibt jetzt falsch ab, es nimmt Netto-Preis/3 und schreibt die Steuern direkt im ersten Jahr in der EÜR unter Vorsteuern.


    Als Kleinunternehmer müsste es aber Brutto/3. Wo und wie stelle ich das richtig ein?

    wie der Kleinunternehmer im Detail in WISO Mein Büro umgesetzt ist, bin ich mir etwas unsicher, ich meine, dass der Haken in den Stammdaten - Meine Firma zwar das Standard-Erlöskonto ändert ansonsten im Programm aber nicht berücksichtigt wird

    Ich denk mal, dein Fehler ist, den Laptop mit Steuern gebucht zu haben statt ohne.

  • Auch für Kleinunternehmer gilt hier der Netto-Anschaffungspreis ohne den Vorsteuerabzug zu nehmen. Klick doch einfach mal den blauen Hinweis an. Das steht auch im Einkommensteuergesetz (EStG) § 6 (2)


    GWG - techn. Vorgehensweise unklar [Kleinunternehmer umsatzsteuerfrei]

  • Auch für Kleinunternehmer gilt hier der Netto-Anschaffungspreis ohne den Vorsteuerabzug zu nehmen. Klick doch einfach mal den blauen Hinweis an. Das steht auch im Einkommensteuergesetz (EStG) § 6 (2)


    GWG - techn. Vorgehensweise unklar [Kleinunternehmer umsatzsteuerfrei]

    Hallo SAMM,


    ja das ist richtig. Die Grenzen beziehen sich auf netto. Die Berechnung wird aber dann mit Brutto durchgeführt das Programm führt die Berechnung aber mit dem Netto Wert durch? :(

  • Ja das ist richtig. Die Grenzen beziehen sich auf netto. Die Berechnung wird aber dann mit Brutto durchgeführt das Programm führt die Berechnung aber mit dem Netto Wert durch?

    Hallo Marcel1,

    das steht exakt mit Bild dort im Thema weiterhin wie vorzugehen ist als Kleinunternehmer. Lies dir das bitte durch!

    GWG - techn. Vorgehensweise unklar [Kleinunternehmer umsatzsteuerfrei]

  • Welcher Wert ist denn als Anschaffungswert im Betriebsvermögen/Anlagenvermögen eingetragen? Hier muss zwingend bei einem Kleinunternehmer nach § 19 UStG der Bruttowert eingetragen werden.

    Leider trägt die Software automatisch netto ein.



    Ja das ist richtig. Die Grenzen beziehen sich auf netto. Die Berechnung wird aber dann mit Brutto durchgeführt das Programm führt die Berechnung aber mit dem Netto Wert durch?

    Hallo Marcel1,

    das steht exakt mit Bild dort im Thema weiterhin wie vorzugehen ist als Kleinunternehmer. Lies dir das bitte durch!

    GWG - techn. Vorgehensweise unklar [Kleinunternehmer umsatzsteuerfrei]

    Hi Samm,


    wenn ich die Buchung als Umsatzsteuer frei kennzeichne funktioniert es. Aber das ist doch falsch. Es handelt sich um eine Rechnung an mich. Und der laptop Hersteller arbeitet mit Umsatzsteuer... heißt ich muss das nur so machen damit das Programm richtig funktioniert? Kann man das nicht fixen?

  • Leider trägt die Software automatisch netto ein.

    dann machst du schon die grundlegende Buchung falsch. Du bist Kleinunternehmer und darfst keine Vorsteuern ziehen, d.h. du hast immer Bruttowerte, einen Steuerschlüssel darfst du nicht angeben. Dann wird auch im Anlagevermögen richtig erfasst. Wenn du in den Buchungen einen Vorsteuerschlüssel angibst, kann das nicht klappen.

    Und der laptop Hersteller arbeitet mit Umsatzsteuer... heißt ich muss das nur so machen damit das Programm richtig funktioniert? Kann man das nicht fixen?

    Natürlich weist der Laptop-Hersteller Umsatzsteuer aus - er ist schließlich weder Kleinunternehmer noch hat er umsatzsteuerbefreite Umsätze (in der Regel). Das ist aber für dich völlig gleichgültig - du darfst keine Vorsteuern ausweisen und damit sind die Vorsteuern für die Teil der Anschaffungskosten. Und so musst du buchen - alles andere führt in die Irre.

  • Marcel1, ich wiederhole mich und die anderen nur ungern, aber mein Satz ganz oben

    Ich denk mal, dein Fehler ist, den Laptop mit Steuern gebucht zu haben statt ohne.

    meinte genau das:

    "Umsatzsteuerfrei" einstellen, nur dann bucht das Programm brutto für die Abschreibung.


    Der Steuersatz im Zuordnungsassistenten ist nicht dazu da den Steuersatz in der Rechnung wiederzugeben, sondern einen Buchungssatz bzgl. der Umsatzsteuer- und Vorsteuerkonten zu generieren. Nur wenn Du umsatzsteuerpflichtig bist (d.h. kein Kleinunternehmer) gibst Du Steuerschlüssel in ein Buchhaltungsprogramm ein(dann natürlich gemäß Rechnung). Wie oben ebenfalls schon geschrieben, sagt sich das Programm nicht: "Heh, er hat Kleinunternehmer eingestellt, also ignoriere ich die Steuerschlüssel". Das Programm ist an der Stelle dumm, auch wenn es programmiertechnisch ein Leichtes sein sollte, dies umzusetzen oder wenigstens eine entsprechende Fehlermeldung zu generieren.

    Hi Samm,


    wenn ich die Buchung als Umsatzsteuer frei kennzeichne funktioniert es. Aber das ist doch falsch.

    Jetzt solltest Du die Antwort kennen: "Nein. Dann und nur genau dann ist es richtig"