Umsatzsteuer 1780 in Wiso Sparbuch EÜR auf dem Konto darstellen - Überraschung beim Gewinn

  • Hallo, ich habe ein Verständnisproblem mit dem Konto 1780 Ust. VZ. Bisher habe ich nur meine monatlich geleisteten Zahlungen auf dem Konto dargestellt. In der Umsatzsteuererklärung habe dann die komplette Umsatzsteuer für das Jahr erklärt. Jetzt erwartet das FA von mir, das ich den Verlauf komplett auf dem Konto 1780 in der EÜR abbilde.

    Erstaunlich und unverständlich für mit ist, wenn der Umsatzsteuerbeleg gegenüber der Zahlung zum Ausgleich eingebucht wird, ändert sich auch mein Gewinn.

    Jeder Umsatzsteuerbeleg gebucht wird, erhöht meine Gewinn, bei Rückzahlung verringert es den Gewinn.

    Was hat die Umsatzsteuer mit dem Gewinn zu tun?

    Warum ist eine Bestandsbuchung in diesem Fall gewinnerhöhend ?

    Beispiel: 1371 an 1780 - 1000,00 für den Beleg

    Zahlung: 1780 an 1371- 1000,00 für die Zahlung

    Dank im voraus für die Erleuchtung

  • Wie hast du denn die Umsatzsteuer bei deinen Rechnungen und die Vorsteuer bei deinen Ausgaben erfasst? Die laufen doch über gesonderte Konten, über 1780 werden die tatsächlich gezahlten Beträge laut Voranmeldungen erfasst! Da sind also im Jahr je nach Zahlungsmodus 12 oder 4 Beträge zu sehen, nämlich diejenigen, die du über deine Bank bezahlt hast, und die können im Soll und im Haben stehen.

    Warum du hier allerdings über das Konto 1371 buchst, ist mir etwas schleierhaft - denn die Zahlungen sind in der EÜR zu zeigen, also eben gerade nicht ergebnisneutral, es sind gemäß § 11 EStG im Geschäftsjahr zu erfassende Ein- oder Auszahlungen! Wobei die letzte Zahlung unter Beachtung der in § 11 EStG genannten 10-Tage-Regelung zu buchen ist.

    Was meinst du mit Bestandsbuchung? Dein Beispiel deutet mir eher darauf hin, dass du hier noch Probleme hast, deine "normalen" Einnahmen und Ausgaben richtig zu erfassen.

  • Moin,


    und was meinst Du mit

    für mit ist, wenn der Umsatzsteuerbeleg gegenüber der Zahlung zum Ausgleich eingebucht wird, ändert sich auch mein Gewinn.

    welcher Beleg? Wie beschrieben, ergibt sich die Voranmeldung aus der Buchung der Einnahmen und Ausgaben...

    Hast Du in der Jahreserklärung das "Vorauszahlungssoll", also die Summe aller geleisteten Zahlungen, eingetragen?


    Viele Grüße

    Maulwurf

  • Vielen Dank erstmal für die tollen Denkanstösse. Ich habe zunächst einmal keine Verpflichtung ein Bank oder Kassenkonto zu führen. Ich habe also die Zahlungen der VZ auf 1780 und 1/11 auf 1781 gebucht. Die Umsatzsteuer und die Vorsteuer hab ich auf 1776 und 1576 mit den normalen Belegbuchungen erfasst. Jetzt dachte ich, dass ich die Belege der Vorauszahlungen auch als Verbindlichkeit gegen FA einbuche, da ich die Umsatzsteuererklärung durch das Steuerbüro machen lassen muss und dort auf 1780 kein Verlauf über das Vorauszahlungssoll auf dem Konto sichtbar wird. Das FA will aber, das der Verlauf sichtbar wird. Nun habe ich die erstellten mtl. VZ-Belege dagegengebucht und sie da, mein Gewinn ändert sich drastisch, geht also nicht. Die 10-Tage-Regelung ist klar, dazu fehlt mir dann nur noch der Dezember. Denn habe ich dann erst im nächsten Jahr auf 1790 stehen. Aber die VZ-Belege kann ich somit nicht auf 1780 gegenbuchen, da sonst mein Ergebnis nicht stimmt, wenn ich das jetzt richtig verstehe :(

  • So richtig klar ist mir das Vorgehen noch immer nicht.... hast Du erst nur die Steuerbeträge gebucht,ohne die jeweiligen Ausgabe-/Einnahmekonten, eine separate Buchung über die Steuerkonten ist eigentlich nicht erforderlich.... und natürlich sind die Voranmeldungsbeträge über ein Finanzkonto zu buchen, sie wurden ja wahrscheinlich auch tatsächlich überwiesen.... ;)

  • Also eine separate Steuerbuchung habe ich auch nicht durchgeführt. Ich habe bei Belegbuchung die Kontoautomik genutzt Bsp. 1370 an 8400/19% bzw. 4955/19% an 1370.

    Ich habe erst die geleisteten 1780 Vorauszahlungen gebucht, und nach dem Hinweis des FA habe ich die 1780 Vorauszahlungsbelege dagegen gebucht um den Verlauf darzustellen. Ist aber vermutlich falsch.

  • So, ich glaube ich bin der Lösung etwas näher. Ich habe die VZ-Belege aus den Buchungen wieder entfernt (gedanklich dachte ich, das wäre die Umsatzsteuerverbindlichkeit, ist falsch). Die Verbindlichkeit zum Jahresende für November, Dezember hab ich auf 1736 umgebucht. Somit sollte der Verlauf erkennbar sein auch wenn die Zahlung erst im Folgejahr erfolgt. Wäre das korrekt ?

  • Ja im EÜR-Modul WISO steuer.Sparbuch. Mein Problem belief sich darauf, das ich die Vorausszahlungen in der Buchführung abbilden sollte, damit das Finanzamt den Zahlungverlauf im richtigen Zeitraum erkennen. Wenn ich die Vorauszahlungen aber nur bis Oktober drin habe, sehe ich in der Buchführung ja nicht, das ich im November-Dezember dem Finanzamt schulde, da ich auf 1780 ja nur die Zahlungen buche. Jetzt dachte ich, ich könnte die mtl. Vorauszahlungsbelege gegenbuchen auf 1780. Das hat aber Auswirkungen auf den Gewinn, geht also nicht. Also nehme ich jetzt die Zahlungen vom nächsten Jahr auf die Verbindlichkeiten gegenüber dem FA 1736. Dann werden die Buchungen für das aktuelle Jahr im richtigen Jahr sichbar auf 1780 und im nächsten kann ich den Saldo auf 1736 wieder ausgleichen. Ok so?

  • Ich bin nicht verpflichtet auf Finanzkonten zu buchen, darum tue ich das auch nicht. Ich muss kein Bankkonto und keine Kasse führen. Ich muss lediglich meine Einnahmen und meine Ausgaben gegen Verrechnungskonten buchen. Dadurch hat die Buchführung sehr wenig Belege die ich in der EÜR abbilden muss.

  • Und wo hast Du da das Konto 1736 her? In meinem eingeschränkten Kontenrahmen gibt es das im Sparbuch programmseitig nicht?



    Ich wüsste jetzt auch gerade nicht, was das in einer EÜR zu suchen hätte. :(

  • Das hat aber Auswirkungen auf den Gewinn, geht also nicht.


    Und so lassen sich alle Konten hinsichtlich ihrer Auswirkung/Zuordnung prüfen/steuern.