Versicherungssteuer und MwSt

  • Guten Tag zusammen,


    wie ich letzte woche Feststellen musste wird von MB bei versicherungsbeiträgen automatisch 19% Vorsteuer angenommen.
    Soweit ich jedoch weiß ist beio Versicherungen nur 19% Versicherungssteuer und Keine Umsatz / Mehrwertsteuer enthalten.


    nun meine Frage:
    a) wo kann ich das abstellen
    b) ist das nur bei uns so und wir haben aus versehen was verstellt, oder ist es ein Programmfehler?


    danke für eure Rückmeldungen


    Chris

  • Hallo,
    es scheint ein Programmfehler zu sein....
    Es ist bei dem Konto 4360 Versicherungen betrieblich als Standardsatz 19% ausgewählt.
    Dies ist natürlich grob falsch, bei Versicherungen gibt es keinen Vorsteuerabzug, da in der Prämie auch keine Umsatzsteuer enthalten ist und mir ist es offen gesagt ein Rätsel, wie so etwas passieren kann.. ?(
    Die Einstellung kannst Du aber selbst so korrigieren:
    Stammdaten => Finanzbuchhaltung => Kontenplan bearbeiten => 4360 eingeben => rechte Maustaste Kontendetails bearbeiten => Standardsatz auf 0 setzen.

  • Hallo Leute,
    ich habe mir mal den Kontenplan angesehen und mir sind sofort einige weitere Einstellungen bei der Steuer aufgefallen:
    In den Konten 2113, 2114, 2125 sind 19% voreingestellt
    In den Konten 4925, 4957, 4980 und 4985 0%...


    Scheint mir nicht richtig zu sein. Vielleicht wäre es mal hilfreich, wenn sich ein paar fachkundige Leute die Einstellungen ansehen.
    Es ist ja gerade für die angesprochenen Käuferschichten (Nicht Kaufleute) fatal, wenn dort nicht einmal die Standardeinstellungen stimmen.

  • Ja!


    Ich möchte noch kurz anmerken, dass die 21er Konten sowieso nur ausnahmsweise bei einer EÜR genutzt werden sollte- das ist aber zweitrangig!


    Zunächst danke, dass sie hier im Forum darauf hinweisen. [Blockierte Grafik: http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_ostern_thumbs1.gif]

  • Hallo,


    mit den letzten Updates wurden bei einigen Konten die Steuerschlüssel angepasst. Im letzten Update (Installation und Technik WISO Mein Büro Update 13.00.02.100) wird diesbezüglich bspw. auf die Konten 4980 und 4140 verwiesen. Auch weitere Konten wurden verändert. Um zu vermeiden, dass unbemerkt vom Nutzer nachträglich bestimmte Buchungen vom Programm geändert werden, sind einige dieser Änderungen nur in einer neuen, leeren Datenbank zu sehen. Das betrifft auch die von Mausko in Post #3 genannten Konten.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel

  • Um zu vermeiden, dass unbemerkt vom Nutzer bestimmte Buchungen vom Programm geändert werden


    Moin Herr Diel,
    wie sieht es denn mit "automatischen" Saldenkorrekturen aus, die das Programm ungefragt z.B. beim Abgleich von Bank/Paypalkonten in das Jahr 1970 bucht. Ist dies auch "erledigt" oder befindet sich das in der Schwebe?


    Auf jeden Fall ist es schön, dass jetzt richtige Steuerwerte eingetragen sind. Aber wenn ich Sie richtig verstehe, sind diese Änderungen nicht automatisch in der Mandantendatenbank überschrieben, sondern in einer "leeren" Datenbank. Wie findet der gemeine Nutzer diese und welche Möglichkeiten des Abgleichs gibt es für ihn?

  • Hallo Mausko,


    um einmal mit dem zweiten Punkt Ihrer Antwort zu beginnen: In der Tat wurden die Änderungen an den Steuerschlüsseln nicht in bereits genutzte Mandanten eingeschrieben. Wer sich einen neuen, leeren Mandanten anlegt (und ich meine damit nicht das Öffnen der Demodaten), wird darin die neuen, geänderten Steuersätze finden. Im laufenden Betrieb ist es natürlich schwierig, an eine leere Datenbank zu kommen. Dazu müsste man im Installationspfad im Ordner "DB" z.B. die Datei "DB0.fdb" (also den Demomandanten) umbennen, die leere DB kopieren und dann in "DB0.fdb" umbenennen. Dann hätte man einen komplett leeren Demomandanten.


    Was die Buchungen im Jahr 1970 anbelangt, noch einmal kurz zur Erklärung: In WISO Mein Büro hat das Bankkonto einen Saldo. Dieser wird ermittelt aus den in WISO Mein Büro im jeweiligen Bankkonto eingetragenen Buchungen. Beim Online-Abruf der Umsätze liefert die Bank ebenfalls einen Saldo mit. Weichen die beiden Salden voneinander ab, erzeugt WISO Mein Büro eine Ausgleichsbuchung im Jahr 1970. Eine Abweichung kann ihre Ursache haben


    - in manuellen Änderungen an den Buchungen in WISO Mein Büro (wenn man also das Bankkonto offline stellt und Änderungen vornimmt).
    - Oder wenn unter bestimmten Umständen im von der Bank übermittelten Saldo künftige Wertstellungen enthalten sind.
    - Oder wenn über längere Zeit kein Umsatzabruf stattfand. In dem Fall können evtl. nicht alle Buchungen abgerufen werden, die dann im von WISO Mein Büro ermittelten Banksaldo fehlen. Im von der Bank übermittelten Saldo sind aber alle Buchungen berücksichtigt.


    Sofern man also Buchungen im Jahr 1970 findet, sollte man die oben aufgeführten Aspekte prüfen und ggf. korrigieren. Im dritten von mir beschriebenen Fall bspw. müssten dann die fehlenden Buchungen manuell nacherfasst werden.


    Buchungen im Jahr 1970 sind also kein Programmfehler, sondern vom Programm vorgenommene Anpassungen, um Abweichungen zwischen Programm- und Banksaldo zu vermeiden. Insofern wird sich an diesem Verfahren auch nichts ändern.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel

  • Buchungen im Jahr 1970 sind also kein Programmfehler, sondern vom Programm vorgenommene Anpassungen, um Abweichungen zwischen Programm- und Banksaldo zu vermeiden. Insofern wird sich an diesem Verfahren auch nichts ändern.


    Moin Herr Diel,
    ich habe auch nicht geschrieben, dass es sich um einen Programmfehler handelt, sondern dass diese "Anpassungen" ohne Hinweis im Hintergrund vorgenommen werden. Eine Differnenz im Bankkonto hat ja in der Regel eine triftigen Grund, meistens eine Fehlbuchung, ein zu weit zurückliegender Kontoabruf o.ä.
    Ich denke, das Programm müsste den Nutzer zwingend davon in Kenntnis setzen bzw. eine Log-Datei anlegen, in der man nachsehen kann, was wann wohin in diesem Falle gebucht worden ist. Denn die meisten Nutzer werden sich damit zufrieden geben, dass der Saldo wieder stimmt und nichts weiter unternehmen, der freundlichen Prüfer vom FA wird das sicherlich anders beurteilen ;-)
    Ich denke da nur an die "Fee" Buchungen von Paypal, die aufgrund eines Programmfehlers nicht richtig verbucht wurden, ein Kontoabruf zu einer Differenz führte und eine Korrektur 1970 vorgenommen wurde.

  • Naja, im Jahr 1970 kann man ja sehen, von welchem Tag diese Buchung stammt. Ist ja nicht so, dass die überhaupt nicht mehr nachvollziehbar ist.

  • Naja, im Jahr 1970 kann man ja sehen, von welchem Tag diese Buchung stammt. Ist ja nicht so, dass die überhaupt nicht mehr nachvollziehbar ist.


    Klar kann man das sehen, aber dazu muss man erst einmal wissen, dass 1970 eine Buchung angelegt worden ist. Bedenke doch immer die Zielgruppe von MB. Es ist, glaube ich, keineswegs zuviel verlangt, wenn bei einer solchen "Hintergrundbuchung" ein Popup-Fenster aufgeht mit dem Hinweis "Achtung, zur Saldenkorrektur ist eine Buchung im Jahr 1970 angelegt worden, bitte versuchen Sie die Saldendifferenz zeitnah aufzuklären"
    Ich möchte mal die sehen, wenn bei einer Betriebsprüfung, die ja stets mehrere Jahre umfasst, mehrere Buchungen im Jahr 1970 festgestellt werden, die der Betriebsinhaber nicht erklären kann. Denn erst dann kann er ja auf die Suche nach der Ursache gehen, was mit einem Betriebsprüfer im "Nacken" u.U. nicht unbedingt lustig ist.
    Außerdem wird zwar der Tag der Buchung genannt, aber damit ist ja der Grund ja noch längst nicht geklärt, dieser sollte doch zeitnah erfolgen und das geht nur, wenn der Nutzer umgehend Kenntnis davon bekommt. Ich möchte eigentlich nicht, dass MB aktuelle Buchungen im Hintergrund ohne mein Wissen ins Jahr 1970 verschiebt. Wie kommt denn überhaupt ein Nutzer darauf, der nicht ständig im Forum unterwegs ist, dass solche Buchungen stattfinden? Weder im Handbuch noch in der "ersten Hilfe" findet man einen Hinweis auf solche eigenmächtigen Buchungen.
    Sorry, aber für mich ist das ein "No go" :thumbdown:

  • Hallo Mausko,


    zum Thema der Ausgleichsbuchungen im Jahr 1970 haben wir seitens unserer Entwickler eine Antwort erhalten, aus der ich nachstehend zitieren möchte. Anlass war meine Frage, ob eventuell eine Benachrichtigung des Kunden vorgenommen werden könnte, wenn Ausgleichsbuchungen erzeugt werden.


    "Ich denke, hier würden wir einen Großteil der Anwender eher verunsichern. Die Korrekturbuchungen kommen ja zu Stande, weil der gelieferte Saldo bspw. vorgemerkte Umsätze mit berücksichtigt, diese aber noch gar nicht vom Banking geliefert werden. Wenn diese dann nachrücken, werden die Korrekturbuchungen ja ausgeglichen. Das hat für den Anwender also nichts Negatives zur Folge."


    Das Argument ist grundsätzlich erst einmal nicht von der Hand zu weisen. Umgehen könnte man das dauerhaft nur dann, wenn man keinen Abgleich Programmsaldo < > Banksaldo mehr vornähme, was ich nicht für sinnvoll halte. Allerdings fallen auch mir da im Prinzip einige Gegenargumente ein. Ich werde daher noch einmal bei unseren Entwicklern nachfragen.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel

  • "Ich denke, hier würden wir einen Großteil der Anwender eher verunsichern. Die Korrekturbuchungen kommen ja zu Stande, weil der gelieferte Saldo bspw. vorgemerkte Umsätze mit berücksichtigt, diese aber noch gar nicht vom Banking geliefert werden. Wenn diese dann nachrücken, werden die Korrekturbuchungen ja ausgeglichen. Das hat für den Anwender also nichts Negatives zur Folge."


    Moin Herr Diel,


    dies ist aber nur ein möglicher Grund für eine Korrekturbuchung. Andere lassen sich leicht im Forum finden:
    hier
    hier
    hier
    hier und
    hier

    Ich glaube nach wie vor, dass ein Hinweis unbedingt dazu gehört und wie gesagt, es findet sich nirgendwo im Handbuch oder in der Hilfe ein Hinweis auf das Jahr 1970. Die Antwort der Entwickler hört sich doch eher branchenfremd an. Bitten Sie doch mal, einen Einwickler beim FA oder Steuerberater anzurufen, was die von diesem "Programmverhalten" so halten.
    Da würde ich eine sichtbare Saldendifferenz für besser halten (mal davon abgesehen, dass ein Anwender zurecht verunsichert sein sollte, wenn ein Saldo nicht stimmt;-))
    Aber so wie ich auch Ihre Antwort lese, können Sie meine Argumentation auch nachvollziehen. Eine Buchhaltung muss immer transparent und in allen Schritten nachvollziehbar sein. Dies geht aber nur, wenn der Nutzer informiert wird. Vielleicht machen Sie den Entwicklern den Vorschlag, ein PopUp Fenster im Falle einer Korrekturbuchung zu programmieren, das bei zu großem Erschrecken des Nutzers auch die Möglichkeit hat, deaktiviert zu werden.Siehe Beispiel... :D

  • Hallo Mausko,


    ob unsere Entwickler Ihren Entwurf für das Pop up-Fenster in Text und Design eins zu eins übernehmen, möchte ich an dieser Stelle nicht garantieren, auch wenn Sie sich dankenswerterweise mit der Farbe Grün an unserem neuen Design orientieren... ;)


    Aber um wieder ernst zu werden: Ich hatte ja in meinem Post #12 schon geschrieben, dass auch mir einige Argumente einfallen, die eine weitere Prüfung des Themas angemessen erscheinen lassen. Eine weitere Nachfrage an unsere Entwickler ist bereits gestellt. Allerdings kann ich nicht vorhersagen, wann wir hierzu neue Informationen bekommen werden.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel