Unterhalt für Lebensgefährtin in Haushaltsgemeinschaft

  • Hallo,


    ich wollte für das Jahr 2014 den Unterhalt für meine Lebensgefährtin als außergewöhnliche Belastung absetzen. Ich habe das über die Anlage "Unterhalt" versucht, zu realisieren.


    Dabei handelt es sich um einen Betrag , der sich aus 9.600 Euro Unterhalt + die Krankenversicherung für meine Lebensgefährtin zusammensetzt.


    Ich habe vom Finanzamt die Antwort bekommen, daß Vorsorgeaufwendungen nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag absetzbar sind, den ich mit den Kosten für meine Kranken- und Pflegeversicherung aber bereits ausgeschöpft habe. Darüber hinaus besteht keine Möglichkeit, Vorsorgeaufwendungen abzusetzen. Das Finanzamt hat sich dabei auf das Bürgerentlastungsgesetz berufen.


    Lange Rede kurzer Sinn: Das Finanzamt hat den Unterhalt für meine Lebensgefährtin aus diesem Grund komplett abgelehnt.


    Ich hätte verstanden, wenn die Kosten für die Krankenversicherung nicht anerkannt worden wären, aber auch die 9600 Euro Unterhalt wurden gestrichen. Ein Unterhalt/Haushaltsgeld ist doch keine Vorsorgeaufwendung !!??


    Habe ich das zu akzeptieren oder kann ich noch etwas dagegen unternehmen !!??




    Vielen Dank für die Hilfe

  • Du solltest hier im Forum einmal zum Thema Naturalunterhalt nachlesen, damit solltest Du eigentlich schon alles wissen.


    Die für die unterstützte Person übernommene Kranken-/Pflegeversicherung hat im Rahmen Deiner Vorsorgeaufwendungen rein gar nichts zu suchen. Vielmehr erhöht sich insoweit ggf. der nach § 33a EStG abziehbare Höchstbetrag (§ 33a Absatz 1 Sätze 2 und 3 EStG).


    Sofern Du eine Steuersoftware nutzt, kannst Du Dich da bei den Unterhaltsaufwendungen i.d.R. wunderbar durchklicken. Beim WISO steuer:Sparbuch ist es zumindest sehr einfach und auch gut erläutert.


    Insgesamt sind natürlich die weiteren Voraussetzungen des § 33a EStG zu prüfen, insbesondere Bedürftigkeit etc. .

  • Die für die unterstützte Person übernommene Kranken-/Pflegeversicherung hat im Rahmen Deiner Vorsorgeaufwendungen rein gar nichts zu suchen. Vielmehr erhöht sich insoweit ggf. der nach § 33a EStG abziehbare Höchstbetrag (§ 33a Absatz 1 Sätze 2 und 3 EStG).

    Richtig, und ich glaube auch nicht, daß das die Absicht des TE war bzw. er das so gemacht hat. Denn er schreibt ja, daß er das über die Anlage "Unterhalt" erfassen wollte.

    Insgesamt sind natürlich die weiteren Voraussetzungen des § 33a EStG zu prüfen, insbesondere Bedürftigkeit etc. .

    Das ist doch der springende Punkt, wenn er die Eingaben korrekt getätigt hat (wovon ich eigentlich ausgehe).

    Lange Rede kurzer Sinn: Das Finanzamt hat den Unterhalt für meine Lebensgefährtin aus diesem Grund komplett abgelehnt.

    Steht das da wirklich so in diesem Zusammenhang? :/

  • Deshalb hatte ich ja auch, neben der zitierten Gesetzesstelle zu dem Sachverhalt, diesen Nachsatz gewählt:

    Sofern Du eine Steuersoftware nutzt, kannst Du Dich da bei den Unterhaltsaufwendungen i.d.R. wunderbar durchklicken. Beim WISO steuer:Sparbuch ist es zumindest sehr einfach und auch gut erläutert.


    Insgesamt sind natürlich die weiteren Voraussetzungen des § 33a EStG zu prüfen, insbesondere Bedürftigkeit etc. .

    Im Zweifel sollte ein Telefonat mit dem Bearbeiter eigentlich für Aufklärung sorgen, wenn schon die Erläuterungen zum EStB diesbezüglich nicht eindeutig sind. Der TE sagt ja nicht, wie er zu der Mitteilung des FA zur Nichtanerkennung kommt. Da ist ja weder dem Grunde nach etwas zum Ausschluss des § 33a EStG gesagt, noch zu der gesetzesgemäßen Erhöhung des Höchstbetrags der abziehbaren Aufwendungen.

  • Oder anders formuliert: das Überschreiten des Höchstbetrages für die Vorsorgeaufwendungen kann nicht der Grund für die Nichtanerkennung der Unterhaltsleistungen sein.

  • Ich habe die Erläuterungen wirklich x-mal gelesen. Mittlerweile bin ich mir sicher, daß der Absatz im Bild der einzige "Kommentar" dazu war.

    Nö, der hat damit garnichts zu tun. Steht bei mir auch immer drin... ;)

    Ich würde wie von miwe4 vorgeschlagen mal zum Telefonhörer greifen und fragen, warum die Unterhaltszahlungen Kommentarlos unberücksichtigt blieben.

  • Ich habe die Erläuterungen wirklich x-mal gelesen. Mittlerweile bin ich mir sicher, daß der Absatz im Bild der einzige "Kommentar" dazu war.

    Nö, der hat damit garnichts zu tun. Steht bei mir auch immer drin... ;)

    Ich würde wie von miwe4 vorgeschlagen mal zum Telefonhörer greifen und fragen, warum die Unterhaltszahlungen Kommentarlos unberücksichtigt blieben.

    Kann ich nur zustimmen und nochmals zu einem Anruf beim FA raten. Wobei der oben gezeigte Ausschnitt der FA-Erläuterung mit Sicherheit auch nur ein Teil der Erläuterungen ist und eigentlich nur den automatischen maschinellen Text nach der Berechnung des Programms zeigt. Manuell eingegebene Erläuterungen des Bearbeiters lauten definitiv anders.