EÜR 16% Umsatzsteuer

  • Hallo zusammen,


    bin neu hier, benutze EÜR seit Jahren.


    Wie machen wir denn das mit den neuen UST Sätzen ab dem 1.7


    Kommt da ein Update?


    Bei Erlösen gibt es ja noch das alte 16% Konto, aber der Steuersatz 16% ist nicht mehr da.


    Schwieriger scheint mir die Vorsteuer und die Elsteranmeldung zu sein.


    Irgendwelche Info ????

  • Na ja - Buhl muss doch gewusst, dass so etwas kommt und im vorauseilenden Eifer schon eine Lösung parat haben;).

    Alle "stochern zur Zeit im Nebel", weil es bislang eine Absichtserklärung ist und nicht mehr. Es fehlen die Gesetze, die für Änderungen nun einmal notwendig sind.

    Die besten Grüße aus dem tiefen Süden (wo es fast immer schön ist, auch bei Regen)
    nesciens



    WISO Steuersparbuch seit 1994, Windows 7

  • Na ja - Buhl muss doch gewusst, dass so etwas kommt und im vorauseilenden Eifer schon eine Lösung parat haben ;) .

    Alle "stochern zur Zeit im Nebel", weil es bislang eine Absichtserklärung ist und nicht mehr. Es fehlen die Gesetze, die für Änderungen nun einmal notwendig sind.

    Genau. :thumbsup:

  • vorauseilenden Eifer schon eine Lösung parat haben

    dann aber die FAs auch.

    Ich möchte wetten dass Elster dem ganzen einen Strich durch die Rechnung machen wird.

    Für die Gastronomie wurde am 22.04. auch ´beschlossen´ dass zum 01.07. die MwSt. gesenkt wird.

    Mal sehen ob das Schnitzel billiger wird.

  • Bei der Gastronomie liegt der Fall etwas anders - dort wurde ausdrücklich die Senkung als Fördermaßnahme der Gastronomie bezeichnet, also keine Weitergabe an die Gäste. Dein Schnitzel wird nicht billiger.

    Anders jetzt bei der vom Kabinett beschlossenen Senkung: hier soll der Verbraucher entlastet und damit die Konjunktur gefördert werden. Wobei ich in anderen Foren schon gelesen habe, dass einige fordern, die Senkung des USt-Satzes darf nicht zu einer Senkung der Bruttopreise führen! Also genau das Gegenteil, was die Regierung eigentlich will. Ich bin auf das Gesetzgebungsverfahren gespannt - und auf die Ausführungsbestimmungen der Finanzverwaltung.

  • Bei der Gastronomie liegt der Fall etwas anders - dort wurde ausdrücklich die Senkung als Fördermaßnahme der Gastronomie bezeichnet, also keine Weitergabe an die Gäste.

    Also, wenn ich mir die Gastronomie bei mir so anschaue (im kleinstädtischen bis ländlichen Bereich), dann benötigen die mehr Gäste. Und das liegt jetzt sicher nicht an den fehlenden Kapazitäten der Lokale, sondern daran, daß die Gäste trotz Möglichkeiten noch ausbleiben. Da wäre der Anreiz über den Preis sicher eine Möglichkeit, mehr Gäste wieder "anzufüttern". Und es wird doch den Gastronomen sicher nicht verboten sein, diese Senkung an den Kunden weiterzugeben.

  • Da wäre der Anreiz über den Preis sicher eine Möglichkeit, mehr Gäste wieder "anzufüttern". Und es wird doch den Gastronomen sicher nicht verboten sein, diese Senkung an den Kunden weiterzugeben.

    Da gebe ich dir grundsätzlich Recht - nur haben die Gastronomen noch ein zusätzliches Problem: Sie müssen unter Umständen auch ihre Kassensoftware umstellen und dann noch beachten, dass es für ein und denselben Artikel (Getränke) zwei Steuersätze gibt - die Senkung betrifft nämlich nur Speisen. Neue Speisekarten müssen erstellt und gedruckt werden - zusätzliche Kosten zu der Umstellung.

    Gäste bleiben aus - konnte ich in der vergangenen Woche gut beobachten. Aber aus meinen Gesprächen heraus, weil man die Distanzvorschriften als nicht förderlich für einen angenehmen Abend ansieht und dann lieber zuhause isst, wo es diese Vorschriften eben nicht gibt - finde ich schade, denn andere Umgebung kann auch anregend sein. Zum anderen darf man nicht vergessen, dass vielen ganz einfach das Geld fehlt - Kurzarbeit heisst nun einmal bei der Mehrheit der Arbeitnehmer kürzer treten und auf alles verzichten, was nicht unbedingt notwendig ist. Nicht jeder kann über die gleiche Menge Geld verfügen wie vor Corona. Und wenn ich dann hier und in anderen Foren lese, dass sich Unternehmer jetzt überlegen, auch die für die Verbraucher gedachte Erleichterung der Umsatzsteuersenkung um 3 bzw. 2% selber einzusacken, geht mir so langsam "der Gaul durch".

    Die besten Grüße aus dem tiefen Süden (wo es fast immer schön ist, auch bei Regen)
    nesciens



    WISO Steuersparbuch seit 1994, Windows 7

  • Gäste bleiben aus - konnte ich in der vergangenen Woche gut beobachten. Aber aus meinen Gesprächen heraus, weil man die Distanzvorschriften als nicht förderlich für einen angenehmen Abend ansieht und dann lieber zuhause isst, wo es diese Vorschriften eben nicht gibt - finde ich schade, denn andere Umgebung kann auch anregend sein.

    Zumal ich das jetzt als nicht so dramatisch empfunden habe. Hat sich in den Gaststätten, in denen ich war, nur dahin gehend ausgewirkt, daß weniger Plätze vorhanden waren oder ich das "Risiko" eingehen mußten, nicht so eng mit anderen Gästen zusammen zu sitzen... ;)

    Zum anderen darf man nicht vergessen, dass vielen ganz einfach das Geld fehlt - Kurzarbeit heisst nun einmal bei der Mehrheit der Arbeitnehmer kürzer treten und auf alles verzichten, was nicht unbedingt notwendig ist. Nicht jeder kann über die gleiche Menge Geld verfügen wie vor Corona.

    Genau, und da könnte die Weitergabe der Senkung vielleicht greifen.

    Und wenn ich dann hier und in anderen Foren lese, dass sich Unternehmer jetzt überlegen, auch die für die Verbraucher gedachte Erleichterung der Umsatzsteuersenkung um 3 bzw. 2% selber einzusacken, geht mir so langsam "der Gaul durch".

    Wäre ja nicht das erste mal. Ist zwar ein anderer Sachverhalt, aber daß Senkungen auf dem Weltmarkt für Rohstoffpreise nicht beim Verbraucher ankommen, daran haben wir uns schon "gewöhnt". Ist halt freie Marktwirtschaft mit ihren Vor- und Nachteilen.