Ab auf den Drahtesel und los zur Arbeit! Das hilft nicht nur der Gesundheit und der Umwelt, sondern hat auch finanzielle Vorteile. Wir zeigen dir, welche Kosten du in der Steuererklärung ansetzen kannst.

Pendlerpauschale: 30 Cent je Kilometer

Die Fahrten zu deinem täglichen Arbeitsplatz kannst du von der Steuer absetzen. Zauberwort hier: Die Entfernungs- oder auch Pendlerpauschale. Diese beträgt 30 Cent für jeden Entfernungskilometer für die kürzeste Straßenverbindung zwischen deiner Wohnung und deinem Arbeitsplatz. Diese Pauschale kannst du als Werbungskosten in deiner Steuererklärung ansetzen.

Hierbei ist es völlig egal, wie du die Strecke zurücklegst. Ob zu Fuß, mit dem Auto, dem Fahrrad, dem Mofa oder Motorrad, mit Bus oder Bahn – jeder kann sich eine Pauschale bei der Steuererklärung ansetzen. Damit bekommst du als Radfahrer den gleichen Betrag wie ein Autofahrer angerechnet.

Pendlerpauschale mit steuer:Web

Ganz einfach geht der Ansatz in der Steuererklärung mit steuer:Web:

Fahrten zu einem Sammelpunkt

Manche Arbeitnehmer haben gar keine „erste Tätigkeitsstätte“, sondern treffen sich auf Weisung ihres Arbeitgebers dauerhaft an einem gleich bleibenden Treffpunkt, dem so genannten Sammelpunkt. Dort arbeiten sie entweder direkt oder suchen von dort aus unterschiedliche Arbeitsorte auf.

Solche Treffpunkte sind beispielsweise das Fahrzeugdepot bei Personen, die ihr Fahrzeug stets am gleichen Ort übernehmen. Dazu zählen zum Beispiel Berufskraftfahrer, Straßenbahnführer, Taxifahrer, Lokomotivführer und Zugbegleiter.

Wie hoch ist deine Steuererstattung? Einfach und unverbindlich mit WISO steuer:Web ausrechnen!

Aber auch Sammelpunkte, um von dort mit einem Fahrzeug des Arbeitgebers zu den jeweiligen Einsatzstellen weiterzufahren, fallen darunter. Wie zum Beispiel ein Parkplatz oder der Treffpunkt am Firmensitz zur Weiterfahrt zu Baustellen.

Auch für die Fahrradfahrten zu diesen Sammelpunkten bekommst du 30 Cent je Kilometer angerechnet. Doch das war nicht immer so: Bis 2013 war hierfür lediglich die Dienstreisepauschale von 5 Cent je Fahrtkilometer absetzbar.

Wichtig: Triffst du dich mit Kollegen an einem Parkplatz und ihr fahrt dann zusammen zur Arbeit, gilt das nicht. Denn hier handelt es sich nicht um eine dienstliche Anweisung. Du kannst dir dann für die ganze Strecke die normale Entfernungspauschale von 30 Cent je Kilometer ansetzen.

Mit dem Rad auf Dienstreise

Erledigst du Auswärtstermine oder gar Dienstreisen mit deinem Drahtesel? Seit 2014 kann hierfür leider keine Pauschale mehr abgesetzt werden. Bis 2013 waren immerhin noch 5 Cent je Fahrtkilometer absetzbar.

Doch abziehbar sind unverändert die tatsächlichen entstandenen Kosten, z. B. die Anschaffungskosten, verteilt über die Nutzungsdauer, entsprechend dem beruflichen Nutzungsanteil. Aber diese Ermittlung ist doch recht mühsam.

Werden Dienstfahrten mit einem Elektrofahrrad unternommen, ist zu unterscheiden, ob das Gefährt verkehrsrechtlich als Fahrrad (Pedelec) oder als Kraftfahrzeug (S-Pedelec, E-Bike) einzustufen ist. Letzteres sind Elektro-Fahrräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 Kilometer pro Stunde unterstützt. In diesem Fall kannst du die Dienstreisepauschale von 20 Cent je Fahrtkilometer absetzen.

Du kannst auch Verpflegungspauschbeträge für Einsätze ab dem Sammelpunkt geltend machen. Verlässt du morgens das Haus und kommst abends wieder beträgt die Pauschale 12 Euro
pro Tag. Vorgesetzt du warst  mindestens acht Stunden unterwegs.

Schlagwörter , ,
Newsletter abonnieren
0 Kommentare  ↓

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.