Nachträglich Skonto

  • Hallo zusammen,


    wir haben einem Kunden eine Rechnung geschrieben und mit der Ware mitgegeben. Nun hat sich gezeigt, daß etwas nicht ok war und der Kunde etwas Lauferei hatte. Wir haben ihm dann gesagt, er möge bitte 3% von der Rechnung quasi als Skonto abziehen, was er auch tat.


    Beim Ausgleichen des OP ist aber nun keine Skontomöglichkeit, sondern nur der Preisnachlaß möglich. Soweit so gut, der OP kann damit auch ausgeglichen werden, allerdings wird in der Buchhaltung so wie es aussieht, nichts bebucht, d.h., der volle Betrag wird gebucht, der Preisnachlass jedoch nicht.


    Läßt sich das nun irgendwie machen oder muß ich stornieren und eine neue Rechnung schreiben, bei der ich von vornherein 3% Skonto einräume, die dann (hoffentlich) korrekt gebucht wird...?

  • Ich hab jetzt insgesamt den Verdacht, daß die gewährten Skonti gar nirgends gebucht wurden, denn der 8735 ist buchungstechnisch so wie es aussieht jungfräulich....


    Also ist vermutlich irgendeine Verknüpfung nicht gezogen und ich hab dem Finanzamt nun schon 4 Jahre in Folge Geld geschenkt.....

  • Hallo,


    OPs ausgleichen bzw. zuordnen kann man im Programm an ziemlich vielen Stellen, im Zahlungsverkehreingang, in der FiBu und auch manuell. An welcher Stelle möchten Sie den beschriebenen Preisnachlass denn erfassen? In der Tat ist auch ein nachträglicher Preisnachlass nicht komplett identisch mit einem Skonto, das man ja bereits bei der Rechnungsstellung als Möglichkeit einräumt.


    Wichtig ist auch: Gleicht man im Bereich "Zahlungsverkehr > Offene Posten" einen OP aus, wird dadurch keinerlei Buchung erzeugt! Umgekehrt wird ein Schuh draus: Erzeugt man in den Geschäftsvorfällen eine Buchung und ordnet dann den OP zu (über die Hinterlegung der Belegnummer des OPs), wird der OP auch ausgeglichen.


    Vom Grundsatz her kann es auch einen Unterschied machen, ob man Soll- oder Ist-Versteuerer ist. Debitorisch buchen kann man ja auch bei Ist-Versteuerung.


    Deswegen einfach nochmal ein paar Fragen zur Präzisierung:


    Sind Sie Soll- oder Ist-Versteuerer?
    Was wollen Sie abziehen: Ein Skonto oder einen nachträglichen Preisnachlass?
    Wann wollen Sie den Nachlass gewähren, oder anders gefragt: An welcher Stelle im gesamten Verbuchungsprozess gleichen Sie die Offenen Posten aus und gewähren etwaige Nachlässe?


    Die Antworten auf o.g. Fragen tragen vielleicht dazu bei, den Vorgang besser zu verstehen und auch Hilfestellung geben zu können. :)


    Mit freundlichem Gruß


    C. Diel

  • Hallo,


    Ich bin Sollversteuerer, meine Rechnung werden also direkt bei der Rechnungsstellung verbucht.
    Abgezogen werden soll sowohl ein Skonto, das der Kunde ohnehin schon in seinen Konditionen fest drin hat, als auch hin und wieder ein Preisnachlaß, der sich im Nachhinein ergibt....


    Die OPs werden grundsätzlich im Zahlungsverkehr ausgeglichen. Bei den Debitoren sieht man die Skonti nachher einwandfrei in den Auswertungen, bei den Kreditoren nicht, hier sieht es fast so aus, als würden die Zahlungseingänge überhaupt nicht weiter verbucht, sondern nur geschlossen, etwaige gewährte Skonti werden jedenfalls nicht berücksichtigt, erhaltene schon....


    Es ist leider nicht komplett steuerbar, wann Nachlässe gewährt werden. So kann es sein, daß ein Kunde z.B. sofort zahlen möchte anstatt sein Zahlungsziel von 30 Tagen auszuschöpfen, falls man ihm nachträglich noch 2% einräumt, an der Stelle habe ich dann auch keine Lust, die Rechnung zu stornieren und neu zu schreiben, wobei ich sowieso glaube, daß das keinen Effekt hätte beim Buchen und ich so oder so den vollen Betrag verbuche und versteuere....

  • Hallo cdfcool,


    grundsätzlich klappt die Skonto-Berechnung bei Ein- wie Ausgangsrechnungen gleich. Was mir als mögliche Fehlerursache einfällt, wäre ein fehlender Haken bei der Skontofähigkeit des Artikels. Zudem kann man unter "Bearbeiten > Parameter > Sonstige > Umsatzsteuer" prüfen, ob der genutzte Steuerschlüssel, in Ihrem Fall also der Vorsteuerschlüssel, ein Skontokonto eingetragen hat. Prüfen Sie zudem, ob die Buchungen im Bereich der Buchhaltung auch bereits per Buchungslauf ins Archiv überführt wurden.


    Skonti lassen sich bei der Zuweisung des OPs im Zahlungsverkehr einsehen oder auch manuell eintragen. Genauso können Skonti auch noch bei der Buchung im Hauptbuch eingetragen werden. Da man in diesem Fall Preisnachlässe ähnlich behandeln kann, können auch diese z.B. erst in den Geschäftsvorfällen verbucht werden.


    Da es ansonsten nicht ganz einfach ist, den Fehler zu finden, können Sie entweder Screenshots jedes einzelnen Schritts hier posten oder sich einmal an den Support wenden, bspw. telefonisch (für eine Fernwartung) oder schriftlich über https://kundencenter.buhl.de/ mit einer Datensicherung als Dateianhang.


    Mit freundlichem Gruß


    C. Diel

  • Ich hab das mal näher eingekreist. Bei Eingangsrechnungen von Lieferanten wird, wenn bei diesen Skonto hinterlegt ist, bereits der Betrag mit abgezogenem Skonto und dem Skontobetrag auf dem Skontokonto gebucht, also gesplittet.
    Bei einer Ausgangsrechnung an einen Kunden, bei dem Skonto hinterlegt ist, leider nicht. Ich erwarte von einem Programm, das dies können sollte, daß ich hier nicht selbst Hand anlegen muß, denn dann könnte ich meine Buchhaltung auch gleich nachvollziehbarer in Excel erledigen.....

  • Hallo CdfCool,


    ich habe den Eindruck, dass Du das Prozedere von Rechnungserfassung (Ein/Aus) und Zahlungsausgleich (Aus/Ein) unterschiedlich betrachtest und wenn das Programm diesbezueglich Deiner Erwartung entsprechen wuerde, waere dieses schlichtweg falsch:


    Dieses ist die die korrekte Vorgehensweise, unabhaengig von der Software, die Du verwendest.
    Bei Ausgangsrechnungen wird erst der Skonto beruecksichtigt, wenn der Zahlungseingang erfolgt und nicht bereits, wenn die Rechnung erstellt / gedruckt wird.
    zum Druckzeitpunkt weisst Du doch gar nicht, ob der Kunde wirklich mit Skonto bezahlt.
    Erst bei Zahlungseingang wird daher beim Ausgleich des Kunden OP der Skonto beruecksichtigt, sofern der Zahlbetrag geringer ist als der Rechnungsbetrag.


    Entsprechend es giblt auch fuer Eingangsrechnungen
    Bei der Eingangsrechnung wir ebenfalls zunaechst der Rechnungsbetrag ohne Skontoabzug gebucht. Auch hier weisst Du gar nicht, ob mit Skonto bezahlt wird oder nicht.
    Das Programm beruecksicht bei der Erfassung deshalb keinen Skonto, so wie Du schreibst.
    Erst bei der Buchung des Zahlungausgang wird beim Ausgleich des Lieferanten OP der Skonto beruecksichtigt, sofern der Zahlbetrag geringer ist als der Rechnungsbetrag.

  • Hallo Franco,


    das wäre soweit auch korrekt, leider scheint das den Kaufmann aber nicht zu interessieren. Wenn ich eine Rechnung erst bei der Zahlungserfassung um den Skontobetrag reduziere, erscheint das hinterher nirgends, d.h., der Kaufmann bucht den vollen Betragt weg, egal, was ich tue.
    Bei den Eingangsrechnungen helfe ich mir insoweit, daß der Skontobetrag bereits bei der manuellen Erfassung im Buchhaltungsmodul mitgebucht wird, dann ist das wenigstens korrekt, da dies aus dem Einkaufsmodul auch nicht so funktionierte. Gut, ich könnte jetzt die Ausgangsrechnungen auch manuell in der Buchhaltung um die Skontogeschichte "bereichern", aber brauch ich dann überhaupt eine Software? Ich nutze die Software wie vermutlich viele andere Leute auch, um einen Betrieb nach steuerlichen Vorgaben korrekt zu führen, ohne deswegen gleich eine Buchhalterausbildung zu haben, daher erwarte ich gerade in solchen Punkten entsprechende Funktionen, die funktionieren, ohne daß man hier erst im Hintergrund alle möglichen Konten miteinander verknüpfen muß, um bei den Auswertungen entsprechende Dinge zu erhalten.
    Selbst wenn die Skontoabzüge irgendwo im Programm gebucht werden sollten, bekomme ich diese definitiv nicht in der EAR zu sehen....

  • Hallo


    also bei mir ist z.B. das Konto für Gewährte Skonti 19% Ust. das Konto 8736 und für Erhaltene Skonti 19% das Konto 3736. Und da wird beim buchen das Zahlungseinganges bzw. des Zahlungsausganges automatische darauf gebucht, es sei denn das Datum der Zahlung entspricht nicht dem vom Programm ermittelten Skontodatum, das passiert, wenn der z.B. Kunde die Rechnung am Tag bezahlt, der als Skontodatum auf der Rechnung steht, dann muß das Skonto von Hand eingegeben werden.


    Ich buche z.B. bei Ausgangsrechnung 100,00€ 8410 Umsatzerlöse 19% Ust. an 10000 Debitor x, bei Zahlung von 98,00€ buche ich bzw. das Porgramm 98,00€ 10000 Debitor x an 1200 Bank und 2,00€ 10000 Debitor x an 8736 Gewährte Skonti 19% USt. Somit ist dann der OP kpl. ausgeglichen und die Buchungen stimmen auch.

  • Hallo Tommyr,


    genauso sollte das auch sein, aber bei mir tut das Programm eben nix.... und irgendeinen Grund sollte das ja haben.... Es ist irrelevenat, welche Kontonummer das nun ist oder nicht ist, wichtig wäre nur, daß überhaupt was gebucht wird, und genauso wichtig wäre, daß das Programm im Falle einer nicht möglichen Buchung darauf hinweist, daß da was schief läuft, denn irgendwie sollte dem Programm klar sein, daß ich bei gewährten Skonti auch diese Mindereinnahmen nicht versteuern möchte.....


    Und an den Buhl-Support, der ja sicher mitliest, auch noch ein Hinweis: Ich werde sicher keine Verlängerung der Programmlizenz bezahlen, solange ich das Gefühl habe, hier alleingelassen zu werden... Sollte ich also in 4 Wochen, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, eine Rechnung finden, werde ich die Verlängerung (und die Bezahlung) solange auf Eis legen, bis das Programm ordentlich bucht. Ich bin ein Buchhaltungslaie und habe aus genau diesem Grund ein Programm gekauft, das diesen Job erledigt (wie ja auch auf der Verpackung suggeriert wurde).... Wenn es nur darum geht, irgendwelche Rechnungslayouts zu bekommen, und danach irgendwelche Sümmchen zusammenzuzählen, kann das mit den Hausmitteln von MSOffice genauso effizient erledigt werden....


    Schönes WE noch X(

  • Hallo cdfcool


    um dies Sache abzukuerzen:


    Stelle hier ein Scrennshot herein von der Buchungserfassungmaske Deines Zahlungseingangs mit Skonto.
    Im Hauptbuch steht die im mitlleren Fenster im unteren Teil


    Dann sieht man was Du genau erfasst und das endlose Geschreibe hat ein Ende.

  • Das geht leider schlecht, weil wir alle Zahlungen mit Skonto nun soweit verbucht hatten und im Moment vorm Urlaub keine OP´s mehr sind, die das betreffen könnte. Ich erfasse allerdings meine Lieferantenrechnungen im Hauptbuch der Buchhaltung, weil alles andere zu umständlich ist. Die Ausgangsrechnungen werden in die Buchhaltung übergeben und wenn man da dann anschließend im Zahlungsverkehr die OPs ausgleicht, sieht es auf den ersten Blick auch so aus, als wäre es ok, nur wurde da in all den Jahren nie dieses Konto bebucht, wie ich nun festgestellt habe....


    Sch...

  • Hallo cdfcool


    das was Du nun schreibst, laesst mich noch mehr an der von Dir vorgenommen Bedienung des Programm zweifeln.
    Ich gehe davon aus, dass bisher einfach der OP markiert wurde und dann wurde Taste "Ausgleichen'" gedrueckt und das genau ist falsch.
    OPs muss man unter Zahhlungsverkehreingang den Zahlbetraegen zuordnen dann funktioniert auch der Rest


    Und wenn in all den Jahre dieses nicht einmal geprueft wurde, ob auch die Buchungen erstellt werden, dann ist das schon sehr merkwuerdig. Wenigsten ist es gut, dass jetzt jemand (das bist Du) mit dem Programm arbeitet, der zwar auch Laie ist, aber doch weiss was er tut.
    Damit wir uns richtig verstehen, das Denken kann das Programm dem (bisherigen) Anwender nicht abnehmen.


    Nicht die Zuordnung des Zahlungseingang im Zahlungsverkehr ist wichtig, sondern dass dieser Datensatz auch in die Buchhhaltung > Geschaeftsvorfaelle > Register Hauptbuch uebernommen wird.
    Dann siehst Du den Buchungssatz in der Maske Buchungserfassung (auch mit Skontokonto, Skonto % etc) und dann erfolgt der Buchungslauf.


    Dieses richtige Vorgehen ist jedoch hier bereits beschrieben worden.


    Wenn wieder Datensaetze vorliegen bitte auch einen Screenshot ueber das von Dir beschriebene Vorgehen im Zahlungsverkehr zu diesem Punkt "anschließend im Zahlungsverkehr die OPs ausgleicht"

  • Und genau das ist der springende Punkt..... In die Buchhaltung werden keinerlei Skonti übernommen, d.h., es wird lediglich der komplette Betrag übernommen. Man kann dann zwar im Zahlungseingang den geminderten Betrag buchen (nachdem man den Button mit dem Skonto berechnen gedrückt hat), das hat aber keinen Effekt auf die Buchungen.


    Denken tu ich gerne, aber nur soweit dies mit normaler Logik zu tun hat. Wenn ich ein Programm einrichten muß, um korrekt damit arbeiten zu können und hier dann zum einen schon fast ein BWL-Studium für die Zusammenhänge brauche und obendrein noch die Programmiererlogik nachvollziehen können muß, dann frage ich mich, wozu überhaupt so eine Software kaufen, wenn ich ohnehin das Handwerkszeug habe, um es selbst zu programmieren. Als "Laie" möchte ich Rechnungen schreiben und ausdrucken, buchen mit Überwachung, ob alles plausibel ist, was ich tue und hinterher auf Knopfdruck die Auswertungen fürs Finanzamt haben, damit ich meine Steuern bezahlen kann oder auch nicht :-)

  • Sodele, ich hab jetzt mal die Daten gesichert, um ein wenig spielen zu können....


    Ich hab nun eine Zahlung mal direkt im Hauptbuch angestoßen und für diese Skonto eingerichtet...
    [Blockierte Grafik: http://www.reifenfuehrer.de/zahlmaske1.bmp]


    Ein Klick auf ok und die Zahlung sollte ordentlich verbucht sein......


    so sieht es danach aus.....


    [Blockierte Grafik: http://www.reifenfuehrer.de/buchungop.bmp]


    Also kein Skonto irgendwo gebucht......


    ???? Und nun? Hätte ich vor dem Ausgleich noch im Hauptbuch erstmal M A N U E L L Skonto in die Buchung reinflicken müssen? Wenn ja, dann verkneife ich mir jetzt mal ein paar Gedanken, die mir dann kommen.....