Steuererklärung berechnete Erstattung nicht nachvollziehbar

  • Moin,

    ich mache gerade zum ersten mal meine Steuererklärung und das gleich für 2015 – 2016 – 2017.

    Eigentlich habe ich nur zum absetzten den Arbeitsweg(Auto) und die kosten für die Software eingetragen. Den Rest hat Buhl vom Finanzamt übermittelt bekommen.


    2015 und 2017 war ich durchgängig beim selben Arbeitgeber Tätig, 2016 gab es einen Wechsel mit ca 5,5 Monaten Arbeitslosigkeit davon 2,5 Monate ALG1.


    Jetzt sagt mir aber WISO Web das ich für 2016 die höchste Rückerstattung bekommen soll, trotz niedrigsten Einkommen.


    Da ich 2017 täglich ca 100km zurückgelegt habe, hätte ich gedacht das für 2017, die höchste Rückerstattung kommt.


    Mich beschleicht das Gefühl das ich da irgend etwas vermasselt habe, kann das jemand anhand der Fotos meine bestätigen und vielleicht Einschätzen was?


    Lg Uwe

  • Mich beschleicht dasGefühl das ich da irgend etwas vermasselt habe, kann das jemandanhand der Fotos meine bestätigen und vielleicht Einschätzen was?

    Nö, sieht für mich alles o.k. aus. Aber das ALG1 hast Du auch erfasst, oder?

  • Genau ALG1 ist vom Finanzamt übermittelt worden und auch Korrekt eingetragen.

    Mich wundert nur, das mir das Programm so hohe Werbungskosten errechnet und bei der Rückerstattung, davon nichts ankommt.

    Ich meine klar das man nicht mehr Steuern zurückbekommen kann, als man einzahlt, aber dann steht 2015 und 2017, nicht im Verhältnis zu 2016

  • Mich wundert nur, das mir das Programm so hohe Werbungskosten errechnet und bei der Rückerstattung, davon nichts ankommt.

    Weil Du mehr verdient hast und damit vermutlich auch Dein Steuersatz gestiegen ist. Schau mal in der ausführlichen Berechnung nach.

  • Erst einmal danke für die Hilfe und die Erläuterungen.

    Ja der Steuersatz ist gestiegen.

    Ich werde heute Abend, noch einmal die Steuererklärung durchgehen bzw. neu ausfüllen.

    Mir fehlt halt komplett das Verständnis für die ganze Geschichte.

    Lg Uwe

  • 2016 liegt an der Progression beim Lohnsteuerabzug. Die Monatstabelle geht ja davon aus, dass Du grundsätzlich alle zwölf Monate gleich verdienst. Da dieses nicht der Fall war, wird dies im Rahmen der Steuerfestsetzung und -abrechnung bei der ESt-Veranlagung dann ausgeglichen. Denn die ESt ist ja nun einmal eine Jahressteuer und die Lohnsteuer stellt nur eine Erhebungsform der Einkommensteuer dar. Da gibt es bei der ESt dann eben nur die Grundtabelle/Splittingtabelle (je nach Veranlagungsart) als Jahrestabellen.

  • Ja der Steuersatzist gestiegen.

    Ich werde heuteAbend, noch einmal die Steuererklärung durchgehen bzw. neuausfüllen.

    Mir fehlt haltkomplett das Verständnis für die ganze Geschichte.

    Ist doch im Prinzip ganz einfach: je höher das zu versteuernde Einkommen, desto höher ist der Steuersatz (bis zum Spitzensteuersatz). Nennt sich Progression. Und das wird in Deinem Fall nicht durch die erhöhten WK ausgeglichen.

    Ich denke, die Rechnerei kannst Du Dir sparen, vorausgesetzt Du hast alle Zahlen korrekt erfasst.

  • Du bist dir sicher, dass du diese Zahlen als Lohnersatzleistung auch eingetragen hast?

    Bei der festgesetzten ESt für 2016 (Grundtabelle) und dem dort stehenden z.v.E. muss rechnerisch ein Progressionsvorbehalt einbezogen worden sein.

  • Genau ALG1 ist vom Finanzamt übermittelt worden und auch Korrekt eingetragen.

    Kann man aber aus den Berechnungen nicht ersehen! Da müsste noch etwas von Ermittlung des Progressionssteuersatzes stehen.

    Du bist dir sicher, dass du diese Zahlen als Lohnersatzleistung auch eingetragen hast?

    Art, Zeit und Betrag sind korrekt eingetragen. Mir kommt es auch komisch vor.

    Der Punkt wieso ich so misstrauisch bin, ist der das meine Lebensgefährtin für 2017, +/- das selbe Gehalt +/- den selben Arbeitsweg hat, aber einen weitaus höheren Betrag zurückerstattet bekommen hat.

    Sie hat ihre Steuererklärung allerdings auch vom Lohnsteuerhilfeverein machen lassen.

  • Der Punkt wieso ich so misstrauisch bin, ist der das meine Lebensgefährtin für 2017, +/- das selbe Gehalt +/- den selben Arbeitsweg hat, aber einen weitaus höheren Betrag zurückerstattet bekommen hat.

    Man kann nicht einfach Fall X mit Fall Y vergleichen. Das kannst Du komplett vergessen. Das kann allenfalls ein Steuerprofi im groben Überblick.


    Du musst überprüfen, ob Du alles richtig beantragt hast und ob das von Dir beantragte dann auch im Steuerbescheid berücksichtigt worden ist bzw. in der Erläuterung auf Gründe einer Nichtanerkennung hingewiesen wird. Dein Programm hat auch eine detaillierte Steuerberechnung nebst umfangreicher Erläuterungen!

  • Ich bin alles noch einmal durchgegangen, kommt immer das selbe bei raus. Muss also stimmen.


    Eine final frage habe ich jetzt aber noch.

    Zum Schluss habe ich alle Daten Elektronisch übermittelt, mal ganz davon abgesehen das die Masken zum versenden bei 15,16,17 immer anders aussahen, verwundert mich die aussage von 2015 ob ich schon alles ausgedruckt und unterschrieben abgeschickt hätte.


    Muss ich jetzt noch etwas ausdrucken und unterschreiben? Oder reicht die Elektronische Übermittlung? Wurde jetzt nur 2016 per Elster verschickt? So richtig übersichtlich ist Steuer Web nicht gestaltet. Hier einmal die Schlusssätze.


    2015

    Ihre Steuererklärung wurde am 08.04.2018 elektronisch an das Finanzamt übertragen.

    Haben Sie Ihre Steuererklärung bereits ausgedruckt, unterschrieben und an das Finanzamt verschickt? Nur der unterschriebene Ausdruck zählt!


    2016

    Ihre Steuererklärung wurde am 08.04.2018 um 19:05 Uhr mit ELSTER erfolgreich versendet.


    2017

    Ihre Steuererklärung wurde am 08.04.2018 elektronisch an das Finanzamt übertragen.


    Danke für eure Hilfe und ein schönes Restwochenende!