21. November 2021

Erfolgreich online shoppen

Black Friday, Cyber Monday, Amazon Prime Days: In den Wochen vor Weihnachten versprechen Online-Händler reihenweise Schnäppchen. Doch nicht jeder Rabatt ist so hoch wie er aussieht. Zudem lassen Fake-Shops, gefälschte Bewertungen und getarnte Anbieter aus Fernost so manches scheinbare Superangebot zur Enttäuschung werden.

Mit diesen Tipps sind Käufer auf der sicheren Seite:

Fake-Shops: Auf dem Marketplace von Amazon bieten dubiose Händler Produkte zu Traumpreisen an. Oft sind es Fake-Angebote: Käufer sollten per Vorkasse zahlen, doch die Ware haben sie nie erhalten. Käufe per Vorkasse sind riskant. Wird nur diese angeboten, ist das kein gutes Zeichen. Sicherer ist die Zahlung per Rechnung oder Lastschrift.

Vorsicht mit Rabatten: Viele Supersparpreise beruhen auf dem Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller (UVP). Diese Mondpreise kassiert aber kaum ein Händler. Stichproben zeigen: Durchschnittlich lagen Preisreduzierungen an Rabatttagen statt bei angepriesenen 50 Prozent oder mehr in Wirklichkeit oft unter 20 Prozent. Beim Preisvergleich nutzt man am besten mindestens zwei Preissuchmaschinen.

Zeitdruck meist erfunden: Ablaufende Balken, die angeblich die abnehmenden Lagerbestände anzeigen, sind ein beliebter Marketing-Trick. Meist lässt sich nicht erkennen, wie viele Artikel hinter dem Balken stecken. Auch runterzählende Uhren sollen Druck erzeugen. Reicht die Zeit für eine Überprüfung des Deals nicht, kann man in Ausnahmefällen auch mal auf Verdacht kaufen. Findet sich das Produkt dann woanders günstiger, lässt sich der Kauf mitunter kostenlos stornieren. Am besten vorher schauen, ob das möglich ist.

Widerrufsrecht nutzen: Falls die Stornierung nicht klappt und das Produkt doch nicht so günstig war wie gedacht, bleibt der Widerruf. Dieser ist bei einem Onlinekauf meist bis zu 14 Tage nach Lieferung des Produkts möglich. Allerdings können Rücksendekosten anfallen.

Klimabilanz: Sammelbestellungen sind schonender als Einzelkäufe. Expressbestellungen bedeuten zusätzliche Transportwege – daher besser auf die Standardlieferung setzen. Die Sendung sollte gleich beim ersten Anlauf ankommen, denn fehlgeschlagene Zustellungen bedeuten genau wie Rücksendungen zusätzliche Wege und CO2-Belastung.

Vivien Arwers ist seit vier Jahren Pressesprecherin und Referentin für Kommunikation bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Die Verbraucherzentrale beschäftigt sich intensiv mit nachhaltigem Konsum und bietet dazu viele Tipps und Informationen für Verbraucher – von klimagesunder Ernährung über energetische Sanierung bis hin zur nachhaltigen Geldanlage.
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