14. Juli 2016

verbraucherblick 07/16 ist da!

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Sie ist ein Dauerbrenner – politisch sowie im Alltag: die Rente. Erst vor wenigen Tagen hat die SPD gefordert, dass Rentenniveau von derzeit 47,7 wieder auf 50 Prozent anzuheben. Diese Stellschraube dreht am Verhältnis zwischen sogenannter Standardrente und dem Nettoeinkommen eines aktuell werktätigen Arbeitnehmers vorm Steuerabzug. Verdiente zum Beispiel ein Arbeiter durchschnittlich 2000 Euro netto, soll er statt bisher 954 wieder 1000 Euro Rente bekommen. Im Getriebe des Versorgungsapparates der Senioren ist das aber nur eines von vielen Rädchen. Zudem eines, auf das Verbraucher nur geringen Einfluss haben. Wer darauf wartet, bis Politiker die große Stellschraube drehen und ehrlich beantworten, ob wir eines echtes Solidarprinzip brauchen, in dem wir Freiberufler aufnehmen und Extratöpfe für Berufsstände wie Beamte, Ärztinnen, Soldaten und Apothekerinnen beenden, verliert nur Zeit für die eigene Vorsorge. Die Antwort fällt für Sozialwissenschaftler wie unseren Interviewpartner Christoph Butterwegge eindeutig aus.

Seine Rentenlücke kann jeder ausrechnen. Aber Vorsicht: Verfallen Sie anschließend weder in Hysterie noch in Ignoranz. Für die meisten Normalverdiener ist der rote Lückenbalken der Rentenrechner um ein Vielfaches höher als der für den gesetzlich garantierten Alterslohn. Dem Sand im Rentengetriebe begegnen Sie am besten mit Gelassenheit und anschließendem Handeln. Denn verschweigen lässt sich Altersarmut nicht. Sie ist bereits Realität. Einige Ursachen greifen wir im Beitrag „Arme Senioren – Wenn das Geld nicht reicht“ auf, in dem wir unter anderem den Fragen nachgehen, bis wann und für wen sich eine private Rentenvorsorge lohnt. Das Angebot dafür ist kaum zu überblicken. Neben den sogenannten kostengünstigen Exchange Traded Funds (ETFs) und vermögenswirksamen Leistungen gibt es noch Betriebsrenten, Bausparverträge, Banksparpläne, Riester, Rürup, aber auch Tagesgeld, Aktien und klassische Fonds. Was davon – auch mit kleinen Beiträgen – für Sie geeignet ist, erfahren Sie im Artikel „Woher nehmen, wenn nicht stehlen? – Private Altersvorsorge für Nicht-Reiche“ heraus. Wer bei seinen Vorsorgeunterlagen den Überblick behalten und auch andere Belege sortieren will, dem hilft der Beitrag übers Lichten des Dokumentenchaos. Denn „Wer ordnet, der findet“ – vielleicht sogar den Rentenbescheid.

Ihr Andreas Einbock

Redakteur verbraucherblick

verbraucherblick 07/16

 

Alle Themen der Ausgabe 07/16 im Überblick:

Schwerpunkt

  • Arme Senioren. Wenn das Geld nicht reicht
  • Da geht noch was. Private Altersvorsorge für Nicht-Reiche
  • Eine für alle. Vorteile einer starken gesetzlichen Rente
  • Das haben Sie sich verdient. Diese Rentenarten gibt es

Erfolgreich im Alltag

  • Wer ordnet, der findet. Überblick im Dokumentenwust
  • Alltag ohne Plastik. Gelingt eine Woche mit Verpackungsverbot?

Besser leben

  • Prost! Mahlzeit! Apps rund ums Trinken und Essen
  • Extraschwung. Das richtige Elektrorad finden inkl. Checkliste
  • Sieht ja lecker aus. Essen gut abgelichtet
  • Frisch aufgetischt. So lagern Sie Lebensmittel richtig
  • Früchtemüsli: teuer oder billig? Beliebtes Frühstück

Technik im Griff

  • Auf bestem Weg. Routenplaner fürs Fahrrad
  • APPgehängt. Schummel-Software legt Smartphones lahm

Ihr gutes Recht

  • Souvenirs, Souvenirs. Wenn Andenken Ärger mitbringen
  • Batterien: teuer oder billig? Damit der Saft nicht ausgeht

 


verbraucberblick 07/16