WICHTIG: Steuerhinterziehung durch MB bei Verwendung von PayPal

  • Wichtiger Hinweis für alle MB Nutzer mit PayPal Anbindung!


    Jeder, der die neue PayPal-Schnittstelle in Verbindung mit dem Zuordnungsassistenten nutzt, ist ein potentieller Steuerhinterzieher, weil Buhl bei der Programmierung offenbar unfähige Freizeitprogrammierer einstellt.


    Was ist passiert?


    Vor der Umstellung auf die neue Schnittstelle hat MB wie folgt gebucht:

    Rechnungsbetrag = 25,83 €




    Nach der Schnittstellenumstellung bucht MB nun diesen Murks:

    Rechnungsbetrag = 17,89 €





    Mit anderen Worten, MB zieht jetzt vom Rechnungsbetrag die Bankgebühr ab und bucht die Bankgebühr anschließend steuerfrei an Debitor. Somit ist die Rechnung zwar erstmal scheinbar vollständig bezahlt, in der Realität wird durch diesen Pfusch aber zu wenig Umsatzsteuer entrichtet. Und das Schlimme daran: ein EÜR-Rechner würde das auch gar nicht bemerken und bei einer Steuerprüfung dumm aus der Wäsche gucken. Bei 500 Buchungen monatlich mit durchschnittlich 2,00 € Bankgebühren untrerschlägt man so knapp 2000,00 € Steuern im Jahr !


    Gern hätte ich Buhl mal so richtig meine Meinung gegeigt, aber die Hotline ist wieder mal dauerbesetzt.

    Aber ich kriege die Burschen schon noch ran, mein Geduldsfaden ist kurz vorm zerreißen.


    Übrigen: Da Buhl hier ja auch mitliest und unsere Accounts z.T. auch Kunden zuordnen kann: Ich freue mich auch gerne über einen Rückruf eines kompetenten Mitarbeiters!

    LG Heiko



    Meine Oma hat's schon gewußt: "Wenn der Mensch verrückt wird, immer zuerst im Kopf."

    Einmal editiert, zuletzt von Heiko66 ()

  • OMG ! Ist Fatal!


    Mein Beileid....


    Hab ich richtig verstanden, dass die PP-Gebühr wird von Rechnungsumme Brutto abgezogen und zahlt dadurch weniger Umsatzsteuer?


    Beispiel:


    Rechnung 1190€ Brutto (wo 1000€ Erlöse und 190€ Mwst. ist)


    Zahlung über PP 1190€, davon 17€ Bankgebühren.


    Buhl Bucht:


    983€ Erlöse (1000€-17€)


    17€ Bankgebühren


    Mwst wird folgendes gebaucht: 1190-17 = 1173 und Packt von 1173€ Mwst nur = 187,29€ (Statt 190€) = Differenz 2,71€


    ?



    Ist das nur bei API-PayPal-Schnittstelle ?

  • Rechnungsbetrag = 25,53 €

    sollte diese nicht 25,83€ sein ? Hast Druckfehler gemacht ?


    Also du hast 25,83 über PP Erhalten = Rechnung Summe? richtig?

    Stimmt, war ein Tippfehler. Hab ich gleich korrigiert.

    Anfang Dezember habe ich über die alte Schnittstelle ja auch den Rechnungsbetrag 25,83 € als Guthaben erhalten und die PayPal-Gebühr von -0,99 € war ein separater Posten. Mit der neuen Schnittstelle wird nur noch ein Posten gebucht (Rechnungsbetrag abzüglich PayPal-Gebühr).


    Du vermutest richtig, die Bankgebühren werden vom Bruttobetrag abgezogen und mithin zu wenig Ust entrichtet. Das passiert aber nur, wenn man die Zahlungseingänge im PayPal-Konto über den Zuordnungsassistenten bucht und dessen Vorschlag "Rechnung mit Bankgebühr" annimmt - was sicher die meisten Anwender tur werden. Abhilfe schafft nur das Verwerfen dieses dämlichen Vorschlags und die manuelle Splittbuchung. Das dieser sinnloser Zeitaufwand durch technisch kompetentes Personal in der Programmierabteilung von Buhl hätte vermieden werden können, muß man nicht erwähnen. Aber was steuerliche Dinge anbelangt, wird - wie die Forenbeiträge deutlich zeigen - das Ganze eh immer stümperhafter.

    <X

    LG Heiko



    Meine Oma hat's schon gewußt: "Wenn der Mensch verrückt wird, immer zuerst im Kopf."

  • Wichtig:


    Ach so... beim manuellen Zuweisen der PayPal-Zahlung immer zuerst die PayPal-Gebühr als Ausgane "Nebenkosten Geldverkehr" buchen und danach die Rechnung, sonst macht MB wieder ein Buchungskauderwelsch, weil der Zahlungseingangsbetrag mit abgezogener Bankgebühr ja geringer als der Rechnungsbetrag ist.

    LG Heiko



    Meine Oma hat's schon gewußt: "Wenn der Mensch verrückt wird, immer zuerst im Kopf."

  • Zum Glück bin ich noch nicht dazu gekommen das umzustellen.....


    Mach doch so um Zeit zu sparen und jedes Mal nicht den Splitter zu machen:


    Stelle Bankgebühren auf 19% Steuersatz um. Damit er dann zumindest richtig bucht. Steuerlich wird das hinterher Passen.


    Nur beim Bank-Gebühren buchen von normalen Bank muss du dann aufpassen und wieder auf 0% umstellen....

  • Wenn ich jetzt jeder PP-Zahlung Splittbuchung machen müsste würde ich durchdrehen :dash: :dash: :dash:

    Jap, ich brauche jetzt ca. 45 Sekunden für eine Buchung, statt eines simplen Mausklicks.
    Der Tipp mit den 19% für die Bankgebühren mag für jemanden klappen, der eine EÜR macht, oder die UStVA in MB selbst abgibt. Da ich aber meine Buchführung per Datev ans Steuerbüro übermittle, gäbe es spätestens dort wieder offene Rechnungen und einen ordentlichen (gebührenpflichtigen) Mehraufwand.


    Mich wundert nur, dass das vorher noch niemandem aufgefallen ist. Ich nutze ja die neue API-Schnittstelle erst seit Ende Dezember, da waren einige doch schon eher umgestiegen.

    LG Heiko



    Meine Oma hat's schon gewußt: "Wenn der Mensch verrückt wird, immer zuerst im Kopf."

  • Eigentlich kann Buhl froh sein, dass die Telefonleitungen heute dauern besetzt waren. Ich war auf 180 und wäre sicherlich nicht freundlichen am Telefon gewesen. ;)

    LG Heiko



    Meine Oma hat's schon gewußt: "Wenn der Mensch verrückt wird, immer zuerst im Kopf."

  • Natürlich sind die Bankgebühren nicht steuerpflichtig. Nur der Zuordnungsassistent reduziert den steuerpflichtigen Bruttobetrag der Ausgangsrechnung um eben diese steuerfreie Bankgebühr und damit wird dem Finanzamt zuwenig Umsatzsteuer gemeldet.


    Oder anders ausgedrückt: MB bucht die Bankgebühr wie Skonto-

    LG Heiko



    Meine Oma hat's schon gewußt: "Wenn der Mensch verrückt wird, immer zuerst im Kopf."

  • Danke für den Post und Warnung, hast vielen damit geholfen! Und mir ganz ganz viel Kopfschmerzen gespart, da ich wollte es auch umstellen und Woche zu Woche einfach vergessen....jetzt bestimmt nicht.


    Probiere durch Support eine Einrichtung alte Schnittstelle, hab irgendwo gelesen hier (eine PP Thema) das dies bei jemanden gemacht wurde.

  • Natürlich sind die Bankgebühren nicht steuerpflichtig.

    Mal 'ne blöde Frage:


    Bankgebühren einer in Deutschland ansässigen Bank sind (natürlich) nicht umsatzsteuerpflichtig. Doch PP ist ja ein luxemburgisches Unternehmen. Sind das dann im deutschen Sinne formal auch "Bankgebühren"? Oder sind das dann "Sonstige Leistungen eines in einem anderen EG-Land ansässigen Unternehmen VSt/USt"?

    Meine Welt: EÜR, IST-Versteuerer, MB, Variante 3, SKR03 // Windows 11 Pro
    HINWEIS: Die von mir hier verfassten Beiträge äußern lediglich die persönliche Meinung des Verfassers und sind in keiner Weise qualifizierte, individuelle Beratung.

  • Ich habe auch darauf gedrungen, dass offiziell hier im Forum auf den Fehler hingewiesen wird. Ob das passiert, weiß ich nicht. Wie hast Du die Dezember Buchungen korrigiert. Mit manueller Buchung oder jede einzelnd neu aufgedruselt und korrigierte Umst. Voranmeldung?

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    mein letzter Kenntnisstand: Der Sachverhalt ist in Prüfung, und es ist ein Update geplant zur Verbuchung von Paypal-Gebühren, Versionsnummer 21.4.1.1 oder höher. Das Update liegt aber auch mir noch nicht vor, ich kann daher noch nicht sagen, auf welche Bereiche genau sich die Änderungen beziehen bzw. was genau geändert wird.


    Mit freundlichem Gruß


    Christoph Diel