B r a n d b r i e f zu Auswertungen in Wiso Geld 2010

  • Ich verwende seit ca. einem Jahr Wiso Geld 2010, vorher Money. Das Programm hat herausragende Features, jedoch mangelt es häufig an einfachen Dingen. Es fehlt das "Zurück" UND "Rückgängig". Auch ist es nervig, dass Buchungen nochmal extra mit o.k. bestätigt werden müssen und nicht sofort in die Datenbank geschrieben werden. Aber wirklich schlimm sind die Auswertungen. Dies sind in Wiso undurchdacht, schwer nachzuvollziehen und Wichtige Möglichkeiten zur Auswertung fehlen.


    Ziel: Monatsvergleich Einnahmen und Ausgaben nach Kategorien. Aber: Kategorien in Zeilen, Montate (Wochen Q, Jahre) in Spalten. Am Ende der Zeile eine Summe und auch am Ende einer Spalte. Es geht nicht.


    Setzt man den Bericht Ausgaben nach Kategorien im Monatsvergleich zurück, erscheint ein völlig unbrauchbares Balkendiagramm. Dann wählt man die Tabellenform und erhält wieder eine unbrauchbare Darstellung in der in der ersten Spalte die Monate zum Ausklappen auftauchen. Wozu denn das? Dann klappt man den Monat auf, die Spalten sind über die ganze Breite verteilt und man muss seinen Kopf weit nach rechts drehen um die Summe zu sehen, da Wiso die Spalten unmotiviert verteilt, eine Anpassung kaum möglich ist und letzte Spalte trotzdem immer rechts bleibt. Nun würde ich aber gerne die Monate miteinander vergleichen um Tendenzen zu sehen. !? Ich wähle Gruppieren nach Standardkategorien und erhalte statt einer Spalte je Monat, in einer Spalte die Summe beider Monate. Wieder nichts.


    Also Auswertung Cash Flow. Sieht vielversprechend aus, aber: Keine Summe. Nicht in der Spalte, nicht in der Zeile. Gerne hätte ich die Ausgabe und Einnahmen strukturiert untereinander, vielleicht sogar mit Zwischensumme. Nichts. Buhl hat Money übernommen. Wo sind die guten Ideen daraus geblieben?


    Es gibt im Forum eine Menge Ex-Money User. Die wissen wovon ich rede. Money ist aus dem Jahr 1999 (!), in Bezug auf die Auswertungen muss sich Wiso dringend eine Scheibe abschneiden.


    Ich halte die Auswertungen von Wiso für ein Zumutung. Ich wünschte, mich könnte jemand vom Gegenteil überzeugen und es stellt sich heraus, ich stelle mich nur zu dumm an.


    Liebe Leute von WISO. Warum diese Qual?


    Grüße Dirk

  • Warum diese Qual?


    :)
    Warte noch eine Nacht, dann ist Pfingsten, und der heilige *Geist* kömmt in Form von Feuerzungen auch auf dich hernieder und wird dir die Erleuchtung bringen, wie man mit dem Programm und seinen Auswertungen richtig umgeht :thumbsup:


    Aber mal im Ernst, Wiso MG ist mittlerweile eines der besten Finanz- und Vermögensverwaltungsprogramme auf dem Markt. Du kannst dir praktisch jede erdenkliche Auswertung zurechtbauen, wenn du mit den Grundeinstellungen nicht zufrieden bist. Dazu musst du nur ein wenig nachdenken und kannst die programmeigenen Mittel verwenden.


    MfG Günter

  • Hallo Günter,


    na dann mal los. :-) Du bist scheinbar der Spezialist - wie geht die Tabelle? Ich persönlich muss ein Programm aber nicht erst über den Klee loben, bevor ich Kritik äußere. Du bleibst Allgemein, ich aber habe eine spezielle Problemstellung, die mit Promotion leider nicht zu lösen ist. Und mit dem Programm scheinbar auch nicht.


    Schöne Grüße
    Dirk

  • Ziel: Monatsvergleich Einnahmen und Ausgaben nach Kategorien. Aber: Kategorien in Zeilen, Montate (Wochen Q, Jahre) in Spalten. Am Ende der Zeile eine Summe und auch am Ende einer Spalte. Es geht nicht.


    ?(
    Exportiere den CashFlow nach Excel, Zellen formatieren für Währung, Spaltensummen und Zeilensummen hinzufügen, das war es.
    Zeitaufwand 2 Minuten
    ?(


    MfG Günter

  • Du bist Dir aber darüber im klaren, dass dieser Lösungsweg die Anwesenheit von EXCEL voraussetzt? D.h. zusätzliche Kosten für Excel. Hast Du das auch mit OpenOffice probiert? Geht das genau so?
    Der Frager wollte dieses aber, so glaube ich, ohne weitere Programme in MG selbst gelöst haben.


    Falk

  • Hallo Falk,


    das ist genau der Punkt - ich möchte das im Programm lösen. Ich finde Wiso gut, zahle auch gerne dafür, dass es "auf dem Laufenden" bleibt, aber die Auswertungen sind - ohne Hilfsmittel - nicht besonders brauchbar. Das ist DAS Manko des Programms. Und auch wenn es ggf. nervt, in Money (von 1999) war das alles "on board". Für ein Aboprogramm sind die Möglichkeiten sehr beschränkt und auch neu hinzugekommene Auswertungen (es war ja nur eine!) - wie vor kurzen im Zuge eines Updates - sind kein HighLigt, weil aus den Werkzeugen (Voreinstellungen) einfach nicht mehr herauszuholen ist. Und Excel ist starr, ich möchte "on the fly" auch den betrachteten Zeitraum verändern. Sorry, aber wer Excel verwendet hat ja eigentlich schon "aufgegeben" - oder? Ich kann mit nicht vorstellen, dass Buhl selbst gut findet, was Sie anbieten. Ich habe meinen Anspruch schon mal im Support-Forum geäußert, Antwort war in etwa, dass sie nicht alle Features von Money nachbilden können. Die Auswertung von der ich spreche ist DIE Standardauswertung, wenn man irgendwelche Tendenzen feststellen möchte. Geht diese Auswertung, geht alles andere auch.


    Schöne Grüße
    Dirk

  • Ich verstehe deine Argumentation bzg. der Möglichkeiten des Programms. Und auch, wenn Money diese Art der Auswertung konnte, so konnte es eben nicht HBCI-Chipkartenbanking. Und einiges anderes auch nicht. Auch die Möglichkeiten (zeitliche Resourcen) der Programmierer müssen vorhanden sein. Und Das EXCEL starr ist, kann ich nicht behaupten. Bei meinem Arbeitgeber werden Auswertung aus SAP (bei einem Materialdatenbestand von über 100.000 Artikeln und zigtausende Kundendaten) über Zwischenschritte auch mit EXCEL ausgewertet und gepflegt (mach ich übrigens auch selber). Das ist an sich kein Problem, wobei natürlich EXCEL-Kenntnisse vorhanden sein müssen. Und ich würde nicht behaupten, dass die Verwendung von EXCEL als Aufgabe bei SAP anzusehen ist. Eine Datenbank ist eben keine Tabellenkalkulation.


    Falk

  • Ziel: Monatsvergleich Einnahmen und Ausgaben nach Kategorien. Aber: Kategorien in Zeilen, Montate (Wochen Q, Jahre) in Spalten. Am Ende der Zeile eine Summe und auch am Ende einer Spalte. Es geht nicht.

    Hallo,
    also der Cashflow läßt Monate, Quartale u. Jahre in den Spalten zu. In den Zeilen hast Lebensbereiche und auf Kategorien runterbrechen. Eine Spaltensumme ist im Standard noch nicht möglich. Ein workaround wäre allerdings in der Kategorieverwaltung eine weitere "Haupt-Ebene" z.B. "Meine Lebensbereiche" einzubauen. Im Cashflow würde dann hierzu eine Summe gebildet. Ob Du damit zurecht kommt mußt du selbst entscheiden. Eine horizontale Summe über alle Monate/Quartale/Jahre ist nicht möglich. Sortieren kanst Du nach allen Spalten, egal ob nach Lebensbereichen oder den Zahlenspalten. Du kannst auch jede Standardauswertung, individuell verändert, in einem eigenen Bereich "Meine Auswertungen" sichern. Ich hab mal einige Screenshots eingefügt.


    Es gibt natürlich immer etwas zu verbessern. Warte auf spätere Versionen. Es hat sich doch immer von Version zu Version viel positives verändert.


    Gruß
    Norbert

  • Du kannst auch jede Standardauswertung, individuell verändert, in einem eigenen Bereich "Meine Auswertungen" sichern. Ich hab mal einige Screenshots eingefügt.


    wisonicht


    Ferner kannst du alle diese Auswertungen, die die von dir gewünschten Daten eben einzeln beinhalten, als Einzelblöcke auf einer Bildschirmseite zusammenführen,
    und du bist bestens informiert.
    Du hast dann CashFlow monatlich, quartalsweise, jährlich und Buchungen nach Kategorie mit Summenbildung usw. usw.
    ...und das alles nebeneinder oder untereinander zum Vergleich....besser geht es nicht...nur ist ebn Kreativität gefragt.


  • Bei meinem Arbeitgeber werden Auswertung aus SAP (bei einem Materialdatenbestand von über 100.000 Artikeln und zigtausende Kundendaten) über Zwischenschritte auch mit EXCEL ausgewertet und gepflegt (mach ich übrigens auch selber)

    Lieber Falk,


    SAP benötigt EXCEL deshalb, weil mit deren Produkten keine vernünftigen Auswertungen erzeugen werden können. ;(


    Gruß
    Norbert

  • Eben. Sag ich ja: Eine Benutzeroberfläche für eine SQL Datenbank. Und MG ist eine Benutzeroberfläche für eine Access-Datenbank. Und beide, SAP und MG, sind keine Tabellenkalkulationen! Deshalb gehen Auswertungen doch eher mit einer Tabellenkalkulation weil diese dafür eher geeignet ist.


    Falk

  • Deshalb gehen Auswertungen doch eher mit einer Tabellenkalkulation weil diese dafür eher geeignet ist.


    Hallo Falk,


    EXCEL ist für SAP nur ein Notlösung weil die eigenen Werkzeug nicht in der Lage sind vernünftige Reports herzustellen. Regelmäßige Bericht setzen immer zuerst einen Datentransfer nach EXCEL voraus. Mit EXCEL schwirren immer unterschiedliche Bericht durch die Unternehmen. Ein einheitliches und abgestimmtes Berichtswesen ist nicht möglich bzw. nur schwer möglich. Die Datenstrukturen müssen immer manuell angepasst werden. Deshalb sollte EXCEL in MG nur in Ausnahmesituation als Berichtswerkzeug notwendigt sein.


    Gruß
    Norbert

  • Deshalb sollte EXCEL in MG nur in Ausnahmesituation als Berichtswerkzeug notwendig sein


    Hallo Völkl, Wisonicht, u.a.,


    genau so sehe ich das auch. Ich kann mit EXCEL nicht umgehen (obwohl ich es habe) und will es auch gar nicht. Genau deshalb habe ich ja ein Programm (wie MG) gekauft, damit mir solches erspart bleibt und mir die für einen "Normalen Anwender!" geeigneten und nötigen Auswertungen abgenommen werden. Wo kämen wir denn hin, wenn ich dazu extra noch Excel oder sonst was lernen müsste, die Auswertungsbedingungen und Einstellungen in MG dazu fordern schon genug Arbeit und Aufwand. Insofern sehe ich das genauso wie der Thread-Ersteller. Wenn z.B. g.Horn das über EXCEL kann und macht: Schön für Ihn, würde ich auch tun, wenn ich es in meinem Berufsleben gelernt hätte, aber das sollte wirklich die absolute Ausnahme sein.


    Nachvollziehbare Auswertungen sollten und müssen zum Standard von MG gehören. Dafür wird es sicher für die Meisten ja auch gekauft.


    Gruss Allzeit

    Windows 7 HE (64bit); 8 GB RAM; Intel (R) Core(TM)2 Quad CPU Q6600 2.40GHz; ATI Radeon HD 5770

  • Wenn z.B. g.Horn das über EXCEL kann und macht: Schön für Ihn, würde ich auch tun, wenn ich es in meinem Berufsleben gelernt hätte, aber das sollte wirklich die absolute Ausnahme sein.


    ...ist auch die Ausnahme.
    Du kannst in MG mehrere Auswertungen zusammen auf eine Bildschrimseite/Startseite bringen und hast dann alle Informationen nach deinem Wunsch auf einen Blick zur Verfügung.
    Nur eben nicht in einer Auswertung, das ist aber auch schwierig bei einer Datenbank.
    MfG Günter

  • Liebe "Mitstreiter",


    tolle Beiträge und danke für die Tips. Ich sehe die Diskussion tut Not. Ich hoffe ja, Wiso liest mit und reagiert. Ich versuche mal 2 Screenshots anzuhängen. Ich habe für das Beispiel nur eine kleine Auswahl von Kategorien gewählt. Der Bericht ist in Money mit e i n e m Klick zu erzeugen: "Monatlicher Cashflow" und zwar so wie er aussehen sollte. Übrigens noch ein HighLight vom ollen Money: "Übernehmen". Wer es nicht kennt: man kann den Bericht mit geöffnetem Anpassungsfenster modifizieren, drückt "Übernehmen" und die Anpassungen werden sofort in den Bericht übernommen, ohne das Fenster schließen zu müssen. Das ist komfortabel um Bericht auf seine Bedürfnisse anzupassen.


    Wenn ich den Money Bericht betrachte, finde ich mich sofort zurecht. Er ist übersichtlich. Berichte sind doch das, was ein Programm ausmacht. Zahlen möchte in analysieren, nicht nur ansehen. Mich beschleicht das Gefühl, Buhl hat Money gekauft und ungesehen begraben.


    p.s.: Money kann übrigens HBCI. Dank eines Arztes (!) (Dr. Med. Uli Amann, http://www.uamann.de/money/), der privat ein sehr gutes HBCI Modul programmiert hat. (Allgemeinarzt, vh, Praxis, 3 Kinder - Respekt) Aber ich möchte ja niemanden abwerben, habe selber Wochen benötigt, um die Daten zu migrieren.


    Schöne Grüße,
    Dirk

  • Hallo zusammen,
    ich kenne kein datenbankbasiertes Programm, das mit vorformulierten Auswertungen alle Anwenderanforderungen abdeckt. Deshalb sollte nicht zu viel Aufwand in die Auswertefunktionen gesteckt werden. Besser wären Tools oder Tips, die dem Nutzer helfen, selbst Auswertungen und Berichte zu erzeugen.
    Ich selbst nutze MG seit 2001 und habe einige gängige Auswertungen angepasst und auf meine Startseite gestellt. Mein Bedarf an gängigen Auswertefunktionen ist damit gedeckt. Sobald aber weitergehende Analysen und Auswertungen erforderlich werden, nutze ich Excel bzw. OpenOffice Calc, wobei Excel die komfortableren Autofilterfunktionen hat.
    Deshalb sollte aus meiner Sicht neben der Verbesserung von vorgefertigten Auswertungen auch die Exportfunktion gepflegt und verbessert werden. Nach wie vor werden beim Datenexport die Datumswerte als Text ausgegeben. Für Neulinge sorgt dies für Überraschungen beim Sortieren. Für andere Exporteure ist nach jedem Export die Umwandlung der Textdaten ins Datumformat angesagt.
    Vielleicht stellt auch mal ein Excelprofi das eine oder andere Makro im Forum zur Verfügung (Formatierung der exportierten Rohdaten, Auswertemakros usw.).
    Frohe Pfingsten
    rowi

  • ich kenne kein datenbankbasiertes Programm, das mit vorformulierten Auswertungen alle Anwenderanforderungen abdeckt.


    ...genau so ist es ?( ...aber keiner will's glauben.
    MfG Günter

  • Ich versuche mal 2 Screenshots anzuhängen. Ich habe für das Beispiel nur eine kleine Auswahl von Kategorien gewählt.

    Hallo wisonicht,


    genau diesen Bericht kannst Du auch mit MG erstellen. Du bekommst, das ist nun unterschiedlich, die Summen zuerst und kannst bei Bedarf den Lebensberich aufbrechen (+). In den Spalten kannst du die Monate/Jahre/Quartale darstellen - siehe meine Screenshots-4 u. -5. Was allerdings fehlt, ist die Summe der Spalten. Aber Buhl entwickelt ja fleißig. Vielleicht kommt hier irgendwann eine Ergänzung.


    Gruß
    Norbert

  • Hallo zusammen,
    hinsichtlich des Excel-Exports gibt es wirklich noch Verbesserungspotential. Wenn man die Cash-Flow-Auswertung in eine Tabelle exportiert, werden die Lebensbereiche als übergeordnetes Kriterium zwar mit exportiert. Aber es geht die Reihenfolge der Kategorien und Lebensbereiche verloren. Somit ist der Export nahezu wertlos, es sei denn, man macht sich die Mühe, die Kategorien wieder manuell den Lebensbereichen zuzuordnen. Eine Summation über Spalten liefert wegen des Exports von Lebensbereichen und Kategorien falsche Ergebnisse.
    Also: Cash-Flow-Auswertung nach Excel exportieren, um die fehlenden Summen einzufügen, funktioniert nur sehr eingeschränkt.
    Ich wiederhole noch einmal meine Bitte, die Export-Funktion zu verbessern!
    Gruß
    rowi