Jetzt Fristverlängerung beantragen

Jetzt Fristverlängerung beantragen

Mehr Zeit bei der Steuererklärung 2016


Unbequeme Dinge schiebt man gerne auf die lange Bank. Dies gilt vor allem für die jährliche Steuererklärung. Denn nicht alle schaffen es bis zum offiziellen Abgabetermin. Damit dies keine unangenehmen Folgen hat: Beantragen Sie noch heute eine Fristverlängerung!

Stichtag 31. Mai

Dieser Termin ist für die meisten Steuerzahler Deutschlands ein Graus: Die Erklärung muss beim Finanzamt sein. Doch wenn Sie bereits jetzt absehen, dass es knapp werden könnte: Stellen Sie einen Antrag auf Verlängerung.

Meist wird diese problemlos bis 30. September genehmigt – manchmal gar bis zum Jahresende. Diesen Termin sollten Sie jedoch dann unbedingt einhalten – sonst sind Verspätungszuschläge garantiert.

Warum einen Antrag stellen?

Die Fristverlängerung dient nicht nur der Nervenberuhigung – sie spart auch bares Geld. Denn wer den Abgabe-Termin überzieht, ohne eine Verlängerung beantragt zu haben, muss mit Sanktionen rechnen.

Das Finanzamt kann Ihnen einen Verspätungszuschlag aufbrummen. Doch übertreiben darf es damit nicht: Dieser darf höchstens zehn Prozent der festgesetzten Steuer betragen – und nicht über 25.000 Euro.

Beispiel

Sie geben die Steuererklärung 2016 erst im August 2017 ab. Einen Antrag auf Fristverlängerung haben Sie nicht gestellt. Das Finanzamt errechnet eine Steuer-Nachzahlung von 13.000 Euro. Insgesamt beträgt Ihre festgesetzte Steuer 15.000 Euro.

Folge: Das Finanzamt kann einen Verspätungszuschlag von bis zu 1.500 Euro festsetzen (10 Prozent von 15.000 Euro).

Reagiert man nicht auf Erinnerungen und Zwangsgeldfestsetzungen seitens des Fiskus, wird Ihre Steuer geschätzt. Und diese fällt generell höher aus als Ihre tatsächliche Steuerschuld!

Wer sollte einen Antrag stellen?

Grundsätzlich sollte jeder, der verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, sicherheitshalber einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Vor allem, wenn es regelmäßig etwas knapp mit der Erstellung der Erklärung wird. Die Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung besteht, wenn das Finanzamt zur Abgabe auffordert.

Außerdem sind zur Sie zur Abgabe als Arbeitnehmern verpflichtet, wenn Sie in 2016

  • Lohnersatzleistungen von über 410 Euro erhalten haben.
  • Arbeitslohn von mehreren Arbeitgebern erhalten haben.
  • als Ehepaar die Steuerklassen V oder VI hatten oder die Kombination IV/IV mit Faktor hatten.
  • einen Lohnsteuerfreibetrag eingetragen hatten.
  • als Ehepaar beide einzeln zur Steuer veranlagt werden.
  • Entschädigungen oder Arbeitslohn für mehrere Jahre erhalten haben.
  • geheiratet haben oder geschieden wurden.
  • die Aufteilung des Behinderten-Pauschbetrages Ihres Kindes beantragt haben.

Trifft keiner der Punkte auf Sie zu, können Sie sich mit der Abgabe der Erklärung vier Jahre Zeit lassen – oder auch gar nicht abgeben.

Tipp

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie abgeben müssen: Fragen Sie einfach per Telefon bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter im Finanzamt nach. Die Telefonnummer finden Sie auf Ihrem letzten Steuerbescheid.

Wie soll der Antrag aussehen?

Der Antrag auf Fristverlängerung kann formlos gestellt werden. So können Sie einfach bei Ihrem zuständigen Bearbeiter anrufen und um Verlängerung bitten. Es empfiehlt sich jedoch, den Antrag schriftlich zu stellen – entweder per Brief, Fax oder E-Mail.

Download

Das Musterschreiben können Sie sich hier herunterladen:  Im PDF-Format oder als Word-Format.

Sollte ein Grund angegeben werden?

Nachvollziehbare Gründe wie Krankheit, noch keine Vorlage von Steuerbescheinigungen oder längerer Auslandsaufenthalt sollten angegeben werden. Wenn Sie außer Trödelei nichts an der zeitigen Abgabe hindert, geben Sie lieber gar keinen Grund an.

Muss der Finanzbeamte die Frist verlängern?

Der Finanzbeamte kann Ihren Antrag genehmigen – muss es aber nicht. Dies liegt allein in seinem Ermessen. Schlechte Karten können Sie haben, wenn Sie bereits in der Vergangenheit Ihre Steuererklärung zu spät – oder sogar gar nicht abgegeben haben.

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