Verspätungszuschlag

Wie teuer wird es, wenn Sie die Frist verpassen?


Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? Zumindest bei der Abgabe der Steuerklärung ist ein bisschen Wahres in dem Satz. Denn wessen Steuererklärung erst nach dem 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt landet, den kann das teuer zu Stehen kommen. Bereits im ersten Monat nach Ablauf der Frist kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen. Was und wie hoch der Verspätungszuschlag ist? Lesen Sie hier.

Verspätungszuschlag – Was ist das?

Bei der Steuer gibt es einige Fristen zu beachten. Der Verspätungszuschlag kommt bei der Abgabefrist ins Spiel. Das Finanzamt hat nämlich großes Interesse daran, Ihre Steuererklärung rechtzeitig – also fristgerecht – zu erhalten. Um vorzubeugen, dass Steuerpflichtige die Abgabe lange hinauszögern, gibt es den Verspätungszuschlag. Sobald Sie verspätet abgeben, kann dieser Zuschlag erhoben werden. Es handelt sich dabei um ein Druckmittel, das gesetzlich in der Abgabenordnung festgehalten ist. Dadurch sollen Sie dazu gedrängt werden, die Steuererklärung so schnell wie möglich beim Finanzamt abzugeben.

Wen trifft der Verspätungszuschlag?

Nicht jeder, der bis zum 31. Juli seine Einkommensteuererklärung nicht abgegeben hat, muss sich vor dem Verspätungszuschlag fürchten. Verlangen kann ihn das Finanzamt nur, wenn Sie auch tatsächlich zur Abgabe verpflichtet sind bzw. vom Finanzamt dazu aufgefordert wurden.

In diesen Fällen sind Sie zur Abgabe verpflichtet:

  • Auf Ihrer Lohnsteuerkarte wurde ein Freibetrag eingetragen (ausgenommen Behinderten- und Hinterbliebenenpauschbetrag).
  • Sie und Ihr Ehepartner haben die Steuerklassen III/V oder IV/IV mit Faktor gewählt.
  • Sie haben als Arbeitnehmer Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Elterngeld, Aufstockungsbeträge bei Altersteilzeit oder ausländische Einkünfte von mehr als 410 Euro erhalten.
  • Neben Ihrem Arbeitslohn haben Sie noch weitere Einkünfte bezogen, beispielsweise Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder sonstige Einkünfte , die mehr als 410 Euro im Jahr betragen.
  • Sie haben Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt, für die Sie keine Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer) zahlen müssen.
  • Sie haben nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn (inkl. Versorgungsbezüge) bekommen.
  • Der Arbeitgeber hat einen sonstigen Bezug von Ihnen ermäßigt besteuert, z. B. Entlassungsentschädigung, Arbeitslohn für mehrere Jahre oder Lohnzahlungen durch Dritte.
  • Sie haben einen Betrieb und erzielen damit einen Gewinn von mehr als 410 Euro pro Jahr. Dabei ist es egal, ob Sie diesen nur nebenbei betreiben.

Wenn Sie also eigentlich Ihre Steuererklärung freiwillig abgeben, sie aber erst nach dem 31. Juli beim Finanzamt landet, wird kein Verspätungszuschlag festgesetzt. Es liegt hierbei in Ihrer persönlichen Verantwortung und Ihrem eigenen Interesse, die Steuererklärung abzugeben. Für die freiwillige Abgabe haben Sie vier Jahre Zeit. Für Fälle, in denen Sie für rückliegende Jahre einen Verlust errechnet haben, sind es sogar sieben Jahre. Die Festsetzungs- bzw. Verlustfeststellungsfrist läuft mit dem 31.12 ab.

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Wie hoch ist der Zuschlag?

Ab dem Jahr 2019 gelten aktualisierte Regelungen zum Verspätungszuschlag. Zuvor lag es hauptsächlich im Ermessen des Finanzbeamten, ob und in welcher Höhe ein Verspätungszuschlag verlangt wurde. Nun wurden die Regeln jedoch verschärft.

0,25 Prozent pro Monat

Der Verspätungszuschlag beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer (abzüglich Vorauszahlungen und Anrechnungsbeträge). Der Betrag wird für jeden angefangenen Monat der Verspätung berechnet. Der Zuschlag wird Ihnen also auch berechnet, wenn Sie am 1. Tag eines Monats abgeben. Geben Sie z.B. 2 Monate und 10 Tage später als vorgesehen ab, zahlen Sie den Verspätungszuschlag für 3 Monate.

Mindestens 25 Euro pro Monat

Der Zuschlag für die verspätete Abgabe der Einkommensteuererklärung muss, wenn er festgesetzt wird, mindestens 25 Euro pro Monat betragen. Es ist also ganz egal, ob Sie eine hohe Nachzahlung oder eine Erstattung erwarten. Die 25 Euro werden ebenfalls pro angefangenen Monat erhoben.

Wie wird gezahlt?

Der Zuschlag beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer. Wie aber berechnet das Finanzamt die Höhe, wenn gar keine Steuererklärung abgegeben wurde? Ganz einfach: Sie zahlen den Verspätungszuschlag nicht sofort ans Finanzamt. Stattdessen schlägt die Behörde, wenn Sie Ihre Erklärung abgegeben haben, den errechneten Betrag Ihrer Steuernachzahlung obendrauf. Falls Sie eine Erstattung erhalten, zieht das Finanzamt den Verspätungszuschlag von der Erstattungssumme ab. Im schlimmsten Fall verwandelt sich so eine schöne Erstattung in eine Nachzahlung.

Beispiel 1
Sie haben die Frist um 9 Monate versäumt und geben danach Ihre Steuererklärung ab. Das Finanzamt setzt abzüglich Vorauszahlungen und Steuerabzugsbeträgen eine Steuer von 14.500 Euro fest.
1. Berechnung Verspätungszuschlag pro Monat
Festgesetzte Steuer x 0,25 Prozent= 14.500 Euro x 0,25 Prozent = 36,25 Euro
2. Prüfung Mindestbetrag
36,25 Euro > 25 Euro –> Es werden 36,25 Euro pro Monat angesetzt
3. Berechnung Verspätungszuschlag
36,25 Euro x 9 Monate = 326,25 Euro
Ergebnis: Auf Ihre Steuernachzahlung von 14.500 Euro werden zusätzlich 326,25 Euro als Verspätungszuschlag erhoben.
Beispiel 2
Sie haben die Frist um 9 Monate versäumt und geben danach Ihre Steuererklärung ab. Das Finanzamt setzt abzüglich Vorauszahlungen und Steuerabzugsbeträgen eine Steuer von 4.500 Euro fest.
1. Berechnung Verspätungszuschlag pro Monat
4.500 Euro x 0,25 Prozent = 11,25 Euro
2. Prüfung Mindestbetrag
11,25 Euro < 25,00 Euro –> Es wird der Mindestbetrag von 25,00 Euro pro Monat angesetzt
3. Berechnung Verspätungszuschlag
25,00 Euro x 9 Monate = 225,00 Euro
Ergebnis: Auf Ihre Steuernachzahlung von 4.500 Euro werden zusätzlich 225,00 Euro als Verspätungszuschlag erhoben.

Der Verspätungszuschlag – Eine Ermessensfrage?

Wann Sie einen Verspätungszuschlag zahlen müssen, hat der Gesetzgeber in der Abgabenordnung festgehalten. Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten: Entweder, das Finanzamt entscheidet darüber, ob  in Ihrem Fall ein Verspätungszuschlag angemessen ist oder nicht. Oder: Sie haben die Frist schon so lange versäumt, dass das Finanzamt kein Auge mehr zudrücken kann. In diesem Fall muss er zwangsläufig festgesetzt werden.

Wann der Zuschlag gezahlt werden muss

Tatsächlich gezahlt werden muss der Zuschlag, wenn Sie die Frist schon sehr lange versäumt haben und in der Zwischenzeit noch keine Erklärung abgegeben haben. Das Gesetz legt hier einen Zeitraum vom 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungszeitraums fest. Der Besteuerungszeitraum der Einkommensteuer endet am 31. Dezember des jeweiligen Jahres. Entscheidend für den Verspätungszuschlag ist also der letzte Februartag des übernächsten Jahres.

Beispiel
Sie geben die Steuererklärung für das Jahr 2018 am 30.04.2020 ab.
Eigentliches Fristende: 31.07.2019
Ende der 14-Monats-Frist: 28.02.2020
Verspätungszuschlag: Zwangsläufig festgesetzt für die Monate August 2019 bis April 2020.

Etwas anderes gilt, wenn Sie vom Finanzamt eine Vorabanforderung bekommen haben. Hierin fordert Sie das Finanzamt auf, Ihre Steuererklärung bis zu einem gewissen Datum abzugeben. Halten Sie diese Frist nicht ein, wird ohne jegliche Verzögerung ein Verspätungszuschlag für Sie festgesetzt.

Kann-Regelung: Das Finanzamt entscheidet

In allen Fällen, in denen Sie die Frist noch nicht länger als 14 Monate nach Ende des Besteuerungszeitraums überschritten haben, gilt die Kann-Regelung. Das bedeutet: Der Finanzbeamte kann aus freien Stücken entscheiden, ob in Ihrem Fall ein Verspätungszuschlag einzufordern ist. Dabei wird er vor allem berücksichtigen, ob Sie in der Vergangenheit schon häufiger Fristen versäumt haben und wenn ja, wie lange. Gleichzeitig spielt es auch eine Rolle, ob und in welcher Höhe noch Steuern nachzuzahlen sind.

Beispiel
Sie geben die Steuererklärung für das Jahr 2018 am 30.11.2019 ab.
Eigentliches Fristende: 31.07.2019
Ende der 14-Monats-Frist: 28.02.2020
Verspätungszuschlag: Für die Monate August bis November 2019 liegt es im Ermessen des Finanzamts, ob ein Zuschlag festgesetzt wird.

Glück gehabt: In diesen Fällen droht kein Verspätungszuschlag

Der Zuschlag soll Sie dazu drängen, die Erklärung abzugeben. Aber nicht in jeden Fall ist das auch gerechtfertigt. Was ist zum Beispiel, wenn Sie gar nichts dafür konnten, dass Sie die Frist verpasst haben? Oder wenn die Abgabe Ihrer Erklärung gar nicht nötig wäre, weil Sie sowieso keine Steuer gezahlt haben?

Ohne Verschulden kein Verspätungszuschlag

Sie konnten nichts dafür, dass Sie die Frist verpasst haben? Dann wird auch kein Zuschlag von Ihnen verlangt. Wichtig ist aber, dass Sie dem Finanzamt die Gründe für das Versäumnis erklären können. Es muss sich um einen Umstand handeln, den Sie selbst nicht hätten verhindern können. Beispielhaft hierfür wäre ein Krankenhausaufenthalt. Aber Vorsicht: Haben Sie die Abgabefrist bereits mehrmals versäumt, wird das Finanzamt vermutlich keine Gnade walten lassen.

Achtung! Wenn Ihr Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein die Frist versäumt, macht das für das Finanzamt keinen Unterschied: Für Sie gelten die gleichen Regelungen. Das Verschulden des Steuerberaters bzw. Lohnsteuerhilfevereins wird Ihnen zugerechnet.

Ausnahmen vom Verspätungszuschlag

Im Gesetz ist der Verspätungszuschlag geregelt. Glücklicherweise sind dort aber auch Ausnahmen festgehalten, in denen kein Verspätungszuschlag festgesetzt wird. Dabei handelt es sich um Ausnahmen für jene Fälle, in denen eigentlich zwangsläufig ein Zuschlag verlangt werden müsste. Das betrifft die Steuererklärungen, die auch 14 Monate nach Ablauf des Besteuerungszeitraums nicht abgegeben wurden.

Liegt bei Ihnen einer der nachstehenden Gründe vor, wird aus dem zwangsläufigen Verspätungszuschlag wieder eine Ermessensentscheidung. Ihr Fall wird dann also so behandelt, als hätten Sie die Frist nicht länger als 14 Monate nach Ende des Besteuerungszeitraums verpasst (Kann-Regelung).

  • Sie haben eine Fristverlängerung (rückwirkend) beantragt und der Antrag wurde genehmigt.
  • Sie zahlen gar keine Steuer bzw. Ihre Steuer wird auf Null festgesetzt.
  • Sie erhalten eine Steuererstattung.
  • Festgesetzte Vorauszahlungsbeträge und Abzugssteuern sind höher als die festgesetzte Steuer.

Kein Verspätungszuschlag in „Rentnerfällen“

Für einen weiteren besonderen Umstand ist im Gesetz eine zusätzliche Ausnahme zum Verspätungszuschlag festgehalten. Im Steuer-Fachjargon nennt man diese Regel „Billigkeitsregelung“. Besser bekannt ist sie allerdings unter dem Begriff „Rentnerfälle“. Dabei sind von dieser Ausnahme keineswegs nur Rentner betroffen.

Die Ausnahme gilt für die Fälle, in denen Sie davon ausgegangen sind, dass Sie keine Steuererklärung abgeben müssen – das Finanzamt Sie aber trotzdem dazu auffordert. Das ist vor allem bei Rentnern der Fall, denen eine Nicht-Veranlagungsbescheinigung ausgestellt wurde. Oftmals werden sie erst Jahre später nach Auswertung von Rentenbezugsmitteilungen für rückliegende Jahre abgabepflichtig.

Was ist einer Nichtveranlagungs-Bescheinigung?
Eine Nichtveranlagungsbescheinigung können Sie beim Finanzamt beantragen, wenn Ihre Steuer regelmäßig auf Null Euro festgesetzt wird. Damit ersparen Sie sich und dem Finanzamt Arbeit.

Wo genau liegt jetzt aber die Ausnahme? Die Besonderheit der Billigkeitsregelung besteht darin, dass Ihnen im Schreiben des Finanzamts eine gesonderte Frist zur Abgabe der Erklärung mitgeteilt wird. Entsprechend beginnt in diesen Fällen die Berechnung des Verspätungszuschlags erst mit Ablauf dieser Frist. Der 31. Juli des Folgejahres gilt für Sie in diesen Fällen nicht.

Die Billigkeitsregelung gilt genau so für alle anderen Steuerpflichtigen, die eigentlich darauf vertrauen durften, nicht zur Abgabe verpflichtet zu sein, aber per Schreiben dazu aufgefordert wurden. Hier müssen allerdings die Umstände des Einzelfalls betrachtet werden.

Die wichtigsten Infos zum Verspätungszuschlag finden Sie zusammengefasst in unserer Infografik:

Verspätungszuschlag Infografik

Keine Lust auf Verspätungszuschlag? Rechtzeitig handeln!

Ein Verspätungszuschlag kann teuer werden. Doch soweit muss es gar nicht erst kommen. Sie wissen bereits vor Fristende, dass Sie nicht rechtzeitig mit der Erklärung fertig werden? Dann beantragen Sie ganz einfach beim Finanzamt eine Fristverlängerung. Das können Sie auch formlos machen: Ein Anruf oder Brief ans Finanzamt genügt. Am besten geben Sie gleich Ihre Gründe für das Versäumnis der Frist mit an. Allerdings liegt das letzte Wort beim Finanzamt: Der Antrag muss nicht unbedingt genehmigt werden.

Unser Tipp:
Erwähnen Sie in Ihrem Schreiben ans Finanzamt, dass Sie „stillschweigende“ Fristverlängerung beantragen. Das Finanzamt muss damit im Fall einer Zustimmung gar nicht auf Ihren Antrag antworten. Das bedeutet: Wenn Sie nach Ihrem Antrag nichts mehr vom Finanzamt hören, gilt Ihr Antrag als genehmigt. Nur, wenn das Finanzamt Ihren Antrag ablehnt, erhalten Sie eine Rückmeldung.

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Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.
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  1. 1
    Teresa Maciaszek

    Ich habe ein Problem vielleicht kann mir jemand Antworten.Es geht um meinen Sohn ,aber das ist auch unwichtig.Weil sein Arbeitstgeber ein Teil steuerfrei bezahlt hat für steuerfreie Verpfegungszuschüsse bei Auswertstätigkeiten -was mein Sohn nicht beachtet hat und keine Steuererklärung gemacht hat.Es geht um das Jahr 2018 .Am 6.07 20 kam ein Bescheid vo Finanzamt,das er 193€ Steuer plus 10 € Solidaritätszuschlag zusätlich 275€ vespätungszuschlag bezahlen soll,ich habe in internet galesen ,dass der Zuschlag berechnet wird ,wenn man binenen 14 Monate keine steuererklärung abgibt ,also an 01.03 20 -da wären 5 Momate womit ich auch einverstanden bin .das FA berechnet da schon ab 01.08 19 für 11 Monate .meien Frage -ist das rechtens?Auch in persönlichen Gespräch hat mir die Frau in FA so gesagt.Habe ich eine Chance das zu Wiedersprechen?

    • 2
      Jochen Breunig

      Guten Tag Frau Maciaszek,

      wir bedauern, dass das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festgesetzt hat. Leider darf ich Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich aber nicht beraten. Gegen die Festsetzung eines Verspätungszuschlags ist ein Einspruch generell möglich. Informationen zum Verspätungszuschlag und der Möglichkeit einen Erlass zu beantragen, finden Sie aber in unserer Programmhilfe.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  2. 3
    Chemnitz M.

    Ich bin im bescheidenen Umfang auf Grund meiner über 50-jährigen Berufserfahrung (inzwischen Rentner) für eine Steuerkanzlei als freier Mitarbeiter mit eigenem Mandantenstamm tätig. Als ich Ende Jan. 2020 an der rechten Hand eine starke Entzündung bekam(Rechtshänder) konnte ich nur noch eingeschränkt, sehr langsam ( linke Hand) arbeiten und erkannte, dass ich mein Pensum bis Ende Febr. 2020 nicht schaffen konnte. Ich schickte Bittbriefe an das Finanz-amt um kurzfristige Verlängerung über den 28.2.2020 hinaus mit Begründung nebst ärztlichen Attesten. Reaktion des FA auf mein Schreiben nebst Anruf: Tut uns echt leid, jedoch Pech gehabt. Haben Anordnung von oben. Mein Fazit lautet: Ist das nicht eine Art höhere staatliche Gewalt? Meine Frage an den Sozialstaat BRD: Fiskus, quo vadis?

  3. 4
    Michael Schopp

    Vielen Dank an unsere aufmerksamen Leser Jansen und Axel Grundlach. Bei dem Artikel hat sich tatsächlich der Fehlerteufel eingeschlichen. Wir haben den Beitrag entsprechend geändert.

    Viele Grüße
    Michael Schopp
    – vertretender Redakteur steuernsparen.de –

  4. 5
    Jansen

    Der Artikel ist falsch, das Gesetz tritt erst in 2019 in kraft. Ab Veranlagungsjahr 2018 bedeutet für die Steuererklärung 2018. Diese wird aber erst in 2019 abgegeben. In 2018 werden die Steuererklärungen 2017 veranlagt. das heißt im Moment ist noch alles beim alten.

  5. 6
    Axel Gundlach

    “Wer also seine Steuer am 31. Mai 2018 noch nicht abgegeben hat, muss zahlen. Egal, ob sich aus der Steuererklärung nun eine Erstattung ergibt oder Sie Steuern nachzahlen müssen.” – Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Im Anwendungserlass zu § 152 AO steht:
    “Für Steuererklärungen, die vor dem 1.1.2019 einzureichen sind, und Umsatzsteuererklärungen für den kürzeren Besteuerungszeitraum nach § 18 Abs. 3 Satz 1 und 2 UStG, wenn die gewerbliche oder berufliche Tätigkeit in 2018 endet, ist § 152 AO in der am 31.12.2016 geltenden Fassung (§ 152 AO a.F.) weiterhin anzuwenden (Art. 97 § 8 Abs. 4 Satz 3 EGAO).
    § 152 AO i.d.F. des StModernG (§ 152 AO n.F.) ist zwar am 1.1.2017 in Kraft getreten, ist aber erstmals für Steuererklärungen anzuwenden, die nach dem 31.12.2018 abzugeben sind; eine Verlängerung der Steuererklärungsfrist ist hierbei nicht zu berücksichtigen (Art. 97 § 8 Abs. 4 Satz 1 und 2 EGAO).”

  6. 7
    Uli

    Und wenn man seine ESt Erklärugnbereits ganz früh abgegeben hat, wird dann nachher laufend nachgefragt, weil irgendein Schriftstück dem Sachbearbeiter nicht ganz klar ist. oder es wird ein gültiges Urteil des OFH nicht anerkannt und so die Bearbeitung falsch oder verspätet bearbietet. Nachdem man dann alles mehrfach nachgereicht hat. kommt der Bescheid und der ist dann trotzdem fehlerhaft und das Ganze fängt von vorne an. Bis dann die Erstattung auf dem Konto ist, sollte man den Finazamt ebenfalls eine Strafgebühr nach §288 Abs. 5 BGB in Höhe von mindestens 40€ in Rechnung stellen!

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