17. Dezember 2019

Anschluss nicht verlieren

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Internetnutzung am PC und per WLAN auf Smartphone und Tablet. Dazu der smarte Fernseher, der übers Netz Zusatzdienste anbietet, und nicht zuletzt Video-Streaming bei Online-Plattformen und TV-Mediatheken. Die Zahl der Breitbandanschlüsse wächst: 32,5 Millionen Anschlüsse erwartet der Verband der Anbieter von Telekommunikation und Mehrwertdiensten (VATM) bis 2022. Und das Datenvolumen steigt rasant: von 13,5 Prozent auf prognostizierte gut 40 Prozent aller Kunden, die mit mehr als 50 Mbit pro Sekunde surfen.

Im Wohnzimmer und auf dem Tablet laufen HD-Filme von Netflix, die Kinder spielen gleichzeitig Online-Games oder streamen YouTube auf dem Smartphone – der Datenhunger steigt. Und wenn zukünftig die modernen Fernseher über das Netz mit Filmen und hochauflösender 4K-Qualität versorgt werden, wird der Anteil des Video-Streamings am Datenvolumen weiter wachsen. E-Mails oder das normale Surfen im Web ist unter Datengesichtspunkten Kleinkram. Drei Techniken bringen das Netz ins Heim: der DSL-Anschluss via Kupferkabel, der früher nur der Telefonanschluss war (TK-Festnetz). Dann gibt es das Breitbandkabel, früher vor allem zur Verbreitung von TV genutzt, jetzt ein schneller Datenlieferant. Und dann gewinnen Glasfaser-Anschlüsse bis zum Endkunden, in der Branche als „Fiber to the Home“ (FTTH) bekannt, an Bedeutung.

Wer bietet DSL?
Platzhirsch auf dem Telekommunikationsmarkt ist immer noch die Deutsche Telekom. Ihr Anteil bei Festnetzanschlüssen beträgt 54,2 Prozent. Diese Haushalte haben einen direkten Vertrag mit der Telekom. Da die Leitungen fast alle im Besitz der Telekom sind, müssen nahezu alle anderen Anbieter Vorleistungen der Telekom in Anspruch nehmen, um ihre Leistungen anzubieten. Weitere 30,4 Prozent der Anschlüsse sind DSL-Anschlüsse bei der Telekom, die andere Anbieter lediglich vermarkten. Hinter den restlichen 15,4 Prozent stecken alternative Anbieter mit eigenen Netzen. Die letzte Meile vom Verteiler in die Wohnung gehört aber auch dann meist der Telekom. In den vergangenen Jahren wurde das Netz deutlich ausgebaut, zudem sanken die Preise für DSL-Angebote mit höherer Datenübertragungsrate. Wer einen Vertrag hat, der älter als zwei Jahre ist, zahlt wahrscheinlich zu viel.

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Michael Scheuch
Michael Scheuch ist Wirtschaftsjournalist, hat lange Jahre für die ZDF-Sendung WISO als Redakteur gearbeitet. Autor von ZDF-Dokumentationen und Buchautor. Im C.H.Beck-Verlag erschienen: „Kaufen vom Bauträger - ohne böse Überraschungen“.