9. Januar 2016

Wie Sie Burnout und Depression unterscheiden

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Erfolgreiche Manager bekommen Burnout und Menschen mit einer schweren Kindheit Depressionen. Diese Meinung ist nicht nur falsch, sondern auch fatal für Betroffene und deren Angehörige.

Psychische Krankheiten sind schwer zu begreifen, wenn man noch nie mit ihnen zu tun hatte. Dieser Aussage schließen sich Betroffene, Ärzte und Psychotherapeuten gleichermaßen an. Dennoch ist es sinnvoll, eine Ahnung davon zu haben, was es bedeutet, ein Burnout zu haben oder unter Depressionen zu leiden. Denn beides tritt vergleichsweise häufig auf. Langzeitstudien zeigen, dass jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Lebens mindestens einmal psychisch krank wird. Trotzdem ist es für Betroffene und deren Angehörige nach wie vor schwer, mit einer solchen Diagnose umzugehen. Das gesellschaftliche Bild von psychischen Krankheiten ist immer noch sehr negativ.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt die Depression als eine der schwerwiegendsten Erkrankungen, die es gibt. Denn sie beeinträchtigt das Leben der Erkrankten oft über Jahre hinweg sehr stark. Das Krankheitsbild erstickt bei den Betroffenen jegliche Hoffnung. Daher glauben sie oft nach einer gewissen Zeit, dass ihnen niemand helfen kann oder dass sie vielleicht sogar selbst schuld an ihrem Unglück sind.

Depressionen sind eine psychische Erkrankung mit klar definierten Symptomen und eindeutigen Therapiemethoden. Beim Burnout handelt es sich hingegen nicht um ein eindeutiges Krankheitsbild, sondern um einen Risikozustand der emotionalen und körperlichen Erschöpfung. Die Unterscheidung zwischen Burnout und Depressionen ist deshalb so wichtig, weil ein Erschöpfungszustand anders behandelt werden muss als eine Depression. Daher ist eine eindeutige Diagnose entscheidend.

verbraucherblick 01/2016 erklärt, wie Burnout und Depressionen entstehen, worin sich beide unterscheiden und warum sie trotzdem oft zusammen auftreten.

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