20. Dezember 2015

Butter bei die Fische. Tipps zu Einkauf, Lagerung und Verzehr

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© Natalia Klenova/Shutterstock.com
Fisch ist gleichzeitig Delikatesse und gesunder Trend: Gebraten, gegrillt oder gedünstet liegt er mehrmals wöchentlich auf den Tellern der Deutschen. Das Fleisch steckt voller Vitamine, Spurenelemente und ungesättigter Fettsäuren. Allerdings sind die Fische der Weltmeere stark bedroht. Deshalb ist es beim Einkauf wichtig, auf die Herkunft zu achten. Einkaufsratgeber können helfen.

Früher wurde Lachs zu festlichen Anlässen serviert und stellte eine teure und seltene Delikatesse dar. Heute bevölkert der Fisch als Räucherlachs und Tiefkühlkost zu jeder Jahreszeit die Regale und Truhen der Lebensmitteldiscounter. Die Preise sind erschwinglich und Verbraucher kaufen mit gutem Gewissen. Denn Fisch liegt im Trend und wird immer mehr zu einer Alternative zum Fleisch. Die negative Konsequenz sind Überfischung und umweltbelastende Aquakulturen. Hier wollen Umweltschutzorganisationen Aufklärung leisten und Hilfestellungen beim Einkauf bieten.

Die Ernährungswissenschaftler raten, mindestens einmal pro Woche Fisch zu essen. Zwischen 1960 und 2015 hat sich der weltweite Pro-Kopf-Konsum von Fisch von 10 auf 20 Kilogramm erhöht. In Deutschland werden jährlich über 240.000 Tonnen produziert. Weil die steigende Nachfrage die Natur an ihre Grenze bringt, werden hier Fische in Aquakulturen gezüchtet. Die Überfischung der Meere und die Zunahme von Zuchtfisch führen zu einem vermehrten Einsatz von Medikamenten und einer Verunreinigung des Wassers. Welchen Fisch kann man überhaupt noch essen, ohne weiter zu seiner Ausrottung beizutragen?

Damit Fischliebhaber mit gutem Gewissen und nachhaltig einkaufen können, gibt es eine Reihe kleiner Helfer. Die Naturschutzorganisationen WWF und Greenpeace bieten Fischratgeber an. Käufer können direkt an der Fischtheke abfragen, welche Fische in den Einkaufskorb gehören und welche nicht. Die Ratgeber gibt es auch als App. Zudem hat Greenpeace einen kostenlosen Ratgeber als Buch veröffentlicht.

Wer beim Einkauf auf die Herkunft des Fisches achtet, kann helfen, die bedrohten Bestände zu schützen. Jedoch ist es für den Verbraucher nicht einfach, Fisch aus nachhaltiger Zucht oder in Bioqualität zu erkennen. In verbraucherblick 12/2015 erklären wir Ihnen, worauf Sie beim Einkaufen achten sollten, welchen Siegeln Sie vertrauen können und wie Sie den gekauft Fisch aufbewahren. Mehr wissen, mit gutem Gewissen genießen!

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