2. August 2016

Gutes Palmöl? Böses Palmöl?

© M-SUR/Shutterstock.com
Wir essen Palmöl nicht nur, wir baden sogar darin und tanken unsere Autos damit. Es steckt in Lebensmitteln, Kosmetika und Bio-Treibstoff. Jedes zweite Supermarktprodukt enthält das Fett der Ölpalme, schätzt die Umweltschutzorganisation WWF. 

Was haben Nutella, Nivea-Creme und Biodiesel gemeinsam? In ihnen steckt Palmöl, das in immer größeren Mengen nach Europa geschifft wird. Palmölplantagen bedecken dem WWF zufolge weltweit inzwischen zwölf Millionen Hektar Fläche, etwa ein Drittel der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1990 habe sich die Fläche für Ölpalmen weltweit verdoppelt, in Indonesien sogar verzehnfacht. Schätzungen zufolge verbraucht jeder Deutsche im Schnitt 18 Kilogramm davon im Jahr, Tendenz steigend. Denn Palmöl ist ein Wundermittel für die Industrie: sehr ertragreich, hitzebeständig, von gutem Geschmack, bei Zimmertemperatur fest, bei Körpertemperatur aber schon flüssig und daher vielseitig verwendbar. Palmöl ist allerdings umstritten. Regenwälder in Südostasien werden dafür gerodet, Menschen, Pflanzen und Tiere sterben. Und der Hunger Europas wächst. Mehr dazu in verbraucherblick 08/2016.

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