17. Dezember 2020

Natürlich gut?

© Kalcutta/Shutterstock

Grüne Verpackung, 90 Prozent natürliche Inhaltsstoffe: Der Markt für Naturkosmetikprodukte wächst, vor allem junge Menschen greifen vermehrt zu Kosmetikartikeln mit natürlichen Inhaltsstoffen. Doch nicht alles, was ökologisch aussieht, ist es auch. Konventionelle Hersteller nutzen den Trend und vermarkten ihre Produkte im neuen grünen Design. Nur, wer das Kleingedruckte entziffert, erkennt, ob problematische Inhaltsstoffe enthalten sind. Die Begriffe Bio-Kosmetik und Naturkosmetik sind nicht geschützt. Was darf drin sein in echter Naturkosmetik? Und woran lässt sie sich erkennen?

Sheabutter, Mandelöl, Bienenwachs, Kokosöl – bei Karen Rose kommt nur noch Selbstgemachtes mit wenigen Inhaltsstoffen auf die Haut. Seit vier Jahren zeigt die Berlinerin in Kursen und Workshops, wie sich Kosmetikprodukte einfach selbst machen lassen. „Anfangs war es noch sehr so: Naturkosmetik, was ist das eigentlich? Warum braucht man das? Mittlerweile sind meine Workshops immer ausgebucht und man merkt einfach, dass es angekommen ist, dass die Leute verstanden haben, was wir alles Schreckliches kaufen und auch, was wir für Müll wir produzieren.“

Für das Jahr 2018 hat das Umweltbundesamt eine Rekordhöhe von 18,9 Millionen Tonnen Verpackungsabfall in Deutschland vermeldet – 0,7 Prozent mehr als 2017. Das entspricht durchschnittlich 227,5 Kilogramm Müll pro Person im Jahr, Tendenz steigend. Für knapp die Hälfte des Mülls sind Privathaushalte verantwortlich und zu dem Abfall zählen auch die Fläschchen, Tiegel und Dosen, in denen Kosmetikprodukte schön verpackt sind. 

Problematische Inhaltsstoffe

Weniger ist mehr – das gilt auch für die Inhaltsstoffe. Wer die Zutatenlisten von Kosmetikprodukten in der Drogerieabteilung studiert, versteht oft kaum die Hälfte. Kostenfreie Apps wie ToxFox und CodeCheck helfen beim Entschlüsseln der einzelnen Posten und zeigen, welche Inhaltsstoffe als bedenklich eingestuft werden.

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Alena Hecker
Alena Hecker beschäftigt sich als freie Journalistin mit Verbraucherthemen aller Art. Sie hat bereits für die Stiftung Warentest und das gemeinnützige Verbraucherportal Finanztip gearbeitet und schreibt seit 2016 auch für verbraucherblick.