20. Mai 2020

Test: Viele Internetleitungen sind zu langsam

© 545476399 Artem Oleshko/Shutterstock

Internetleitungen sind sehr oft langsamer als vertraglich versprochen. Belege dafür hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einer Stichprobe mit 480 Messergebnissen von 150 Verbrauchern erfasst. Genutzt wurde das Messtool der Bundesnetzagentur www.breitbandmessung.de. Fazit: Nur 20 Prozent erhalten die vereinbarte Internetgeschwindigkeit, rund 47 Prozent bekommen weniger als die Hälfte. Kein Anschluss mit 200 Mbit/s erreichte die vertragliche Geschwindigkeit. Die meisten Verbraucher beziehen das Internet entweder über die Telefonleitung (VDSL) oder über das Breitbandkabelnetz, so Michael Gundall, Technik-Experte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Bandbreite würden sich die Kunden mit bis zu 1000 weiteren Kabelanschlüssen teilen. „Je mehr Verbraucherinnen und Verbraucher also gleichzeitig das Internet nutzen, desto geringer ist die Bandbreite für jeden Einzelnen“, so Gundall. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Übertragungsgeschwindigkeit zu prüfen und gravierende Abweichungen beim Anbieter zu reklamieren oder ein Schlichtungsverfahren bei der Verbraucherschlichtungsstelle der Bundesnetzagentur zu beantragen.

Sie sind unzufrieden mit Ihrem Internetanbieter und wollen ihn wechseln? Welche Tarife gibt es? Worauf Sie bei der Wahl eines Internetanschlusses achten sollten, erklären wir im Beitrag „Anschluss nicht verlieren – Tipps für den passenden Internettarif“.

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