27. Oktober 2020

Teure Studienkredite: KfW mit höchstem Zinssatz

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Aktuell nehmen 75.000 Studierende in Deutschland einen Studienkredit in Anspruch. Das ergab eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Rund 40 Millionen Euro im Monat gehen so an Studierende, durchschnittlich 530 Euro an jeden. Insgesamt ist die Zahl der Kredite rückläufig. Die häufigste Finanzierungsmethode ist Geld von den Eltern gepaart mit Verdiensten aus Nebenjobs. Durch die Corona-Krise ist der Markt für Nebenjobs allerdings fast verschwunden. Viele junge Leute müssen daher Finanzlücken schließen. Der staatliche KfW-Studienkredit mit einem Jahr Zinsfreistellung – bedingt durch die Krisensituation – kommt da wie gerufen. Laut CHE ist die KfW mit Abstand Marktführer und über 80 Prozent aller Studienkredite laufen über die Staatsbank. Allerdings müsse man beachten, dass die KfW mit einem effektiven Zinssatz von 4,36 Prozent (Stand: Juli 2020) der teuerste der 51 untersuchten Studienkredite sei, erklären die Macher der Studie. Nach dem zinsfreien ersten Jahr fällt der hohe Zinssatz an. Ein Studienkredit läuft meist über viele Jahre, erst in der Auszahlungs- und dann in der Rückzahlungsphase. Ein Vergleich mit anderen Angeboten kann sich für junge Leute also lohnen.

Auf eigenen Beinen stehen, selbst bestimmen und die Finanzen selbst regeln: So starten junge Menschen in die Freiheiten des Erwachsenenlebens. Chronischer Geldmangel oder Verschuldung führen aber bestimmt nicht in die Unabhängigkeit. Was zu beachten ist, erklärt der Artikel „Das zahle ich jetzt selbst – Konten und Kredite für junge Erwachsene“.

 

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