9. April 2016

So klappt es mit der eigenen Homepage

von
© gladcov/Shutterstock.com
Auch wenn die Sozialen Netzwerke mit Facebook, Instagram, Snapchat oder Tumblr viele Möglichkeiten bieten, die eigene Meinung, Gedanken, das eigene Wissen oder die eigenen Bilder in die Öffentlichkeit zu bringen: Nur im „echten“ Internet geschieht das ohne Einschränkungen. Der Auftritt im Netz ist nur schwer durch Postings auf Plattformen zu ersetzen, über die letztlich Dritte die Kontrolle haben. Wer im Netz gefunden werden will und wer die volle Kontrolle über seine Texte und Bilder behalten möchte, der kann mit der eigenen Webseite Autonomie erreichen. Und das bedeutet nicht, dass man ohne die Weiterverbreitung in Sozialen Netzen auskommen muss.

Wer im Web publiziert, hat große kreative Möglichkeiten, seinen Auftritt optisch herausragend zu gestalten, und behält die volle Kontrolle über seine Inhalte. Beiträge posten, bearbeiten, löschen – alles kein Problem. Häufig wird daher von der eigenen Visitenkarte im Netz gesprochen. Allerdings gehört dazu auch, dass diese gepflegt wird. Tote Webseiten, bei denen die letzte „neue” Aktualisierung aus dem vergangenen Jahrzehnt stammt, die gibt es genug. Eine Faustregel: Wer mindestens alle zwei bis drei Wochen einen größeren Beitrag veröffentlichen will, der ist im Netz gut aufgehoben.

Eine erste Überlegung sollte sein: Was will ich auf dieser Seite darstellen, und für wen ist sie gedacht? Wer wirklich nur der engsten Familie etwas mitteilen will, die durchgehend per Facebook oder WhatsApp erreichbar ist, der braucht nicht unbedingt einen Auftritt im World Wide Web. Andererseits hat eine geschlossene Präsenz im Netz den Vorteil: Nur für die Familie und ansonsten durch ein Passwort geschützt, ist sie leichter unter Kontrolle zu halten als eine Facebook-Gruppe. Und wer etwa ein Hobby mit vielen anderen teilt und auch unbekannte Menschen erreichen will, ist mit einer eigenen Homepage ebenfalls gut bedient. Der kann damit frei agieren, etwa auch, um seine Reisen zu präsentieren, Fotokunst, seine eigenen Rezepte oder ausgefallene Ideen oder Meinungen.

Ein Internetauftritt wird am besten dann gefunden, wenn er eine einprägsame eigene Adresse hat, etwa www.[familienname].de. Die Chance darauf, dass der eigene Familienname noch frei verfügbar ist, ist allerdings sehr gering. Unter www.denic.de kann man nach Internetadressen mit der Endung .de suchen. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Netzkennungen, sogenannte Top Level Domains (TLD): etwa die bekannten .com, .org, .net, aber auch .info, .eu, .online bis hin zu .guru.

Eine Domain kann man zusammen mit dem Platz im Netz bei einem sogenannten Webhoster bekommen, der einem zudem Speicherplatz, ständige Erreichbarkeit und Software zum Verwalten des Webspace zur Verfügung stellt. Dabei entstehen normalerweise Einrichtungskosten sowie monatliche Kosten je nach Leistungsumfang des gebuchten Paketes.

Wer ins Netz will, der kann sich zwischen zwei Optionen entscheiden: Entweder er mietet eigenen Webspace an, installiert dort ein Programm zum Publizieren der Inhalte und pflegt diese dann. Oder er greift zu einem Anbieter eines sogenannten Webbaukastens. Der vermietet nicht nur Platz im Netz, sondern die Gestaltung des Webauftritts gleich mit dazu.

Auf den Seiten des eigenen Webspace per entsprechender Websoftware zu hantieren, erlaubt eine äußerst flexible und individuelle Gestaltung. Dennoch könnte eines abschrecken: die notwendige Beschäftigung mit dem genutzten Inhalte-Verwaltungssystem, dem Content-Management-System, (CMS).

Das Angebot an vorgefertigten Internetauftritten ist groß, manchmal unübersichtlich. Einen Überblick gibt es unter WebsiteToolTester.com oder 100webservices.de. Die Angebote verdienen an Provisionen, wenn man von Ihrer Seite kommend einen Anbieter auswählt.

Wer lieber persönlichen Service und Beratung möchte, ist statt bei großen Hosting-Anbietern besser bei mittelständischen Agenturen aufgehoben. Die Fülle der meist regionalen Anbieter ist riesig. Ein Beispiel ist Mittelstandsoptimierer.

Welche Kriterien Sie bei der Auswahl der Angebote heranziehen und was Sie zur Impressumspflicht und Datenschutzerklärung wissen sollten, erfahren Sie in verbraucherblick 04/2016. Einen Gutschein für drei Monate kostenfreies Webhosting bei Mittelstandsoptimierer.de exklusiv für unsere Leser, finden Sie ebenfalls in der aktuellen Ausgabe.

Cover der aktuellen Ausgabe von Verbraucherblick

Mehr wissen,
besser entscheiden

verbraucherblick ist ein digitales Magazin für alle, die mehr wissen wollen. Lesen Sie monatlich detaillierte und unabhängige Berichte über für Sie relevante Verbraucherthemen.