21. Oktober 2019

Vorsorgevollmacht regelt im Ernstfall

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Ein Unfall, eine Krankheit – es kann sehr schnell passieren, dass man nicht mehr in der Lage ist, wichtige Entscheidungen selbst zu fällen. Auch wenn viele glauben, dass dann der Partner, die eigenen Kinder oder Geschwister entscheiden dürfen: Das stimmt nicht. Sollen die Familienmitglieder handlungsfähig bleiben, müssen sie vorher bevollmächtigt werden, die Alltagsgeschäfte zu regeln und in Gesundheitsfragen die gewollten Antworten zu geben. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Vorsorge- und die Bankvollmacht.

Wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, Ihre Geschäfte zu regeln, muss das ein anderer für Sie tun. Solange man gesund ist, fällt es schwer, sich eine entsprechende Situation auszumalen. Aber schon ein Schlaganfall oder ein Autounfall können das Leben eines jeden komplett verändern. Möglicherweise ist man dann auf andere angewiesen. Auch Demenz kann ein Grund dafür sein, Entscheidungen besser anderen zu überlassen. Dabei geht es im Gegensatz zu einem Unfall allerdings um einen schleichenden Prozess. Umso wichtiger ist es, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, entsprechende Verfügungen und Vollmachten aufzusetzen. Denn wenn Ärzte und Notare das Gefühl haben, dass die Person, die eine Vollmacht geben soll, nicht weiß, was sie unterschreibt, wird es kein entsprechendes Papier geben. Und das kann Konsequenzen haben.

Kinder oder Ehepartner dürfen nämlich ohne Vollmacht nicht im Namen des Angehörigen handeln. Darum sollte jeder seine Geschäfte regeln, solange er das noch kann. In diesem Zusammenhang sind die Begriffe Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung wichtig. Allerdings haben alle drei Papiere unterschiedliche Funktionen. Darum müssen Sie sich mit jeder der Vollmachten beziehungsweise Verfügungen auseinandersetzen, um die für Sie passende Lösung zu finden.

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Bettina Blaß
Bettina Blaß ist seit über 15 Jahren selbstständige Verbraucherjournalistin und Trainerin für Internetthemen. Zuvor war sie Redakteurin für die WISO Monats-CD und bei der G+J Wirtschaftspresse Online stellvertretende Redaktionsleiterin. Ihr Fokus liegt auf den Themen Internet, Finanzen und Immobilien. Privat schreibt sie für ihr Reise- und Genussblog Op jück.