Planung und Rücklagen für nicht-monatliche Zahlungen

  • Moin,


    ich nutze WISO Mein Geld seit vielen Jahren - und seit ebenso vielen Jahren vermisse ich eine gute Unterstützung, um Rücklagen für nicht-monatliche Zahlungen zu bilden (Vereine, Haftpflicht, GEZ, ...).


    Seit ebenso vielen Jahren pflege ich solche Daten in einer Excel-Tabelle, die mittlerweile recht ausgereift ist (angehängter Screenshot). Die Tabelle ermöglicht mir:

    • zu sehen, wie hoch die Kosten auf Monate runtergebrochen sind; damit kann ich z. B. Rücklagen als Dauerauftrag auf ein anderes Konto überweisen
    • zu sehen, welchen Betrag ich im Moment zurückhalten muss


    Wie bediene ich die Tabelle:

    • Ich trage die Gesamtsumme ein, die ich regelmäßig zahlen muss. Manchmal als grobe Schätzung, wenn der Betrag nicht feststeht.
    • Ich trage ein, wie oft ich Beträge im Jahr zahle; und der Bequemlichkeit halber kann ich auch z. B. angeben, dass ich 6 Wochen zum jeweiligen Ansparen habe. Das erspart mir das Umrechnen in Jahre.
    • Ich trage ein, wann die letzte Zahlung erfolgt ist (bei der ersten Zahlung trage ich ein fiktives voriges Datum ein).


    Die Tabelle berechnet mir dann z. B. wann die nächste Zahlung zu erwarten ist.


    In WISO Mein Geld:

    • Habe ich einen Dauerauftrag erstellt, um monatlich Rücklagen zu bilden.
    • Eine Regel erstellt, die mir diese Überweisungen auf ein anderes Konto umbucht. Konsequenterweise werden Einzahlungen dort also mit negativen Beträgen gebucht.
    • In der Kontoübersicht habe ich dieses Puffer-Konto mit den anderen Konten zusammengerechnet. So sehe ich was "wirklich" an Geld noch übrig ist.
    • Erfolgt eine in der Tabelle aufgeführte Zahlung, so trage ich das neue Datum in die Tabelle ein. Diese berechnet automatisch den neuen Puffer-Stand, mit dem ich dann per Ausgleichsbuchung das Konto korrigiere.


    Seither "überraschen" mich keine Zahlungen mehr.


    In WISO Mein Geld habe ich für dies Vorgehen noch keinen adäquaten Ersatz gefunden. Insofern vielleicht ein Vorschlag, was man in WISO Mein Geld noch ergänzen könnte.


    Viele Grüße,
    Mark

  • Cool, jemand der ähnlich plant wie ich. :D


    Nur läuft es bei mir irgendwie einfacher.


    Die Berechnung mache ich genauso wie du, aber meine Abwicklung ist einfacher.


    Ich habe ein kostenloses zweites Girokonto, welches keinen Mindestgeldeingang erfordert. Dieses wird monatlich mit dem Dauerauftrag bedient und alle nicht-monatlichen Zahlungen werden von diesem Konto direkt abgebucht oder überwiesen. Alle Zahlungen sind in Mein Geld eingerichtet. Anschließend kannst du dieses Konto bzw. dessen Saldo über die Finanzprognose überwachen. Dort kannst du sehen, zu welchen Zeitpunkt es eng wird und ggf. noch Geld hin überweisen. Läuft bei mir seit Jahren einwandfrei.

  • Moin,


    ich mach es ähnlich - nutze nur keine so komplizierte Exceltabelle.


    In der Zahlungsverwaltung habe ich alles regelmäßigen Ausgaben erfasst. Dort sehe ich auch dann die nächsten Fälligkeiten. Ich addiere allen nicht-monatlichen Zahlungen auf den Jahresgesamtwert zusammen und teile diesen durch 12. Runde diesen Betrag etwas auf. So hat man immer eine kleine Reserve für unvorhergesehenes.
    Dieser Betrag wird dann per Dauerauftrag auf ein extra Sparbuch überwiesen und kann jederzeit damit mein Girokonto ausgleichen.
    Auf ein zweites Sparbuch wird min. 10% von Nettogehalt zum Sparen per Dauerauftrag überwiesen.


    Funktionert bei mir auch seit Jahren super!


    Gruß
    Oliver

  • Cool! Noch so einer, der ebenso wie ich "Rückstellungen" bildet bzw. Kosten auf das Jahr verteilt ;-)


    Ich habe mir ebenfalls eine Excel-Tabelle gemacht, in der ich alle Ein- und Ausgaben erfasst habe, die über das Jahr anfallen. Die habe habe ich dann aufgeteilt nach Kosten, die monatlich anfallen und solche, die z.B. alle 4 Monate anfallen. Kosten, die nicht monatlich anfallen, werden aufsummiert und dass ergibt dann einen Betrag, den ich monatlich auf ein Rücklagenkonto überweise. Kommt dann z.B. die Jahreszahlung für eine Versicherung, wird diese von dem Konto beglichen. Ansonsten errechne ich für den Monat, was unter dem Strich übrig bleibt und ziehe davon noch einen Betrag ab, der angespart wird. Der Rest ist dann "Taschengeld" der zur freien Verfügung steht.


    Ich denke, wenn MG so etwas leisten könnte verknüpft mit den ganzen Informationen, die sowieso durch Kontoabruf usw. zusammen kommen, könnte Herr Zwegat vom Fernsehsender mit den drei Buchstaben verdient mit seinem Flipchart in Ruhestand gehen :-P

  • könnte Herr Zwegat vom Fernsehsender mit den drei Buchstaben verdient mit seinem Flipchart in Ruhestand gehen :-P

    Das glaube ich nicht - die Probleme seiner Klientel haben ganz andere Ursachen und ich glaube nicht, daß die mit einer Finanzsoftware klar kämen bzw. die Disziplin besäßen, die Daten entsprechend zu pflegen und die Ergebnisse zu berücksichtigen. :whistling:

  • Mir hatte es vorher zu viel Unruhe in die Finanzen gebracht. In einem Monat hatte man mehr und hat es dann natürlich ausgegeben, im anderen Monat fehlte das Geld dann. Früher habe ich immer noch mit dem Weihnachtsgeld spekuliert um die hohen jährlichen Kosten am Jahresanfang zu bestreiten, nun gibt es aber keines mehr. Alles in Allem, wenn ich zurück blicke, eine gute Entscheidung. Es kostet zwar erst einmal wenig Überwindung monatlich was zur Seite zu legen, aber man gewöhnt sich dran.

  • Das glaube ich nicht - die Probleme seiner Klientel haben ganz andere Ursachen und ich glaube nicht, daß die mit einer Finanzsoftware klar kämen bzw. die Disziplin besäßen, die Daten entsprechend zu pflegen und die Ergebnisse zu berücksichtigen. :whistling:


    War auch nicht ganz ernst gemeint ;-) Unabhängig davon wäre es gigantisch, könnte man via MG die Excel-Tabelle ersetzen.

  • Ganz ehrlich. Ich verstehe den Vorteil nicht wirklich. Dafür gibt es die Finanzprognose. Mit der ich, bei korrekter und möglichst vollständiger Planung, immer sehen kann, wann welcher Finanzbedarf vorhanden ist. Und dann kann ich mich auch entsprechend "zusammenreißen" um das Geld nicht mit vollen Händen rauszuwerfen. Planungsbuchungen und offline im Konto anlegen helfen da recht gut. Inklusive KFZ-Inspektionen und Kilomerstandabhängige Zusatzarbeiten ...


    Falk

  • Es macht eben jeder anders. Die meisten Belastungen meines Girokontos (inkl. Sparraten) erfolgen am Monatsanfang, somit verbleibt danach noch der vorher kalkulierte Betrag, der für diesen Monat noch zur Verfügung stehen muss und den ich ausgeben kann. Gegen Ende des Monats ist das Konto dann meistens auch auf Null. Dennoch brauch ich mir keine Gedanken zu machen, da eben das Geld für die nicht monatlichen Zahlungen von einem anderen Konto bezahlt wird. Ich finde es unschön, immer ein paar Tausend Euro auf dem Girokonto als Puffer stehen zu haben und mit ein paar Prognosebuchungen den Saldo zu überwachen.

  • Viele arbeiten mit zusätzlichen Excel Tabellen, ich auch.
    Siehe Anhang.
    Ich habe mir so eine Haupttabelle angelegt.


    In den Tabellenreitern unten kann ich dann einzelne Monate aufrufen, in denen dann nur die Kosten aufgeführt sind, die z. B.
    nur im angesprochenen Monat auftreten (alles was z.B. im März fällig wird, wird im Januar nicht gezeigt).


    Ich finde das übersichtlicher.

  • Ist doch alles im Program (IMHO)
    a) Ein Gesundes und erfolgreiches Neues
    b) Auszug aus der Zahlungsverwaltung (mit zuletzt ausgeführten Buchungen - Gruß an Billy)
    c) Einstellungen der Auswertung Verlauf über einzelne Konten
    d) Zeitraum auf 2014 und beim Zahlungskonto "grün" (Gruß an Sven ;) ) mit der Maus ganz rechts "drüber" gehen, Saldo (Betrag) ablesen und geteilt durch 12
    weiter im nächsten Beitrag

  • e) Konto "grün" in der Finanzprognose
    f) "geteilt durch 12" aus d) auf "Kto grün" plus "geteilt durch 12" aus "Kto Haushaltsbuch 2013" als Prognosebuchungen vom "Hauptgiro". Ersteres wird der Dauerauftrag auf das Zahlungskonto. Es bleibt ein Puffer im Dezember 2014 der für den Januar 2015 reichen sollte. Gegebenenfalls 1 Ausgleichsbuchung für den Januar 2014.
    g) Blick in die Finanzprognose "Kto grün" jetzt natürlich in grün ;) d,h, im Plus. Wenn der Dauerauftrag erfasst ist diesen als regelmäßig erfassen (entfällt wenn die bankseitige, bzw. externe Ausführung, funktioniert). Ansonsten eben "Programmseitig verwalten" und dann die Prognosebuchung (Kto grün) löschen.
    h) neue Auswertung mit Kto grün (Zahlungskonto) und Kto türkis (Haushaltsbuch)
    i) neue Auswertung hier mit freiem Zeitraum plus 3 Monate als Überwachungsmonitor auf der Startseite. Hier kann die Prognose beim Haushaltsbuch wieder raus. Die vom Hauptgiro lassen wir noch stehen bis die Planung für die Rücklagen für 2014 erledigt ist.
    Ich brauche weder etwas rechnen oder rechnen lassen (Excel) noch muss ich weitere Ausgleichsbuchungen vornehmen.
    Man kann natürlich auch mit Excel schöne Sachen machen aber nötig ist das IMHO nicht.
    Also kommt schön rüber in`s neue Jahr.

  • Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass letztendich jeder seine Auswertung am besten findet und sich auch nicht davon abbringen lässt es anders zu machen, selbst wenn eine andere Vorgehensweise mit weniger Aufwand verbunden wäre.

  • Ja klar ;)
    Wer sich damit beschäftigt, dem geht wohl immer der Spieltrieb durch ;)
    Das sei ja auch jedem unbenommen. Wollte nur so nebenbei zeigen, dass IMHO eine Programmerweiterung eigentlich nicht nötig ist. Die E/A, regel- u. unregelmäßigen, noch einmal zur Sicherheit in Excel zu haben macht schon auch Sinn.

  • Ich sehe den geplanten Jahreskontotiefststand. Und bevor Du noch Excel offen hast weiß ich schon ob sich die Erhöhung auswirkt. Wenn eine Beitragserhöhung kommt ändere ich die regelmäßige Zahlung und sehe sofort, ob mein Konto unter Null rutschen wird. Und auch bei meinen variablen, regelmäßigen Kosten sehe ich ob eine Intervallüberschreitung auch noch abgefangen wird und bekomme eine automatische Meldung von MG (sh. Bild). Die Zahlungsverwaltung ist eine Tabelle. Das ist wohl der entscheidende Punkt.
    Ist doch unlogisch mit Excel eine Planung und Prognose zu machen, das Ergebnis in MG zu verarbeiten und dann die Finanzprognose und die Auswertungen nur anzuschauen.
    Lastsschriftumstellungen für geplante Kontoumzüge usw.alles ein Kinderspiel mit MG und, da alles unter einem Dach, kaum fehleranfällig.
    Das ist doch _die_ Stärke von MG und das Alleinstellungsmerkmal schlechthin. Pivot-Auswertungen und eine einfache Kontoabfrage, also Excel mit hbci-Modul, wären die Alternative. Aber Doppeleingaben ist wohl eher ein Minuspunkt.
    Ich wollte aber nur meine Herangehensweise darstellen und niemanden etwas ausreden.

  • Guten Morgen!


    Ich möchte dieses Thema noch einmal aufwärmen. Ich benutze zur Zeit Starmoney, überlege aber gerade, ob ich auf "Mein Geld" umsteigen sollte.
    Leider suche ich in "Mein Geld" noch immer nach einer Lösung für meinen Anwendungsfall:


    Wie einige andere auch, splitte ich Zahlungen, die nicht monatlich anfallen, in monatliche Zahlungen auf.
    Außerdem bilde ich noch mit monatlichen Zahlungen Rücklagen für bestimmte Dinge, wie z.B. Kühlschrank und Waschmaschine.
    Bei der Waschmaschine z.B. rechne ich mit 600 € Anschaffungskosten und einer Haltbarkeit von 10 Jahren.
    Das macht dann 600 / 120 Monate = 5 €/Monat, die ich auf ein "Pufferkonto" einzahle, seitdem wir vor einiger Zeit unsere aktuelle Maschine gekauft haben.
    Im Grunde handelt es sich dabei um Abschreibungen, mit denen ich die Geräte linear abschreibe.
    Bisher laufen monatlich Zahlungen für diverse Geräte auf ein "Pufferkonto". Dort werden sie von Starmoney in verschiedene KOSTENSTELLEN verteilt, wobei für jedes Gerät eine Kostenstelle existiert.
    Über die Auswertungen kann ich nun die "Füllstände" für die einzelnen Puffer einsehen (siehe Screenshot).


    In "Mein Geld" habe ich bisher keine Möglichkeit gefunden, das nachzubilden.
    Ich vermute, ein erstes Problem ist die Tatsache, dass UMBUCHUNGEN zwischen zwei Konten die Kategorie "Umbuchung" bekommen und nicht mehr verändert werden können.


    Beste Grüße
    Donhans