Belegpflicht

  • Hallo,
    ich habe bisher bei meiner Steuererklärung sämtliche Belege mitgeschickt.
    Ist es wahr, dass man nur noch das Einkommensteuerformular an das FA OHNE Belege schicken muss und Belege nur bei Bedarf auf Aufforderung an das FA schicken muss?


    Für eine Antwort bin ich sehr dankbar.
    DANKE

  • Ist es wahr, dass man nur noch das Einkommensteuerformular an das FA OHNE Belege schicken muss und Belege nur bei Bedarf auf Aufforderung an das FA schicken muss?

    Nein, das ist so nicht wahr. Weder "muss" noch "können" in jedem Fall. Es gibt Belege, welche immer noch zwingend eingereicht werden müssen. Ob und welche es bei Dir konkret sind, sagt Dir das Programm bei der Abgabe.
    Zu allgemeinen Feststellungen in dieser Frage kannst Du mal hier im Forum über die Forumssuche recherchieren. Wurde oft, auch in letzter Zeit besprochen.


    P.S.: Bitte nicht spontan in GROSSBUCHSTABEN schreiben, das wird als "Schreien" gedeutet. Wir sind auch so in der Lage, einfache Texte inhaltlich ohne diese beabsichtigten Hervorhebungen zu erfassen ;)

  • Hallo Billy,


    vielen Dank für die Antwort. Ich glaube, ich werde sichertshalber die Belege wieder mitschicken.
    Ich habe mich nur in der Vergangenheit geärgert, dass das FA meine Belege verschlampt hat und ich immer wieder die Belege erneut zusenden musste, mit dem Resultat, dass sie mir nach Monaten zu "Ihrer Entlastung" meine Belege in doppelter Form zurückgeschickt haben.


    Gruß,
    hjm

  • Es gibt aber tatsächlich kaum noch Belege, die man zusenden muss und es werden immer weniger. Spendenquittungen soll man wohl immer noch einreichen, wird aber, glaube ich, auch demnächst abgeschafft. Dann muss die Belege nur noch vorhalten, falls nachgefragt wird. Ich versende jedenfalls gar nichts an das FA, außer die Zusendung der Formulare per Elster. Papierhaft gibt es gar nichts mehr, es sei denn ich muss etwas gesondert erklären. Selbst die Spendenquittungen hat mein Finanzamt nicht angefordert.
    Die Arbeit und das Porto würde ich mir an Deiner Stelle sparen. - Naja, mach ich ja schon. Seit Jahren übrigens, wundere mich, dass es immer noch Menschen gibt, die alles an das FA zusenden. Gewohnheit eben. Ich bezweifle übrigens, dass die FA-Angestellten sich darüber freuen, ich glaube, die sind auch eher froh, wenn nur das Nötigste kommt.

  • Hallo Tourist,


    danke für Deine Antwort. Bin jetzt im Zweifel ob oder ob nicht.
    Was Elster betrifft, bin ich ein absoluter Neuling,- macht mich aber neugierig es zu probieren.
    Wenn sich dadurch die Bringpflicht an Belegen dezimiert, wäre das schon mal vorteilhaft.

  • Hallo hjm
    ich hatte auch immer meine ganzen Belege mit eingereicht. Letztes Jahr habe ich dann ein Schreiben vom Finanzamt bekommen, das ich nur noch einige wenige Belege zb.: Spendenquittungen, höre Anschaffungen die aktiviert und auf Jahre abgeschrieben werden usw. einreichen müsste und der Rest nur nach Aufforderung.

  • Die Arbeit und das Porto würde ich mir an Deiner Stelle sparen.

    Der Aufwand ist ja nun wirklich überschaubar. Oft kann man die Post auch direkt beim FA einwerfen, wenn man da vorbei kommt.

    Seit Jahren übrigens, wundere mich, dass es immer noch Menschen gibt, die alles an das FA zusenden.

    Das ist natürlich unnötig und deshalb gibt das steuer:Sparbuch eine Checkliste aus, was eingereicht werden sollte.



    Und in vielen Fällen wird das nichts sein.

  • ich hatte auch immer meine ganzen Belege mit eingereicht. Letztes Jahr habe ich dann ein Schreiben vom Finanzamt bekommen, das ich nur noch einige wenige Belege zb.: Spendenquittungen, höre Anschaffungen die aktiviert und auf Jahre abgeschrieben werden usw. einreichen müsste und der Rest nur nach Aufforderung.

    Wie gesagt, das Programm gibt Dir eine entsprechende Checkliste aus.

  • Eine kleine Ergänzung:


    der Umfang der mitzugebenden Belege ist abhängig von der Art der Abgabe. Wenn man alles noch "in Papier" abgibt, sind für fast alles Unterlagen mitzugeben. Macht man die Erklärung via Elster aber ohne Zertifikat (also verkürzte Erklärung in Papier unterschrieben) sind nur noch die in der Checkliste aufgeführten Unterlagen einzureichen. Bei Abgabe mittels Zertifikat reichen die Spendenbescheinigungen und die Bankbescheinigungen (falls Anlage KAP ausgefüllt wurde).


    Die Änderung auf Aufbewahrungspflicht ist noch Zukunftsmusik - gilt erst für die Erklärung 2018 (wenn ich recht erinnere).

  • Eine kleine Ergänzung:


    der Umfang der mitzugebenden Belege ist abhängig von der Art der Abgabe. Wenn man alles noch "in Papier" abgibt, sind für fast alles Unterlagen mitzugeben. Macht man die Erklärung via Elster aber ohne Zertifikat (also verkürzte Erklärung in Papier unterschrieben) sind nur noch die in der Checkliste aufgeführten Unterlagen einzureichen. Bei Abgabe mittels Zertifikat reichen die Spendenbescheinigungen und die Bankbescheinigungen (falls Anlage KAP ausgefüllt wurde).


    Die Änderung auf Aufbewahrungspflicht ist noch Zukunftsmusik - gilt erst für die Erklärung 2018 (wenn ich recht erinnere).

    Perfekte Antwort, besser geht es nicht. Das die Belegabgabepflicht sich nach der Abgabeart der Steuererklärung richtet ist mir auch neu. Interessant und eigenartig zugleich. Ich dachte sogar, es gibt gar keine papierne Steuererklärungen mehr, bis ich die letzten meinem Vater sah und aus allen Wolken fiel.

  • Das die Belegabgabepflicht sich nach der Abgabeart der Steuererklärung richtet ist mir auch neu.

    Das wird in Bezug auf ELSTER schon seit etlichen Jahren publiziert und ist ja gerade das Werbeargument pro ELSTER-Abgabe.