Bewirtungskosten absetzen

Bewirtungskosten absetzen

Geschäftsessen von der Steuer absetzen


Kosten für die Bewirtung von Geschäftsfreunden, die Ihr Arbeitgeber Ihnen nicht ersetzt hat, können Sie in Höhe von 70 Prozent als Werbungskosten absetzen, sofern Sie diese nachweisen und sie angemessen sind.

Geschäftliche Gründe im Vordergrund

Die Bewirtung muss einen geschäftlichen Grund haben, also zum Beispiel

– die Vorbereitung eines Vertragsabschlusses oder

– eine Besprechung mit Kunden oder Lieferanten.

Vorsicht bei der Bewirtung von Geschäftsfreunden im eigenen Haushalt: Hier geht das Finanzamt grundsätzlich davon aus, dass für die Bewirtung auch private Gründe mitspielen. Folge: Es erkennt derartige Ausgaben meist nicht als Werbungskosten an.

Ob die ab dem Jahr 2004 erfolgte Kürzung von 80 auf 70 Prozent verfassungsgemäß ist, muss Karlsruhe noch entscheiden (Aktenzeichen 2 BvL 4/13).

Unterstellte Mitarbeiter einladen

Kosten für die Bewirtung von unterstellten Mitarbeitern können Arbeitnehmer mit erfolgsabhängiger Bezahlung in voller Höhe absetzen, wenn die Bewirtung zur Steigerung dieser Bezüge dient. Bei Bewirtung freier Mitarbeiter ist der Kostenabzug auf 70 Prozent begrenzt.

Feiern mit Kollegen

Kosten für die Bewirtung von Arbeitskollegen anlässlich von Dienstjubiläen, Geburtstagen, Beförderungen usw. sind nur absetzbar, wenn die Veranstaltung beruflich veranlasst ist. Dafür spricht, wenn der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer die Veranstaltung organisiert hat und diese in den Firmenräumen durchgeführt wurde.

Daher wurden die Kosten der Ausstandsfeier eines Beamten, der sich selbstständig machte, als Werbungskosten anerkannt (Urteil des Hessisches Finanzgericht, Aktenzeichen 3 K 11/10). Auch eine Abschiedsfeier mit Arbeitskollegen außerhalb der Firma kann beruflich veranlasst sein, wenn dem Gastgeber gekündigt wurde (Urteil des Niedersächsischen Finanzgericht, Aktenzeichen 8 K 90/08).

Nicht absetzbar sind die Kosten für den Besuch von teuren Varietés, Striptease-Clubs und ähnlichen Veranstaltungen, da bei diesen die Bewirtung nicht im Vordergrund steht.

Ohne Rechnung geht nichts

Grundvoraussetzung für den steuerlichen Abzug: Sie müssen die Restaurant-Rechnung vorlegen. Diese muss folgende Angaben enthalten:

  • Ort
  • Tag
  • Teilnehmer
  • Anlass
  • Höhe der Ausgaben

Das Finanzamt erkennt nur Rechnungen an, die von einer Registrierkasse maschinell erstellt wurden.

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