12. August 2020

Den Horizont erweitern

© PHOTOCREO Michal Bednarek/Shutterstock

Kaum hat der Urlaub begonnen, ist er gefühlt schon wieder vorbei. Wer eigene Ziele verfolgen will, die mehr Zeit und Energie benötigen, oder einfach einen Burnout vermeiden will, kann ein Sabbatical nehmen – eine Auszeit vom Beruf, meist für mehrere Monate. Anschließend kehrt man wieder zum alten Arbeitgeber zurück. Je nach Modell bezieht der Arbeitnehmer dabei weiter Gehalt und Sozialleistungen. Bei einigen Ausstiegslösungen gibt es allerdings gar nichts. 

Einen Roman schreiben, endlich die lang ersehnte Weltreise unternehmen, die kranke Mutter pflegen, nochmal Vorlesungen besuchen, ins Kloster gehen, in einer Suppenküche helfen oder einfach mal die Seele baumeln lassen – das Sabbatical ist der Traum vieler Arbeitnehmer. Oft bleibt es allerdings beim Traum. Denn viele schrecken davor zurück, zum Beispiel aus Angst vor beruflichen Nachteilen oder finanziellen Einbußen. Das muss aber nicht so sein, denn wer gute Argumente hat, um den Chef zu überzeugen, kann von der Auszeit profitieren. 

Rechtlicher Rahmen

Ein Sabbatical dauert in der Regel zwischen drei und zwölf Monaten. Die Auszeit ist gesetzlich im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt. Dieses sieht die Möglichkeit von Teilzeitarbeit vor, die man für das Sabbatjahr nutzen kann. Voraussetzung ist allerdings, dass mehr als 15 Personen im Unternehmen arbeiten und dass der Arbeitnehmer eine Beschäftigungsdauer von mehr als sechs Monaten vorweisen kann. Einen Anspruch auf ein Sabbatical gibt es dennoch nicht, der Chef kann es aus betrieblichen Gründen ablehnen. 

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Maximilian Modler
Maximilian Modler
Maximilian Modler hat die Electronic Media School in Potsdam besucht und dort ein crossmediales Volontariat mit Schwerpunkt auf Verbraucher- und Wirtschaftsthemen absolviert. Er lebt und schreibt in Berlin, unter anderem für Spiegel Online, die Stiftung Warentest und natürlich für verbraucherblick.