13. September 2017

Windeln im Test

© Troscha/Shutterstock.com

Man mag es kaum glauben. Wegwerfwindeln gibt es erst seit den 1950er-Jahren. Eine Erfindung, auf die Mütter und Väter sehnlichst gewartet hatten. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Windelmarken. Welche Unterschiede gibt es zwischen teuren und billigen Windeln?

Die Wegwerfwindel

Im Jahr 1973 kam die Windel nach Deutschland, die zum Synonym für die Einmalwindel wurde: die Pampers des amerikanischen Konzerns Procter & Gamble. Damals wurde die Pampers sogar noch von Sicherheitsnadeln zusammengehalten. Doch mit den Jahren wurde sie stetig weiterentwickelt. Klebeverschlüsse und eine immer bessere Saugkraft zeichneten sie aus. Pampers ist bis heute Marktführer in Deutschland. Die Wegwerfwindel schlug hierzulande ein wie eine Bombe. Denn die bis dahin üblichen Stoffwindeln waren für die Eltern damals eine echte Schinderei. Nach Benutzung mussten sie mühsam ausgekocht werden.

Die Stoffwindel gibt es noch immer. Aber sie führt mittlerweile ein Nischendasein bei umweltbewussten Müttern und Vätern. Der Erfolg der Pampers hat eine Menge Mitbewerber auf den Plan gerufen. Mittlerweile haben viele Discounter und Drogerieketten eigene Windelmarken im Angebot. Oft deutlich günstiger als der Marktführer. Dazu kommen noch diverse Nischenanbieter. Zum Beispiel sogenannte Ökowindeln, die ökologisch denkende Eltern ansprechen wollen.

Enorme Mengen Müll

Doch Wegwerfwindeln haben bei allen Vorteilen auch einen großen Nachteil. Wie der Name schon sagt: Sie werden nach Gebrauch weggeworfen. Das produziert viel Müll. Denn jedes Baby braucht am Tag 4 bis 5 Windeln. Rund 6000 Windeln sammeln sich an, bis ein Kind trocken ist. Ein riesiger Müllberg. Längst gibt es deshalb auch nachhaltigere Alternativen auf dem Markt. Bei den sogenannten Ökowindeln sind zwischen 50 und 80 Prozent biologisch abbaubare Rohstoffe verarbeitet. Das soll die Umwelt schonen. Doch ob das wirklich sinnvoll ist, müssen Eltern für sich selbst entscheiden. Denn auch mit 80 Prozent nachhaltigen Rohstoffen bleiben noch 20 Prozent, die nicht recycelt werden können. Deshalb landen auch Ökowindeln normalerweise im Hausmüll und werden schließlich genau wie herkömmliche Windeln in der Müllverbrennungsanlage verbrannt.

Deutliche Preisunterschiede

Viele Wegwerfwindeln produzieren aber nicht nur viel Müll – sie sind auch ziemlich teuer. Über die Jahre kann da einiges zusammenkommen. Windeln vom Discounter oder von der Drogerie sind oft deutlich günstiger als der Marktführer. Aber sind sie auch genauso gut? Im Teuer-oder-billig-Windel-Vergleich treten drei teure und drei günstige Windeln an: Marktführer Pampers, eine Ökowindel von MOLTEX und eine Ökowindel von Naty – je eine Windel vom Discounter ALDI SÜD, von dm und von ROSSMANN. Die Preisunterschiede können sich sehen lassen: Eine Ökowindel von Naty kostet pro Stück rund 32 Cent, die Pampers baby-dry rund 27 Cent, die MOLTEX rund 25 Cent. Deutlich günstiger sind die Billigwindeln. Bei ROSSMANN kostet eine Windel rund 14 Cent, bei dm zahlen Eltern rund 13 Cent und bei ALDI ebenfalls 13 Cent. Mit den Günstigen können Eltern also viel Geld sparen. Aber sind sie auch genauso gut wie teure Windeln? Und auch genauso auslaufsicher? Das ZDF-Verbrauchermagazin WISO macht den Test. Lesen Sie mehr dazu in verbraucherblick 09/2017.

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