TAN-Listen scannen und mittels OCR in den Datentresor übernehmen

  • Hallo,


    es würde mir und sicherlich vielen anderen Anwerndern sehr viel Arbeit ersparen, wenn man TAN Listen einscannen oder abfotografieren könnte und diese Bild dann mittels eingebauter OCR-Schnittstelle in den Datentresor übernehmen könnte.


    Gruss
    Rene

  • das geht. Habe ich schon mehrfach gemacht. Man muss manchmal etwas fummeln und evtl. einzelne TANs korrigieren.

    Hängt natürlich von der Vorlage ab. Bei anständigen Vorlagen klappte das bei mir immer ohne. Man muß aber auf jeden Fall das Ergebnis prüfen.
    Aber ich glaube, sein Problem ist die OCR-Erkennung. Wobei bei den Scannern heutzutage OCR-Software dabei ist und z.B. auch im MS-Office enthalten ist.
    Gruß
    Dirk

  • Hat zwar nur indirekt mit dem Thema zu tun, aber unter dem Aspekt der Sicherheit bekomme ich hier leichte Bauchschmerzen. Man sollte beachten dass bei der OCR-Erkennung gern temporäre Dateien zurückbleiben, so dass die TAN-Liste u.U. völlig ungeschützt irgendwo auf der Festplatte liegt.


    Das sehen die Banken ganz sicher nicht gerne. ;)


    Gruß
    Jürgen

    [size=8]• Ich beantworte keine Programmfragen per PN! Fragen gehören ins Forum - dann haben alle etwas davon! •

  • Völkl
    In den Sonderbingungen meiner Bank heißt es hierzu, dass diese Unterlagen geheim zu halten sind.
    Sofern ich also nicht alleine im Haushalt lebe, muss ich die Liste so aufbewahren, dass ein Unberechtigter nicht ohne weiteres Zugang zu diesen Unterlagen erhält, z.B. indem ich sie in einer Geldkassette wegschließe.
    Für die elektronische Aufbewahrung bedeutet dies, dass der Zugang zum Speicherort mindestens durch ein Passwort geschützt sein muss.

  • die meisten Banken untersagen die elektronische Speicherung der TAN ausdrücklich.

    Ja, darauf muß man hinweisen (auch der Einwand von Jürgen ist zu bedenken), obwohl wir uns ja einig sind, daß manche Bestimmungen nicht mehr zeitgemäß sind (insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, daß sich da in letzter Zeit auch immer wieder Sicherheitslücken bei den Banken aufgetan haben). Also muß jeder für sich selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen will. Empfehlen kann man es daher niemanden.
    Gruß
    Dirk

  • wenn ich die Tan-Liste zu Hause aufbewahre und auf Anforderung die benötigte I-Tan eingebe hat die Bank damit ein Problem?


    Unter der Bedingung dass du während der Eingabe sicherstellst dass die iTAN bzw. die Liste durch andere Personen nicht ausgespäht werden kann, ist das der von der Bank vorgesehene Weg. Ein Problem hat sie allerdings wenn du die TAN außerhalb des Onlinebanking-Verfahrens weitergibst - auch unbewusst - z.B. in einer temporären Datei, die sich ein Eindringling aneignet.


    Gruß
    Jürgen

    [size=8]• Ich beantworte keine Programmfragen per PN! Fragen gehören ins Forum - dann haben alle etwas davon! •

  • Für die elektronische Aufbewahrung bedeutet dies, dass der Zugang zum Speicherort mindestens durch ein Passwort geschützt sein muss.


    Welche Anwendung zum Speichern von PIN und TAN betrachtet die Bank denn als sicher?


    Gruß
    Jürgen

    [size=8]• Ich beantworte keine Programmfragen per PN! Fragen gehören ins Forum - dann haben alle etwas davon! •

  • Ein Problem hat sie allerdings wenn du die TAN außerhalb des Onlinebanking-Verfahrens weitergibst - auch unbewusst - z.B. in einer temporären Datei, die sich ein Eindringling aneignet.


    Die Tan-Liste gehört auch nicht in den Datentresor :!:
    Wenn du die i-Tan bei Bedarf eingibst, bist du auf der sicheren Seite, denn für einen Profi gibt es keinen sicheren Bereich auf deinem PC.
    MfG Günter

  • Die Tan-Liste gehört auch nicht in den Datentresor :!:


    Stimmt, in der Laptoptasche ist sie viel sicherer aufgehoben. :whistling:


    Zitat

    Wenn du die i-Tan bei Bedarf eingibst, bist du auf der sicheren Seite, denn für einen Profi gibt es keinen sicheren Bereich auf deinem PC.


    Die Aussage hat ComputerBild Qualität. Wenn es keinen sicheren Bereich auf deinem PC gibt, dann dürftest du ja gar kein OnlineBanking auf deinem Rechner machen. Wer versichert dir denn, dass dein .Net-Framework nicht komprimitiert ist?


    Ansonsten: Zum einen ist der Datentresor als solcher verschlüsselt und MG läuft bei mir auf einem mit AES verschlüsselten USB-Stick.


    Jetzt frage ich dich: Was ist unsicherer? Die TAN-Liste in der Laptop-Tasche oder im Datentresor?


    Viele Grüße


    Sandro

  • Mal ehrlich: muss man wirklich überall und jederzeit Überweisungen machen können? Muss man also alles mit dem Laptop mitschleppen? Oder wäre es nicht sinnvoller, das Banking mit HBCI-Chipkarte und Kartenleser zu machen? Und zwar nur auf einem stationären Rechner?


    Auch das Secoder-Banking setzt voraus, dass man einen Kartenleser am Rechner angeschlossen hat. Also einfache Frage an alle: Warum nicht in die Sicherheit investieren und online-Banking mit Kartenlesegerät machen.


    Falk

  • Mal ehrlich: muss man wirklich überall und jederzeit Überweisungen machen können? Muss man also alles mit dem Laptop mitschleppen? Oder wäre es nicht sinnvoller, das Banking mit HBCI-Chipkarte und Kartenleser zu machen? Und zwar nur auf einem stationären Rechner?


    Och, ich hab auch einen Reiner-SCT in meiner Laptop-Tasche.


    Zitat

    Auch das Secoder-Banking setzt voraus, dass man einen Kartenleser am Rechner angeschlossen hat. Also einfache Frage an alle: Warum nicht in die Sicherheit investieren und online-Banking mit Kartenlesegerät machen.


    Weil die Bank vielleicht nur FinTS PIN/TAN oder eben noch kein Secoder anbietet?


    Viele Grüße


    Sandro

  • Stimmt, in der Laptoptasche ist sie viel sicherer aufgehoben.


    Stimmt :) ....so lange du kein Online-Banking mit dem Laptop machst, was übrigens auch kein vernünftiger Mensch macht.
    Aber das ist doch alles deine freie Entscheidung, nur versuch mal eine Bank in Regress zu nehmen, wenn du dein Online-Banking vom Laptop machst und deine Tan-Liste auch noch auf dem Laptop abgespeichert hast ?(
    Ich gebe zu, dass du schon mit deiner Konstellation im ziemlich sicheren Bereich bist, aber :?:
    MfG Günter

  • so lange du kein Online-Banking mit dem Laptop machst, was übrigens auch kein vernünftiger Mensch macht.
    Aber das ist doch alles deine freie Entscheidung, nur versuch mal eine Bank in Regress zu nehmen, wenn du dein Online-Banking vom Laptop machst und deine Tan-Liste auch noch auf dem Laptop abgespeichert hast

    Du solltest präziser formulieren. Ich weiß zwar, was Du meinst, aber es ist aus sicherheitstechnischer Sicht egal, ob Du an einem Desktop-Rechner oder einem Laptop sitzt. Man kann ein Laptop im LAN per Kabel einbinden genau so wie man ein Desktop-PC ins W-LAN hängen kann. Wichtig ist allein die Netzwerkumgebung, in der man sich befindet.
    Gruß
    Dirk

  • Ich weiß zwar, was Du meinst,...


    Ein Laptop hinter einem Router im Netz ist sicher und nicht der "Laptop" den ich meine. :)
    MfG Günter

  • ....aber auch nur dann, wenn er mit einem Kabel im Netzwerk verbunden ist. Und das meint sicher Dirk und das weiß sicher auch nicht jeder auf Anhieb.

    Was ich meinte ist der Punkt, daß es diese saubere Trennung im Anwendungsprofil von Desktop-PCs vs. Notebooks nicht mehr gibt. Das fängt damit an, daß heutzutage viele Leute sich lieber privat ein Notebook kaufen. Nicht um damit auf Reise zu gehen, sondern weil es einfach nicht so viel Platz benötigt und bei Bedarf flugs weggeräumt werden kann.
    Sicherheitstechnisch gibt es da für mich keine Umterschiede bzw. muß man das Gesamtsystem betrachten. Wie Sandro schon richtig anmerkte, gibt es da einige Punkte in diese Betrachtung einzubeziehen. Welchen Vorteil hat z.B. ein PC, wenn er in einer unsicheren LAN-Umgebung ist? "Ein Laptop hinter einem Router im Netz ist sicher", schreibt Günter. Stimmt so auch nicht, sage ich, denn wenn jemand einen Viren-versuchten USB-Stick dran hängt, ist Schluß mit der Sicherheit. Und davor schrieb er: "so lange du kein Online-Banking mit dem Laptop machst, was übrigens auch kein vernünftiger Mensch macht.", damit meint er vermutlich, daß man sich nicht mit seinem Laptop in irgendein Hinterhof-Internetcafe in Transilvanien setzen sollte, um Online-Banking zu machen.
    Warum reite ich auf diesen Feinheiten herum? Weil, wie Du richtig schreibst, Otto Normalverbraucher diese Feinheiten nicht unterscheiden kann und nur liest: Laptop = unsicher, Desktop = sicher. Und das geht einfach an der Realität vorbei und kann bei Unbedarften dazu führen, daß sie unnötige Risiken eingehen.
    Gruß
    Dirk