4 ultimative Kniffe für mehr Harmonie im Verein

Menschlichkeit ist völlig überbewertet? Das sehe ich ganz und gar nicht so! Durch Zuhören und Verständnis für Andere könnten so viele Konflikte nicht nur gelöst, nein, sogar vermieden werden. Dazu genügen 4 ultimative Kniffe, die für Harmonie im Verein sorgen.Vor allem in großen Gruppen, wie wir sie oft in Verein vorfinden, prallen viele verschiedene Individuen mit eigenen Ansichten und Werten aufeinander. Als Vereinsvorstand hat man oft die Aufgabe, zu vermitteln.

Deshalb braucht es vor allem eine gehörige Portion sogenannter Soft Skills, um auf Dauer als Vorsitzender des Vereins glücklich zu werden. Natürlich gibt es auch die rechtlichen Aspekte, die dieses Amt mit sich bringt, aber die wollen wir an einer anderen Stelle behandeln. Heute geht es um das Kernthema im Verein: Menschlichkeit.

4 ultimative Kniffe für mehr Harmonie im Verein

Wenn alles gut läuft…

Dass alles gut läuft, ist die Wunschvorstellung eines jeden Vereinsverwalters. Trotzdem kann kein Verein über viele Jahre bestehen, ohne dass Konflikte auftauchen.

Keine Angst, dass alles zu jederzeit und immer gut läuft, ist aber in jeder sozialen Beziehung, die wir Menschen haben, kein dauerhafter Zustand. Vor allem in größeren Gruppen, wie in Vereinen, prallen so viele unterschiedliche Menschentypen aufeinander, dass sich Konflikte manchmal einfach nicht vermeiden lassen. Versteht mich nicht falsch, ich möchte euch harmonische Zeiten im Verein gewiss nicht madig reden. Ich möchte euch lediglich darauf hinweisen, dass sich Konflikte im Verein oft anbahnen.

Ein aufmerksamer Vorstand sieht solche Situationen kommen und kann darauf reagieren und so möglicherweise verhindern, dass Konflikte erst entstehen. Wie? Liebe Vereinsvorstände, alles was es dazu braucht, ist Aufmerksamkeit und gutes Zuhören. Und falls es dann doch mal zu Konfliktsituationen kommen sollte, setzt einfach die Kniffe ein, die ich euch jetzt erkläre.

Wenn es mal nicht so gut läuft…

Wenn es mal nicht so gut läuft mit der Zwischenmenschlichkeit im Verein, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ganz wichtig ist Kommunikation. Kommunikation bezeichnet die Verständigung untereinander. Sich verständigen funktioniert am besten, wenn man offen und ehrlich, ohne Anschuldigungen und Vorbehalte Schwierigkeiten bespricht. Ja, der Schlüssel liegt eben doch in der Kommunikation. Zur Kommunikation gehört allerdings nicht nur sprechen. Nein, auch zuhören ist ganz wichtig.

Das Spiel der Stillen Post

Wir alle haben als Kinder ‚Stille Post‘ gespielt und kennen das Spiel auch aus Sicht der Erwachsenen. Erfahrungsgemäß entstehen durch das Spiel der ‚Stillen Post‘ die meisten Missverständnisse zwischen Erwachsenen. Person B erzählt, dass A gesagt habe, dass dieses und jenes so oder so gesagt wurde und schwupps, kommt es bei Person C schon ganz anders an, als A es wahrscheinlich gemeint hat. Um sich falsch zu verstehen, braucht es meist nicht mal mehr als 2 Personen. Trotzdem wird reibungslose Kommunikation mit zunehmender Größe der Gruppe schwieriger.

Missverständnisse werden dadurch begünstigt, dass wir alle Individuen sind, die im Laufe ihres Lebens eine Menge Erfahrungen sammeln und aufgrund dieser Erlebnisse andere Menschen, deren Handlungen und Äußerungen bewerten. Meist geschieht dies, ohne es zu wollen. Also ohne bösen Willen oder Vorsatz.

Trotzdem stellt subjektive Interpretation eines der klassischsten Probleme der menschlichen Kommunikation dar. Soll heißen: So wie die Aussage bei dir ankam, war sie oft vielleicht gar nicht gemeint. Du hast eine Message in eine Aussage reininterpretiert auf Basis deiner Erfahrungswerte. Doch Achtung: Alle Menschen sind unterschiedlich. Von Erlebnissen mit Person X auf Person A zu schließen, ist nicht fair. Deshalb: Versucht Person A vorbehaltslos zu verstehen. Das funktioniert nur, wenn ihr die Erlebnisse mit Person X außenvorlasst.

Die Lösung dieses Problems

Zugegeben, die Lösung zu diesem Problem ist nicht ganz so einfach. Wenn sie das wäre, würde es aller Wahrscheinlichkeit nach viel weniger kommunikative Missverständnisse und somit weniger Zankereien und Konflikte geben. Trotzdem gibt es ein paar kommunikative Kniffe, die ihr anwenden könnt.

Hier kommen die 4 ultimativen Kniffe für mehr Harmonie im Verein:

  1. Verständnis: Um Konflikte zu lösen, oder noch besser, um sie zu umgehen, gehört eine gehörige Portion Verständnis dazu. Verständnis für die Situation und Reaktionen Anderer. Um dieses Verständnis aufzubringen, muss man sich oft in die Anderen hineinversetzen und versuchen, ihre Aussagen und Handlungen zu verstehen. Das bedeutet, dass man seine eigene subjektive Position überwindet und versucht, die Welt mit den Augen anderer Menschen zu sehen. Keine einfache Aufgabe, das weiß ich. Aber gerade in Konfliktsituationen hilft es meist schon, sich vor Augen zu halten, dass wir alle individuelle Gründe für unser Handeln haben. Wenn wir dann noch Verständnis zeigen und unseren Mitmenschen ein Mindestmaß an Anerkennung zollen, dann lassen Rollen Steine schon oft von ganz alleine aus dem Weg.
  2. Vorurteile beiseitelassen: Diese Taktik ist erst gar nicht möglich ohne dass wir unsere Vorurteile anderen Personen und Situationen gegenüber versuchen, außen vor zu lassen. Ja, Vorurteile außenvor zu lassen ist gewiss nicht einfach, aber auch hier hilft es oft, es sich bewusst zu machen, dass wir alle unser Päckchen zu tragen haben und dass meist kein böser Wille hinter Äußerungen und Handlungen steckt, sondern einfach nur die subjektive Interpretation der Lage aufgrund unserer Erfahrungen, die uns unser ganzes Leben geprägt haben.
  3. Gut zuhören: Um diese Strategien fahren zu können, ist gutes Zuhören essentiell. Ein ‚guter‘ Vorstand muss nicht nur gut reden können, um den Verein nach außen hin präsentieren zu können. Um Gutes reden zu können (im und außerhalb des Vereins und sowieso generell), muss gerade in Konfliktsituationen die Basis für das Gesprochene stimmen. Und wie bekommt man die? Ihr ahnt es: Durch interessiertes, vorurteilsfreies Zuhören. Dann könnt ihr euch zuerst eine eigene, unvoreingenommene Meinung bilden um dann zu…
  4. Vermitteln: Bingo! Wenn wir von Konfliktsituationen sprechen, gilt es einen gemeinsamen Nenner zu finden, der für die meisten – oder besser noch für alle Beteiligten– eine optimale Lösung darstellt. Zugegeben, die optimale Lösung für Alle ist das Traumszenario, aber zumindest lässt sich ein Kompromiss finden. Eine Konfliktsituation zu begraben bedeutet, dass jeder Beteiligte Zugeständnisse machen muss, was wiederum bedeutet, dass nicht alle starr auf ihrer Position verharren können. Ihr ahnt es: Nicht nur der Vereinsverwalter sollte versuchen, eine neutrale Position einzunehmen, auch die anderen Beteiligten müssen Verständnis und Mitgefühl aufbringen und dazu breit sein, den Anderen zu verstehen und seine Handlungen nachvollziehen zu können.

Die Wirklichkeit im Verein

Mir ist auch klar, dass die oben beschriebenen 4 ultimativen Kniffe für mehr Harmonie im Verein gerade in verfahrenen Situationen schwer anwendbar sind. Schließlich sind wir alle nur Menschen. Trotzdem möchte ich dafür plädieren, dass ihr euch einfach öfter vor Augen führt, wie wichtig Kniffe wie Verständnis, Unvoreingenommenheit und Aufmerksamkeit sind. Und ihr werdet sehen, dass ein bisschen mehr Menschlichkeit, und oft genügt nur ein bisschen, sehr förderlich für harmonische Beziehungen sind.

Tipp

Daher ist mein Tipp für euch: Seid aufmerksam. Im besten Fall könnt ihr als Vereinsvorstand schon vermitteln, bevor ein schwerwiegenderer Konflikt entsteht. Brandherde lodern oft schon längere Zeit, bevor sie sich lichterloh entzünden. Das funktioniert aber nur durch Fingerspitzengefühl, Menschenkenntnis und gutes Zuhören. Und falls euer Eingreifen dann doch mal zu spät kommen sollte, heißt es wieder Zuhören, Vorurteile beiseitelassen, Verständnis für die verschiedenen Parteien aufbringen, versuchen ihre Positionen nachzuvollziehen und dann zwischen diesen vermitteln, um einen bestmöglichen Kompromiss zu finden.

Jetzt seid ihr dran

Welchen kommunikativen Problemen begegnet ihr besonders oft in eurem Vereinsalltag und welche Kniffe können wir uns davon noch abschauen? Hinterlasst einen Kommentar unter diesem Beitrag! 🙂

Lena Kullmann

Mein Name ist Lena Kullmann. Als Studentin habe ich im Marketing von MEINVEREIN gearbeitet. In dieser Zeit habe ich über verschiedene Themen rund um die Vereinswelt geschrieben.

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