Einfach mal danke sagen

Einfach mal danke sagen! Zum internationalen Tag des Ehrenamts möchten wir die Gelegenheit dazu nutzen. Danke, an all die, die sich ehrenamtlich für uns alle einsetzen. Denn: Was wäre unsere Gesellschaft ohne Ehrenamt?

Dieses Szenario möchten wir uns gar nicht erst ausmalen! Umso schöner, dass rund 13,5 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum ehrenamtlich tätig waren (Quelle Statista).

Was bedeutet Ehrenamt?

Aber starten wir doch erst einmal damit, was Ehrenamt überhaupt bedeutet. Laut Duden ist es ein ehrenvolles „(besonders öffentliches) Amt, das überwiegend unentgeltlich ausgeübt wird“. In dieser Definition steckt auch schon genau der Punkt. Menschen engagieren sich für ihre Mitmenschen und verzichten dabei meist auf Bezahlung für ihre Arbeit. Alle zusammen haben das Ziel, etwas Gutes zu tun.

Was tun die Ehrenamtlichen überhaupt?

Diese Menschen bringen etwas ganz Wertvolles ein: Nämlich ihre Zeit. Rund 30 % der Männer und 23 % der Frauen engagieren sich noch neben ihrem Beruf ehrenamtlich (Quelle Statista). Dabei bringen die meisten bis zu 5 Stunden pro Woche dafür auf, nämlich 68 % (Quelle Statista). Rund die Hälfte der ehrenamtlich Tätigen engagiert sich in Vereinen, darauf folgen kirchliche oder religiöse Einrichtungen, Gruppen und Initiativen, staatliche oder kommunale Einrichtungen sowie Verbände und private Einrichtungen und Stiftungen. Engagement in Parteien oder Gewerkschaften belegt den letzten Platz (Quelle Statista). Was sind die Gründe dafür, keine ehrenamtliche Tätigkeit aufzunehmen? Allen voran ein Mangel an Zeit. Darauf folgen gesundheitliche Gründe und Informationsmangel, andere wiederum Spenden lieber (Quelle Statista).

Was erfordert ehrenamtliches Engagement?

Dabei spricht es in hohem Maße für die sich engagierenden Menschen, ehrenamtlich tätig zu sein. Warum? In erster Linie erfordert es eine hohe Sozialkompetenz. Es ist essentiell, mit Menschen gut umgehen zu können. Auch hohe Einsatzbereitschaft sowie Ideenreichtum und Kreativität sind gefordert. Organisationstalent und gutes Zeitmanagement kommen noch vor Fachwissen, Belastbarkeit und Führungsqualitäten in der Einschätzung der Anforderungen für freiwilliges Engagement. Auch ein gewisses Maß an Selbstlosigkeit ist gefordert. Zu guter Letzt ist auch die Fähigkeit, mit Behörden gut umgehen zu können eine wichtige Komponente im Ehrenamt (Quelle Statista).

Was bewegt Menschen dazu, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Es wird deutlich: Ehrenamt bedeutet nicht nur soziale Prestige in unser Gesellschaft, sondern auch von den Betroffenen eine große Bereitschaft, sich aktiv einbringen zu wollen. Charakteristisch für die postmoderne Gesellschaft ist Individualisierung. Platt ausgedrückt bedeutet dies, dass der Einzelne in den Fokus rückt. Menschen möchten selbst bestimmen, was sie tun und wie sie leben. Trotzdem scheint vielen Menschen noch etwas daran gelegen zu sein, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Motive für ehrenamtliches Engagement gibt es fast ebenso viele wie tatsächlich ehrenamtlich Tätige. Seien es nun altruistische, also uneigennützige, oder auch egoistische Motive, die Gesellschaft braucht Menschen, die sich unentgeltlich für die Allgemeinheit stark machen!

Wie sieht das die Bundesregierung?

Das sieht auch die deutsche Bundesregierung so. Deshalb verleiht der Bundespräsident auch zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember 24 Verdienstorden an Frauen und Männer aus allen Bundesländern. Diese engagieren sich unter anderem im kommunalpolitischen, sozialen oder auch kirchlichen Bereich und haben sich in der Völkerverständigung, in der Wissenschaft oder auch im Sport oder Naturschutz auf besondere Weise eingebracht (Quelle Bundespräsident).

Einfach mal danke sagen!

Trotzdem können nicht alle Menschen ausgezeichnet werden, die sich ehrenamtlich in unserer Gesellschaft engagieren. Deshalb möchten wir auch den anderen vielen Millionen danke sagen. Danke dafür, dass ihr eure Zeit dafür aufbringt, für uns alle etwas Gutes zu tun! Denn dies ist noch lange nicht selbstverständlich. Selbstverständlich ist natürlich auch, dass jeder seine Gründe dafür hat, sich nicht zu engagieren. Dies soll keine Anklage sein für Menschen, die ihre ganz persönlichen Gründe dafür haben, ihr Leben so zu leben, wie sie es tun. Trotzdem ist das Ehrenamt das Bindemittel unserer Gesellschaft. Um viele Bereiche, vor allem soziale und kulturelle, wäre es ohne ehrenamtliches und freiwilliges Engagement schlecht bestellt.

 

Deshalb sagen auch wir euch heute ganz herzlich DANKE!

Macht weiter so! 🙂

Lena Kullmann

Mein Name ist Lena Kullmann. Als Studentin habe ich im Marketing von MEINVEREIN gearbeitet. In dieser Zeit habe ich über verschiedene Themen rund um die Vereinswelt geschrieben.

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