Bogen rund

Gartenarbeit von der Steuer absetzen

Mit der heimischen Urlaubsoase Steuern sparen


Die ersten Sonnenstrahlen, das erste Vogelgezwitscher – mit dem Frühlingsbeginn steigt auch schnell der Tatendrang. Ob neue Pflanzen, neuer Rasen oder doch lieber eine komplette Umgestaltung – der Garten muss fit für den Sommer gemacht werden. Doch warum selbst Hand anlegen? Denn beauftragen Sie einen Gärtner spart das nicht nur Zeit. Denn es heißt: Gartenarbeit absetzen und Steuern sparen! Wie genau? Das erfahren Sie hier.

Kurz & knapp

  • Sie können einige Kosten fĂĽr die Gartenarbeit absetzen und damit Steuern sparen
  • Je nach Art der Gartenarbeit können die Arbeitskosten als Handwerkerleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden
  • Den Rechnungsbetrag sollten Sie unbedingt ĂĽberweisen

Gartenarbeit absetzen – aber wie?

Geht es um Arbeiten im Haushalt, erkennt das Finanzamt entweder Handwerkerkosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen an. Und die Gartenarbeit kann grundsätzlich beides sein. Der Unterschied? Es gelten verschiedene Voraussetzungen und Höchstbeträge. Sie sollten daher genau darauf achten, was bei Ihnen zutrifft, um den höchstmöglichen Steuervorteil zu erzielen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Bei den haushaltsnahen Dienstleistungen können Sie bis zu 20 Prozent Ihrer Kosten absetzen – maximal jedoch 4.000 Euro. Das entspricht einer Rechnungssumme von 20.000 Euro! Erfahren Sie weiter unten, welche Kosten Steuern sparen können. Geht es um Ihren Garten, gelten jedoch nur regelmäßig anfallende Pflegearbeiten als haushaltsnahe Dienstleistungen. Dazu gehören unter anderem:

  • Rasenmähen
  • Schädlingsbekämpfung
  • Heckenschneiden

Handwerkerleistungen

Zu den Handwerkerleistungen zählen hingegen eher umfangreichere Maßnahmen. In diesem Fall können Sie zwar ebenfalls 20 Prozent absetzen – allerdings nur bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro. Das entspricht einer Rechnungssumme von 6.000 Euro. Erfahren Sie weiter unten, welche Kosten Sie absetzen können. Zu den Handwerkerleistungen im Garten zählen beispielsweise:

  • Errichten oder sanieren einer Gartenmauer oder einer Umzäunung
  • Anlegen eines Gartenteichs
  • Reparaturen
  • Rollrasen verlegen
Info Glühbirne Gartenarbeit absetzen Lassen Sie Ihren Garten neu anlegen, zählt auch das zu den Handwerkerleistungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie ihn ganz neu anlegen oder lediglich umgestalten lassen.

Aber Achtung: Lassen Sie das im Rahmen des Neubaus Ihres Hauses machen, verlieren Sie den Steuervorteil. Dann zählt die Gartenarbeit zu den Neubaumaßnahmen – und die werden steuerlich nicht berücksichtigt. Sie sollten sich dann lieber etwas Zeit lassen und den Garten erst nach Ihrem Einzug in Angriff nehmen.

Wer kann die Gartenarbeit absetzen?

Von dem Steuervorteil profitieren nicht nur Eigenheimbesitzer. Auch Mieter können Gartenarbeit absetzen und Steuern sparen. Die Kosten tragen Sie in Ihrer Steuererklärung auf der Anlage Haushaltsnahe Aufwendungen ein.

Noch einfacher geht es mit WISO Steuer. Hier geben Sie Ihre Kosten einfach unter Allgemeine Ausgaben > Handwerker, Hilfen und Dienstleistungen im Haushalt. Das Programm setzt Ihre Eingaben dann automatisch an die richtige Stelle Ihrer Steuererklärung.

Welche Kosten kann ich absetzen?

Gartenarbeit absetzbare Kosten Infografik

Folgende Kosten inkl. MwSt. können Sie in Ihrer Steuererklärung geltend machen:

  • Arbeitskosten
  • Maschinenkosten
  • Fahrkosten
  • Verbrauchsmittel wie Schmier-, Reinigungs- oder SpĂĽlmittel, Streugut
  • Kosten der Entsorgung (allerdings nur, wenn das eine Nebenleistung zur Hauptleistung ist, wie die GrĂĽnschnittabfuhr bei der Gartenpflege)

Diese Kosten können Sie leider nicht in der Steuererklärung angeben:

  • Materialkosten wie Pflanzen, Erde oder Baumaterial
  • Kosten fĂĽr Entsorgung und Gutachtertätigkeiten, wenn diese die Hauptleistung darstellen

Rechnung? Bitte ĂĽberweisen!

Um die SteuervergĂĽnstigung zu erhalten, brauchen Sie unbedingt eine Rechnung von Ihrem Dienstleister. Darauf mĂĽssen Lohn- und Materialkosten getrennt voneinander ausgewiesen sein.

Und diese müssen Sie dann per Überweisung begleichen. Lassen Sie sich daher nicht zur Barzahlung überreden, auch wenn es nur um eine vergleichsweise geringe Summe geht. Das Finanzamt erkennt nur Ausgaben an, die Sie überwiesen haben und die Sie anhand eines Kontoauszugs auch belegen können. Die nötigen Nachweise müssen Sie zudem mindestens 2 Jahre aufbewahren.

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Tipp zum Jahresende

Haben Sie in den letzten Wochen des Jahres Handwerker beauftragt? Dann könnte dieser Tipp bares Geld für Sie wert sein: Prüfen Sie zuerst, wie weit Sie Ihre Möglichkeiten zum Steuerabzug bereits wahrgenommen haben. Ist die Rechnung hoch und liegt über der Höchstsumme von 6.000 Euro?

Reden Sie mit Ihrem Handwerker und versuchen Sie, einen Teil der Zahlung ins neue Jahr zu verschieben. Denn für das Finanzamt zählt das Datum der Zahlung, nicht das der Arbeiten. So vermeiden Sie es, dass ein Teil Ihrer Kosten ins Leere läuft.

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