25. Februar 2021

Telefon-Spam: Netzagentur meldet Abzocke-Boom

© 1683036676 Maksim Shmeljov / Shutterstock

So viele Verbraucherbeschwerden wegen Telefonwerbung gab es noch nie. Die Bundesnetzagentur erreichten im vergangenen Jahr 63.273 schriftliche Beschwerden, was rund 9000 mehr als im Vorjahr sind. Die Behörde verhängte Bußgelder in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro gegen 17 Unternehmen wie ein von Mobilcom-Debitel beauftragtes Callcenter und der Pay-TV-Anbieter Sky. Zu den Maschen am Telefon zählen das Unterschieben von Verträgen und das Vortäuschen falscher Identitäten, etwa von Polizeibeamten.

Dagegen ist Emotet ausgemerzt. Für die Ausrottung der gefährlichsten Schadsoftware der Welt haben Strafverfolgungsbehörden weltweit zusammengearbeitet und die Infrastruktur von Emotet zerschlagen, wie das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft mitteilten. Cyberkriminelle hatten mithilfe dieser Schadsoftware neben privaten Rechnern auch die IT-Infrastruktur von Kliniken und Behörden weltweit angegriffen und Lösegeld erpresst. Dabei entstanden insgesamt Schäden von 2,1 Milliarden Euro.

Bit- und Bytefänger treiben ihr Unwesen auch nach dem Emotet-Tod weiter. Neben Computern werden Smartphones und Tablets manipuliert. Und auch per SMS, Telefon und sogar mit geklauter Identität wird Abzocke betrieben. Was hinter Smishing und Vishing steckt und wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie im Schwerpunkt der verbraucherblick-Ausgabe Februar 2021 in den Beiträgen „Smishing und Vishing – Betrug per Telefon und Handy“, „Schädliche Software – Rechner vor kriminellen Angriffen schützen“ und „Digitale Doppelgänger – Schutz vor Identitätsdiebstahl“.

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