Überweisungen mit QR-Code

  • Denn ich kann nicht davon ausgehen, dass MG weiß, welche Informationen für die ÜW aus einer normalen Rechnung heraus verwendet werden sollen. Das müsste vollautomatisch mit dem QR-Code beim scannen oder beim öffnen der Datei mit MG passieren.


    Doch, genau dies ist möglich. So schwierig sind die einschlägigen Daten nicht zu erkennen. Das ist für ein Proggie (will jetzt hier keine Namen nennen) keine schwierige Übung. Betrag, Name, IBAN mit 2xBuchstabe und Anzahl Zahlen ist ganz leicht.
    Ich bin jetzt nicht gegen euren QR-Code aber von der Reihenfolge der Umsetzung erwarte ich mir erst diese einfachere Übung. Ich meine mit kopieren nicht die einzelnen Parameter kopieren. Relevanten _Bereich_ markieren, kopieren und sh. screenshots

  • Wie sieht denn das Papierne oder elektronisch als PDF übermitteltete Originaldokument der Rechnung aus? Oder woher sind die Daten sonst? Parsen nach Schlüsslwörtern sollte möglich sein. Aber dummerweise haben elektronisch übermittelte Rechnungen keinen normierten Aufbau und Texte. Das macht es nämlich nicht ganz einfach. Und nebenbei bemerkt, ausländische IBAN sind nur an den ersten 4 Positionen mit unseren vergleichbar. Die Länge des Strings kann abweichen und die Zeichen können auch Alphanumerisch sein.


    Der QR-Code gibt dem Rechnungssteller aber die Möglichkeit, alle ÜW relevanten Daten dort zu kodieren und so z.B auch seinen Cashflow auf verschiedenen Konten zu regeln in dem er das Zielkonto explizit im QR-Code hinterlegt. Das ist evtl. für Firmen mit mehreren Konten eine interssante Option um selber nicht umbuchen/ausgleichen zu müssen. Und es werden keine relevanten Daten zur Identifikation des Zahlungseingangs (Verwendungszweck, End to End ID, Kundenreferenz) vergessen oder vertauscht so dass die OP-Kontrolle beim Zahlungsempfänger auch vereinfacht wird.


    Falk

  • Naja, wenn Du gleich einen Konzern führen willst ;) Aber im Ernst. Für die allermeisten MeinGeld Nutzer würde es sicher reichen wenn MG Empfänger, Kontonummer, BiC, Verwendungszweck und den Betrag erkennt.
    Und dies
    "Der QR-Code gibt dem Rechnungssteller aber die Möglichkeit, alle ÜW relevanten Daten dort zu kodieren und so z.B auch seinen Cashflow auf verschiedenen Konten zu regeln in dem er das Zielkonto explizit im QR-Code hinterlegt. Das ist evtl. für Firmen mit mehreren Konten eine interssante Option um selber nicht umbuchen/ausgleichen zu müssen. Und es werden keine relevanten Daten zur Identifikation des Zahlungseingangs (Verwendungszweck, End to End ID, Kundenreferenz) vergessen oder vertauscht so dass die OP-Kontrolle beim Zahlungsempfänger auch vereinfacht wird."
    interessiert mich als Überweisenden doch überhaupt nicht. Geld kommt auf dem angegebenen Zielkonto mit dem richtigen VWZ und Betrag, vielleicht noch mit EndToEnd, an und gut ist es. Eine Firma mit einer solchen Buchhaltung soll doch auch ihre Software zu ihrer Verwaltung schreiben lassen. Das ist zweifellos alles interessant aber nicht die Arbeit von MeinGeld in den Händen eines privaten Nutzers. Und dafür ist die Software schließlich.

  • Das ist eben die Win Win Situation: Ich spare mir die Arbeit des Tippens, oder markieren und kopieren/einfügen und der Zahlungsempfänger bekommt alle Informationen so wie er es haben möchte und kann da mit einem höheren Automatisierungsgrad arbeiten. Btw. mein Arbeitgeber verwendet SAP als ERP und ich kenne den Aufwand für Anpassungen von Standardsoftware.


    Falk

  • Hallo Falk,
    mir ist eigentlich nur die Reihenfolge der Umsetzung wichtig. Trotzdem ein paar Worte. Mit der Maus markieren, rechtsklick kopieren und einfügen ist doch keine Arbeit. Das Dokument muss doch sowieso in die Dokumentenverwaltung. Ob der Empfänger sich hier eine Erleichterung schafft stelle ich auch in Frage. Er hat gerade seine Vorducke, welche kaum noch einer nützte, abgeschafft und lässt jetzt QR Code für 0,1 % der Kunden aufdrucken? Das ist kein Argument für eine Einführung in MG. Da stellt sich nur die Frage nach dem User-Nutzen. Wenn ich mir durch den Code das Einscannen der Dokumente sparen könnte, ok. Obwohl ich das mittlerweile auch schnell mit einer Handy-App umsetze. Ich sehe euren Wunsch daher wohlwollend neutral und werde mich aus diesem Thread ausklinken. Eine Umsetzung kann ich mir eh erst für MG2016 vorstellen.
    Grüße

  • Der QR-Code soll ja nicht auf die ÜW-Formulare, sondern auf die Rechnung. Diese sollte aus der Dokumentenverwaltung heraus intern nach dem QR dursucht werden und dann die Daten automatisch zur Erzeugung einer ÜW führen. Der MG-User muss ggf. nur noch Kategorie einfügen oder Zahlungstermin anpassen und schon ist alles erledigt. Gerade zu SEPA Zeiten, in denen heute das Zielkonto hier, morgen in Litauen, übermorgen in Irland und nächsten Monat in Spanien ist, stellt die vollautomatische Erstellung von ÜW-Daten einen erheblichen Vorteil dar. Aber sicher muss sich das Verfahren auch verbreiten (Henne - Ei Problem).


    Die Erzeugung des QR-Codes zur Laufzeit der Rechnungsstellung macht das System ja so flexibel und damit im Grunde genommen wirklich sinnvoll. Direkt auf das PDF der elektronischen Rechnung oder beim Andruck zum postalischen Versand.


    Falk

  • Hallo,


    ich finde den ursprünglichen Vorschlag gar nicht so verkehrt. Natürlich steht und fällt der Nutzen mit der Verbreitung von QR-Codes auf Rechnungen. Allerdings hat Falk1 meiner Meinung nach auch Recht, wenn er sagt das einscannen am PC zu zeitaufwändig und die Erkennung des Barcodes auf einem Scan zu kompliziert ist.


    Wie wäre es mit einer einfach zu realisierenden Zwischenlösung:
    Man erweitert die Buhl Belegerfassungsapp um das OpenSource-Barcodescanner Modul. Zur Verarbeitung ergibt sich dann folgender Ablauf:

    • Belegerfassung auf Handy starten
    • Barcode scannen

    je nach Spielart könnte nun die Anwendung eine Email Übersweisungsdatei an meine Mailadresse schicken - oder noch besser - die Überweisung mit den anderen Belegen über die Online-Schnellerfassung empfangen.


    Diese Lösung wäre pragmatisch, durch das Handy mobil und leicht zu realisieren.

  • Ich bekomme immer mehr Rechnungen per E-Mail (PDF) mit QR-Bezahlcode. Ein entsprechendes Modul in MG 201x wäre hier sicherlich sehr nützlich, zumal mit SEPA die Falscheingabe IBAN / BIC doch wahrscheinliche geworden ist.
    Technisch könnte ich mir vorstellen (ähnlich der optischen Erfassung der TAN), dass man in der PDF-Rechnung den QR-Code anklickt und die Daten dann automatisch in das Überweisungformular von MG übernommen werden.

  • Ich bekomme immer mehr Rechnungen per E-Mail (PDF) mit QR-Bezahlcode. Ein entsprechendes Modul in MG 201x wäre hier sicherlich sehr nützlich, zumal mit SEPA die Falscheingabe IBAN / BIC doch wahrscheinliche geworden ist.
    Technisch könnte ich mir vorstellen (ähnlich der optischen Erfassung der TAN), dass man in der PDF-Rechnung den QR-Code anklickt und die Daten dann automatisch in das Überweisungformular von MG übernommen werden.


    Wobei man schon darauf achten sollte, welche Art der Codeverarbeitung seitens Buhl präferiert werden soll. BezahlCode und QR-Code nach EPC sind nach meiner Information nicht identisch und kompatibel. http://www.zahlungsverkehrsfra…erweisung/sepa-zahlschein


    Falk

  • Wie stellst du dir das vor? Die Software läuft unter Windows. Wie soll hier ein QR-Code eingescannt werden? Über die Webcam? Oder soll man diesen mit dem Handy scannen, umwandeln und dann übers Internet nach MG übertragen?

    Ich habe am Rechner einen Scanner angeschlossen, den ich auch nutze, um Belege im MG zu den Buchungen zu erfassen. Falls die Belege einen Code enthalten würden, fiele so die Erfassung gleich mit ab.


    Öfter als Codes auf den Rechnungen findet man noch vorgedruckte Überweisungsträger. Deren Aufbau ist standardisiert und deren Verarbeitung sollte prinzipiell auch ohne Weiteres möglich sein, denn Banken machen das an den SB-Terminals ja auch so.


    Wenn man die Überweisungsträger mit dem Scanner einliest, könnte man auch gleich wieder 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, nämlich erstens den Beleg zur Überweisung erfassen und zweitens die Buchungsdaten daraus zu lesen und ins Überweisungsformular zu übertragen.


    Ein Scanner eignet sich mit Sicherheit für diese Zwecke.


    Für die Methode mit den Codes würde man am Rechner eine einfache Plug&Play-Webcam nehmen (der Umweg über ein Smartphone dürfte zu umständlich sein).

  • elektronisch via Mail oder Download übermittelte PDF-Datei

    Dieses Theme ist sehr interessant. Im B2B Umfeld wird dies bereits eingesetzt. Es gibt auch bereits Lösungen. Wer weiterlesen möchte kann hier unter ZUGFeRD einiges finden. Ob das für Mein Geld sinnvoll ist kann nur Buhl eintscheiden.
    Kurz erläutert:
    ZUGFeRD integriert in einem PDF-Dokument (Format PDF/A-3) standardisierte Rechnungsdaten im XML-Format: Die Rechnungen werden im PDF-Format verschickt. Die Daten werden zusätzlich in einer standardisierten XML-Struktur mit übertragen, die ins PDF eingebettet ist. Optisch ist die Rechnung nicht von einer gewöhnlichen PDF-Rechnung zu unterscheiden. Bei der Verarbeitung einer ZUGFeRD-Rechnung werden die Daten aus der eingebetteten XML-Struktur ausgelesen und die benötigten Daten in den Zahlungsträger, Buchungszeile, usw. übernommen.


    Gruß

  • Nachdem die ursprüngliche Diskussion irgendwann versandet ist, habe ich noch einmal den Buhl-Support direkt kontaktiert... hier das unbefriedigende Ergebnis:


    Stefaktiv schrieb:

    25.03.2014 10:56:43


    Sehr geehrte Damen und Herren,seit der SEPA-Umstellung kämpfen wohl alle Bankkunden die Überweisungen per Hand eingeben müssen mit den langen IBAN-Nummern. Zwischenzeitlich wurde auf europäischer Ebene bereits ein QR-Code für Überweisungen zertifiziert. Damit muss man die Daten nicht mehr abtippen, sondern nur noch den QR-Code abscannen. Viele Apps für Tablets und Mobiltelefone bieten die Funktion bereits an und ich würde mich freuen, wenn WISO Mein Geld in einer zukünftigen Version auch mit QR-Codes umgehen könnte. Neben dem Einlesen von QR-Codes wäre sehr wünschenswert, dass auch QR-Codes erzeugt werden könnten, damit man im Fall einer Überweisung auf das eigene Konto der jeweiligen Gegenseite auch einen QR-Code zukommen lassen kann.

    Yvonne Hörmann (Buhl) schrieb:

    26.03.2014 12:21:40 vielen Dank für Ihre Anfrage zu dem Programm WISO Mein Geld.Wir haben Ihren Hinweis als Verbesserungsvorschlag an die Entwicklungsabteilung weitergeleitet. Verbesserungsvorschläge werden umgesetzt, wenn- diese zu einem Kontext der jeweiligen Weiterentwicklung passen,- entsprechende Nachfragen von Kundenseite bestehen,- der Ressourcenbedarf für eine Umsetzung verhältnismäßig ist.Leider können wir aus diesen Gründen derzeit keine konkreten Aussagen zu einer Umsetzung machen. Wir bedanken uns schon hier für Ihr Interesse an unseren Produkten, die durch Ihre Ideen und Wünsche gestaltet werden.Für weitere Fragen, Anregungen und Hinweise stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.



    Stefaktiv schrieb:

    25.04.2016 17:54:00
    Ich komme auf meine Anfrage aus dem Jahr 2014 zurück, nachdem ich immer häufiger Rechnungen mit QR-Code erhalte und diese gerne direkt einlesen würde.


    Hat sich in der Sache schon etwas getan?

    Martin Stahl (Buhl) schrieb:

    25.04.2016 18:15:05 vielen Dank für Ihre Anfrage.


    Seitens des Projektmanagements ist zu Ihrem Verbesserungsvorschlag für die Desktop-Software WISO Mein Geld keine Anpassung geplant. Über eine Realisierung für mobile Endgeräte mit unserer App finanzblick steht eine Entscheidung noch aus.


    Für weitere Fragen, Anregungen und Hinweise stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

  • Lustig finde ich, dass z.B. die Ing-Diba schon massiv Werbung mit der "Foto-Überweisung" macht:


    Der Ansatz geht wenn ich es richtig verstanden habe sogar über das bloße Auslesen eines QR-Codes hinaus, weil die Daten auch aus Rechnungen und Überweisungsbelegen ohne QR-Code übernommen werden können.


    Das ist sicherlich recht anspruchsvoll in einem Programm umzusetzen und ich weiß auch nicht, ob es wirklich so gut funktioniert, wie in der Werbung gezeigt. Umso dringender sollte man bei Buhl zumindest die "kleine" Lösung mit dem QR-Code anpacken und die Einstellung "machen wir nicht" doch noch einmal überdenken.

  • Ich kann die Entscheidung vollkommen nachvollziehen. Das Einlesen eines QR-Codes von Desktop-PC ist nur mit zusätzlicher Hardware möglich und die wird kaum einer direkt dafür kaufen. Ausschlaggebend für die Realsierung von Verbesserungsvorschlägen ist u. a. dass ein Nutzen für einen Großteil der Anwender erkennbar ist. Diesen kann ich hier nicht erkennen. So verbreitet finde ich den QR-Codes jetzt auch wieder nicht. Darüber hinaus arbeiten viele mit Stammadressen/Bankverbindungen, die einmalig hinterlegt und dann immer wieder verwendet werden können. Ebenso gibt es Banken, die Apps anzubieten, die direkt die kompletten Rechnungen bzw. Überweisungsträger scannen können. Soetwas könnte man z. B. auch nutzen, wenn man erstmalig eine Rechnung von einem Empfänger erhält.

  • Darüber hinaus arbeiten viele mit Stammadressen/Bankverbindungen, die einmalig hinterlegt und dann immer wieder verwendet werden können.

    Genau, dazu hat man ja schließlich das Programm mit seiner Verwaltung von Adressen und Bankverbindungen.

  • Sven : die Zusätzliche HW wird nur bei papiernen Belegen benötigt. Für elektronisch übermittelte normalerweise nicht. Nebenbei ist natürlich auch ZUGFeRD mit dem XML eine Möglichkeit, Rechnungsdaten direkt zu verarbeiten. Und bzg. der Kommentierung von Billy über die Stammdaten aus der Adressverwaltung: In Zeiten von SEPA in denen der Kreditor seinen Cashflow über alle Möglichkeiten von verschiedenen Konten steuern kann, halte ich eine vollautomatische ÜW-Generierung für Hilfreich. Aber ich habe auch noch andere Vorschläge zu Automatisierung gemacht ...


    Falk