Dauer der Erstellung von Screenparser-Updates

  • Hallo,


    wollte nach 7 Wochen seit Meldung des Problems mal einen "Zwischenstand" geben:


    nach mehreren Pre-Updates in der Sache ist es inzwischen möglich, die Umsätze des Geld-Management-Kontos wieder abzurufen. Bei den Umsätzen der SuperMasterCard scheiterten alle bisherigen Korrekturversuche (es kamen dann immer andere Fehlermeldungen). Auf nachfragen wird man ständig vertröstet: man arbeite mit "Nachdruck" an dem Problem.


    Wie dem auch sei: es handelt sich bei dem Screenparser um eine beworbene Leistung des Produktes. Wenn ich aber seit 7 Wochen meine Kreditkartenumsätze manuell abrufen und mein Gesamtkontostand mit dem Taschenrechner ausrechnen muss, ist das Produkt für mich unbrauchbar. Natürlich ist die Santanderbank ursächlich für das Problem verantwortlich, aber eine Anpassung müsste in fast zwei Monaten doch zu schaffen sein, oder?


    Schöne Grüße


    Mara01

  • Wenn der Sourcecode (HTML/JAVA sonstiges) im Hintergrund ggf, sogar dynamisch (d.h. während der Laufzeit) laufend geändert wird, ist das eben nicht so einfach.
    Diese Thematik des Anpassungsproblems eines Screenparsers wurde, speziell in den letzten Monaten, sehr häufig, auch kontrovers, diskutiert. Sicher mag es für nicht ITK affine Benutzer von Software schwierig sein, zu verstehen, das hier für Entwickler ein großes Problem liegt.
    Such doch mal im Forum nach den diversen Threads zu dieser Thematik. Dort findest Du auch etliche Schilderungen über die vermutlichen Ursachen und Hintergründe. Zugeben wird Dir das aber kein Bankberater.
    Es gilt immer: Die Banken sind kein Wohlfahrtsverband und wollen/müssen Geld erwirtschaften. Und bei der derzeitigen Zinslage (EZB senkt den Leitzins heute auf 0% => in Worten NULL) nutzen sie alle zur Verfügung stehenden Mittel.


    Falk

  • Hallo,


    bin Informatiker und programmiere selbst. Deshalb ist mir die Problematik nicht fremd. Es geht mir hier eigentlich mehr um das "firmenpolitische".


    Entweder gibt es bei einem Problem in der Software


    - überhaupt keine Lösung, dann muss man dem Kunden das klar sagen


    oder


    - es gibt eine Lösung, dann muss man dem Kunden zumindest ungefähr einen Realisierungszeitraum angeben können.


    Ich könnte mit meinen betreuten Kunden nicht anders verfahren, sonst wären sie die längste Zeit meine Kunden gewesen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die eigentliche Arbeit ein Subunternehmer erbringt oder ich selbst.


    Ich habe den Eindruck, dass Buhl das Screenparser-Geschäft eher als eine Nische im Produkt betrachtet und mit niedriger Priorität behandelt. Dabei ist es genau der Punkt, wo sich das Produkt von anderen, die das nicht haben, unterscheidet. Deshalb habe ich es auch gewählt. Vielleicht sollte Buhl darüber nachdenken, sich von der Screenparser-Technologie im Produkt zu verabschieden.


    Schöne Grüße


    Mara01

  • wollte nach 7 Wochen seit Meldung des Problems mal einen "Zwischenstand" geben:

    Ich habe diese Diskussion mal abgetrennt, weil die nichts im Thread zu suchen hat, der ein konkretes Problem beschreibt. Bitte zukünftig das beachten.

    Es geht mir hier eigentlich mehr um das "firmenpolitische".

    Genau deshalb.

  • Dabei ist es genau der Punkt, wo sich das Produkt von anderen, die das nicht haben, unterscheidet.

    ?( Screenparser-Zugänge gibt es in allen Konkurrenzprodukten von Mein Geld.

    Vielleicht sollte Buhl darüber nachdenken, sich von der Screenparser-Technologie im Produkt zu verabschieden.

    Wieso das denn? Sie müssen den Screenparser-Zugang anbieten, sonst würden viele Kunden von Billigbanken zur Konkurrenz laufen und das Geschrei hier wäre groß. Daß der Screenparser ein pflegebedürftige Hilfskrücke ist, sollte allen Beteiligten klar sein (tut es aber oft nicht). Gibt es noch keinen Screenparser, wird gefordert und gebettet, daß einer gemacht wird. Egal, was wie die Risiken und Nebenwirkungen sind, von denen später natürlich niemand mehr etwas wissen will.


    Was die Dauer anbelangt, so kannst Du hier beim Querlesen sehr schnell feststellen, daß es oft auch Updates innerhalb kürzester Zeit gibt. Es kommt immer auf die genauen Rahmenbedingungen dabei an.

    Dabei spielt es keine Rolle, ob die eigentliche Arbeit ein Subunternehmer erbringt oder ich selbst.

    Oh doch, das spielt sehr wohl eine Rolle. Aber diese Diskussion ist echt müßig.
    Es gibt aber auch schon einzelne Screenparser-Zugänge, die direkt von Buhl entwickelt und gepflegt werden und wo es deshalb im Fehlerfall auch schneller geht.


  • Wenn Du selber programmierst, sollte Dir das Problem doch in Deine Augen springen. Wenn ein Programmierer einer Website das auslesen des Sourcecodes erschweren will/muss (Gründe dafür habe ich in meiner vorherigen Antwort angedeutet) dann kann er diesen Code so gestalten, dass dieser dynamisch verändert wird. Und diese Gegebenheiten im reverse-engineering zu ermitteln (was anderes wird ja für die Programmierung eines Screenparsers nicht gemacht) ist eben nicht trivial.


    Falk

  • ...aber offenbar auch die geringste Affinität, sich eingehender die Hintergründen und Fakten zu analysieren.

    Gruß Uwe
    ___________________________________________________________________________________________
    WISO Mein Geld Professional 365 .Net / REINER SCT cyberJack e-com / Windows 10 Home 64 bit

  • Ist dir hier noch nicht aufgefallen, dass all die, die selbst programmieren, das geringste Verständnis haben?

    Oh doch. Das ist mir sehr wohl aufgefallen. Aber wer das beruflich ausübt, so habe ich jedenfalls den Eindruck gewonnen, hegt diesbezüglich ein sehr gesundes Selbstvertrauen bzw. ein großartiges Anspruchdenken. Warum sich diese Personen nicht bei Buhl als Programmiere bewerben, ist mir bis jetzt immer noch ein Rätsel ...


    Falk

  • Hallo zusammen,


    da sieht man mal wieder wohin Diskussionen führen können. Ich habe meinen Beruf nur erwähnt, um Verständnis für die Problematik zu zeigen. Wo bitte habe ich an der Fähigkeit der Buhl-Programmierer gezweifelt, oder gesagt, dass ich das besser und schneller realisieren könnte?


    Deswegen habe ich mich gleich auf das "firmenpolitische" bezogen, und das finde ich nicht in Ordung. Wenn es eine Lösung für das Problem gibt, dann dürfte die Realisierung nicht zwei Monate dauern. Über einen so langen Zeitraum sind bestimmt keine Programmierer permanent mit der Sache beschäftigt gewesen. Ich glaube, dass die Formulierung "wir sind mit Nachdruck an der Lösung des Problems" seitens Buhl doch ziemlich übertrieben ist und den Kunden erstmal vertrösten soll. Und ja, als Kunde muss mir egal sein, ob die Korrektur ein Subunternehmer oder Buhl selbst vornimmt. Buhl ist mein Vertragspartner, zudem kann ich überhaupt nicht wissen, wie die Arbeiten verteilt sind. Was das anbieten von Screenparsern im Produkt angeht: ob es Geschrei gibt weil keine enthalten sind, oder die enthaltenen nicht mit der nötigen Sorgfalt gepflegt werden, muss der Hersteller selbst entscheiden.


    Schöne Grüße


    Mara01

  • Wenn es eine Lösung für das Problem gibt, dann dürfte die Realisierung nicht zwei Monate dauern. Über einen so langen Zeitraum sind bestimmt keine Programmierer permanent mit der Sache beschäftigt gewesen.

    Man bekommt aber mit, dass zum Teil mehrere Runden gedreht werden müssen bis es dann komplett wieder funktioniert. Wenn immer wieder Logdateien von Kunden angefordert werden müssen, dann kostet das noch zusätzliche Zeit. Darüber hinaus ist das ja auch nicht die Regel. So wurden Probleme auch schon innerhalb einer Woche behoben. Ich denke, dass es auf den Einzelfall ankommt und mache Probleme sind eben schwieriger zu beheben.

    Was das anbieten von Screenparsern im Produkt angeht: ob es Geschrei gibt weil keine enthalten sind, oder die enthaltenen nicht mit der nötigen Sorgfalt gepflegt werden, muss der Hersteller selbst entscheiden.

    Naja, so würde ich es nicht sehen. Bei einigen Banken läuft der Screenparser über längere Zeit stabil und zuverlässig und benötigt nicht so viel Pflege. Andere Banken ändern häufiger ihre Seite (ggf. mit Absicht) und sorgen für viele und größere Probleme. Somit sollte man sie schon anbieten.

  • Mal ein anderer Aspekt:
    Auch die Bank ist ein Dienstleister, den Du für bestimmte Dinge bezahlst.
    Wie wäre es, wenn Du die selben Ansprüche an die Bank stellst wie an Deinen Software-Lieferanten?


    O.k. die Bank stellt dir keine Online-Plattform zur Verfügung, auf der Du Deine Unzufriedenheit öffentlich äußern kannst ...
    Gibt es dort einen Support, der Dein Anliegen aufnimmt und verspricht, sich darum zu kümmern?


    Nur mal so...


    Grüße,
    Hamich

  • Man


    da sieht man mal wieder wohin Diskussionen führen können. Ich habe meinen Beruf nur erwähnt, um Verständnis für die Problematik zu zeigen.

    Man kann aber die rein programmtechnischen Bedingungen nicht von der Firmenpolitik, d.h. auch von ökonomischen Rahmenbedingungen trennen. Und dazu neigten bisher fast alle Informatiker/Programmierer, die sich hier kritisch geäußert haben.


    Du hast Dir bewußt oder unbewußt eine Bank gesucht, die keinen standardisierten Bankzugang anbietet. Dazu eine Software, die Dir trotzdem einen Online-Zugang in Form des Screenparsers ermöglicht. Dieses System ist technisch bedingt störanfällig. Und das sollte einem Informatiker einleuchten und kann nur zu Irritationen führen, wenn man trotzdem 100%ige Verfügbarkeit erwartet und dabei die Ökonomie außer acht läßt. Wie schon gesagt, es gibt Banken, deren Änderungen im Bankingportal super schnell in MG drin sind (wie bereits erwähnt auch abhängig davon, ob der Screenparser-Zugang direkt von Buhl ist oder von DataDesign) und bei anderen ist es ein langwieriger Trial-and-Error-Prozess bzw. bei Änderungsfreudigen Banken ein Wettlauf von Hase und Igel.


    Trotzdem sehe ich keinen Grund, daß Buhl die Screenparser-Zugänge nicht anbietet. Ich nutze auch diverse, aber diese Zugänge haben bei mir bewußt eine geringere Priorität. Und da lasse ich auch nicht gelten, daß ein Anwender mit diesen Details sich belasten muß. Wer aus allgemeinem Marketinggedöns irgendwelche festen vertraglichen Bedingungen heraus liest, ist meiner Ansicht auf dem Holzweg.


    Mein Hauptgirokonto muß HBCI unterstützen.

  • Da funktioniert doch sicher alles...

    Bei Barclay des öfteren am späten Abend gar nicht ... ;)


    und der Buhl-Kollege könnte sagen: Sie können das Konto offline stellen und dann die Transaktionen über einen Datenimport einlesen. Das funktioniert doch ......


    Kurz und gut: In der digitalen Welt funktioniert - wie in der realen, nicht alles immer so, wie man es sich wünscht.

  • Es ist echt unglaublich, dass so eine Änderung eines Bankauftritts immer Wochen oder Monate der Anpassung benötigt! :(


    Ich bin seit 10 Jahren Kunde, aber die Updategeschwindigkeit hat sich leider immer noch nicht erhöht. Hinzu kommt, dass man oft den HBCI-Zugang neu anlegen muss, was man aber erst erfährt, wenn man hier im Forum nachschaut. Wenn es automatisch irgendwann wieder gehen würde, wäre es noch etwas anderes. Bitte verbessert Euch diesbezüglich!

  • Hier ein Erfahrungsbericht. Finanzblick (iOS App von Buhl Data, die Kontostände abfragen kann) macht fachlich das gleiche wie WISO MeinGeld (Windows-Anwendung von Buhl Data): Beide Anwendungen Fragen meine Bankkonten mitten HBCI und Screenparser (Kreditkarte) ab und stellt die Umsätze in der App da. Die iOS App bekam es zweimal in Folge (im Zeitraum von 8 Wochen) ohne Probleme hin, das Update des Onlinebanking-Portals der DKB AG zu überleben. WISO MG flog in den exakt gleichen Situationen aus der Bahn. MG war es im Januar über Wochen nicht Möglich die Kreditkartenumsätze abzufragen, geschweige denn die Situation in der Anwendung nutzerorientiert zu behandeln.


    Was lernen wir aus der Geschichte? Es scheint technisch möglich zu seinen einen Perser zu entwickeln, der nicht bei jedem Websiteupdate aus der Kurve fliegt.

  • Was lernen wir aus der Geschichte? Es scheint technisch möglich zu seinen einen Perser zu entwickeln, der nicht bei jedem Websiteupdate aus der Kurve fliegt.

    Du meinst zwar einen Parser, aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun: der große Unterschied ist einfach, daß der eine Parser direkt von Buhl entwickelt wurde und damit auch direkt gepflegt werden kann, während der andere von einem Zweithersteller stammt, auf dessen Änderungen/Lieferungen man erst warten muß.

  • Wir haben heute mittlerweile den 11. Juli. Eine Payback-Punkteabfrage ist über MG 365 immer noch nicht möglich. Payback selbst ist nicht gestört. Eine Punkteabfrage direkt auf der Payback-Internetseite funktioniert problemlos !
    Die Reaktionszeiten von Buhl zur Fehlerbehebung sind einfach zu lang. Es muss doch möglich sein bei dieser detaillierten Fehlermeldung zeitnah zu reagieren ! Oder erlauben die Verträge mit den indischen Programmierern nur monatliche Fehlerbereinigung ?