Reparatur eines Smartphones

Reparatur eines Smartphones

Als Handwerkerleistung absetzbar?


Eine ungeschickte Bewegung und schon ist es passiert – das Smartphone fällt herunter. Glücklicherweise kann der Reparaturservice wieder alles richten. Da wäre es doch praktisch, wenn auch man auch die Lohnkosten von der Steuer absetzen könnte.

Steuervorteil für Handwerkerleistungen

Grundsätzlich sind die Kosten für Handwerkerleistungen mit 20 Prozent, höchstens 1.200 Euro im Jahr, direkt von der Steuerschuld abziehbar. Das Finanzamt gewährt den Steuerabzug für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen an und in der selbst genutzten Wohnung.

Doch können auch die Reparaturen von stationären Elektrogeräten, wie zum Beispiel Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen, oder Reparaturen von mobilen Geräten, wie zum Beispiel Handys und Fernsehgeräten, steuerlich begünstigt sein?

Ist das Gerät bei der Hausratversicherung mitversichert?

Nun beantwortet der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium diese Frage wie folgt: „Aufwendungen für die Reparatur von Elektrogeräten im Haushalt sind berücksichtigungsfähig, soweit die Geräte in der Hausratversicherung mitversichert werden können. Eine allgemeine Anspruchsvoraussetzung für die Gewährung der Steuerermäßigung stellt die Leistungserbringung im Haushalt des Steuerpflichtigen dar“ (BT-Drucksache 18/13202 vom 25.7.2017, S. 23).

Im ersten Schritt ist also zu prüfen, ob das betreffende Gerät prinzipiell in der Hausratversicherung mitversichert werden kann (BMF-Schreiben vom 9.11.2016, BStBl. 2016 I S. 1213, Anhang). Im zweiten Schritt ist zu klären, ob die Reparatur im Haushalt durchgeführt wurde.

Worauf Sie unbedingt achten sollten

Die Steuervergünstigung wird nur dann gewährt, wenn die Reparaturarbeiten in Ihrem Haushalt durchgeführt werden. Es ist also unbedingt erforderlich, dass das Smartphone, der Fernseher oder die Waschmaschine zu Hause repariert werden. Wenn Sie das defekte Gerät zur Reparatur wegbringen, gibt’s keinen Steuerbonus.

3 Comments

eigener Kommentar
  1. 1
    Heinrich

    Die Idee ist gut, aber die Durchführung dürfte in der Praxis scheitern. So war es ja auch mit dem Kommunismus. Zurück zur Praxis: Wer zur Handy-Reparatur ins Haus kommt, ist meist kein echter Handwerker, sondern ein Nebenerwerbler. Bitte kann mir hier jemand berichten, ob sie/er eine Reparatur bei sich zu Hause vornehmen ließ, für die dann eine Rechnung mit Aufteilung Lohn / Ersatzteile, ggfs. auch An- und Abfahrt erhielt. Schließlich stellt sich die Frage, was mehr bringt: Handy selbst wegbringen, Reparatur, selbst abholen oder die Ersparnis an Steuer bei einer Rechnung mit An- und Abfahrt des Handwerkers.

  2. 2
    Horst

    Eine haushaltsnahe Dienstleistung ist örtlich gebunden. Wäre dies nicht so, dann könnte man ja beispielsweise auch die Reperaturkosten am PKW steuerlich geltend machen. Im Umkehrschluß würde das aber heißen, dass wenn Firmen bestimmte Reperaturen in der hauseigenen Garage durchführen, dann die Kosten steuerlich als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden können. Vielleicht ist das ein neuer Geschäftszweig? Windschutzscheiben werden ja schon seit Jahren vor Ort repariert…

  3. 3
    Sandra Müller

    Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Toll dass man das Handy reparieren lassen kann und noch steuern spart. Ein Klasse Tipp, den ich gleich weitergeben muss.

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