Einkommensteuerbescheid
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FAQ: Einkommensteuerbescheid
Was ist ein Einkommensteuerbescheid?
Der Einkommensteuerbescheid ist das offizielle Schreiben des Finanzamts. Er zeigt dir, ob du Geld zurückbekommst oder nachzahlen musst – und wie das Finanzamt deine Steuererklärung beurteilt hat.
Wie lange dauert es, bis der Bescheid kommt?
Meistens 4–8 Wochen nach Abgabe der Steuererklärung. Mit WISO Steuer bekommst du den Bescheid oft sogar schneller direkt digital.
Wie kann ich den Bescheid elektronisch abrufen?
WISO Steuer holt deinen Bescheid automatisch über ELSTER ab. Du bekommst eine Benachrichtigung, sobald er bereitsteht.
Was bedeutet die Vorläufigkeit im Steuerbescheid?
„Vorläufig“ heißt: Das Finanzamt kann bestimmte Punkte später noch anpassen, z. B. bei Gesetzesänderungen. Mit WISO Steuer siehst du sofort, welche Bereiche vorläufig sind.
Wie lange muss ich den Steuerbescheid aufbewahren?
Für Privatpersonen gilt: mindestens 4 Jahre. Mit WISO Steuer werden deine Bescheide automatisch archiviert.
Was tun, wenn ich mit dem Bescheid nicht einverstanden bin?
Du kannst innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. WISO Steuer erinnert dich an die Frist und bietet Vorlagen und Schritt-für-Schritt-Hilfen.
Wie lange habe ich Zeit für einen Einspruch?
Ab Zustellung hast du 1 Monat Zeit. WISO Steuer zeigt dir die Frist direkt an.
Wann wird das Geld vom Finanzamt überwiesen?
Normalerweise wenige Tage nach dem Bescheid. WISO Steuer informiert dich, sobald das Geld unterwegs ist.
Einkommensteuerbescheid beantragen: So geht's
Ein Einkommensteuerbescheid ist ein Dokument, den dir das Finanzamt zuschickt, nachdem es deine Steuererklärung bearbeitet hat. Darin teilt dir das Finanzamt das Ergebnis mit – ob du Steuern nachzahlen musst oder ob du dich über eine Erstattung freuen kannst. Auf mehreren Seiten zeigt das Finanzamt seinen Rechenweg. Ab dem Zeitpunkt des Eingangs bei dir, steht die Höhe deiner Steuer fest.
Einen extra Antrag brauchst du nicht stellen. Du erhältst den Steuerbescheid automatisch vom Finanzamt, nachdem du deine Steuererklärung eingereicht hast. In WISO Steuer findest du ihn, sobald das Finanzamt die Unterlagen zur Verfügung stellt. Mit einem Klick kannst du auch schon die Überprüfung des Bescheids starten.
Achtung: Das funktioniert aber nicht, wenn du deine Steuererklärung auf Papier abgibst.
Elektronischer Steuerbescheid: Neue Regeln
Ab dem 1. Januar 2027 wird der elektronische Steuerbescheid zum Regelfall (statt wie bisher per Post). Grundlage ist eine neue Regel in der Abgabenordnung (§ 122a AO). Sie gilt übrigens nicht nur für Einkommensteuerbescheide, sondern auch für Gewerbesteuer– und Körperschaftssteuerbescheide, sowie andere Schreiben vom Finanzamt, wie Entscheidungen über einen Einspruch.
Bisher war der Papierbescheid der Standard. Ab 2027 ist es umgekehrt: Wer ein ELSTER-Benutzerkonto hat, bekommt den Bescheid in der Regel digital. Auch dann, wenn du deine Steuererklärung online über WISO Steuer abgibst.
Wer kein ELSTER-Konto hat oder die Steuererklärung über WISO Steuer macht, bekommt ihn weiter per Post. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Steuererklärung online oder auf Papier abgibt.
Wenn du den Steuerbescheid lieber weiterhin per Post bekommen möchtest, kannst du das bei der Abgabe der Steuererklärung über WISO Steuer angeben. Hast du ein ELSTER-Konto, kannst du im Online-Portal einen speziellen Antrag stellen. Eine formlose E-Mail an dein zuständiges Finanzamt reicht nicht aus.
| Beschreibung | bis 31. Dezember 2026 | ab 1. Januar 2027 |
|---|---|---|
| Art des Bescheids | Per Post, elektronisch nur mit deiner Einwilligung | Elektronisch ist der Regelfall |
| Zustimmung zum elektronischen Bescheid | Ja (im ELSTER-Konto oder bei der Abgabe über WISO Steuer) | Nein (nicht notwendig, da Regelfall) |
| Papierbescheid | Nichts tun, ohne Einwilligung kommt er per Post | Antrag auf dauerhafte postalische Bekanntgabe in Mein ELSTER oder bei der Abgabe über WISO Steuer |
Wann gilt der Bescheid als zugestellt?
Das ist wichtig, denn ab diesem Tag läuft die Einspruchsfrist von einem Monat. Beispiel: Das Finanzamt stellt deinen Bescheid am Montag, 1. März 2027, bereit. Dann gilt er am Freitag, 5. März, als zugestellt. Einspruch kannst du bis zum 5. April 2027 einlegen.
Sobald dein Bescheid bereitliegt, bekommst du eine E-Mail. Der Bescheid selbst hängt nicht an der E-Mail. Du rufst ihn in WISO Steuer oder dem ELSTER-Konto ab.
Deine Vorteile:
- Schneller: Der Bescheid ist da, sobald das Finanzamt fertig ist. Die Postlaufzeit fällt weg.
- Jederzeit abrufbar: Alle Bescheide liegen gesammelt an einem Ort.
- Nachhaltiger: weniger Papier, weniger Aufwand.
So sieht ein Steuerbescheid aus
Ein Steuerbescheid besteht in der Regel aus mehreren Seiten. Diese Daten findest du darin:
- persönliche Angaben zum Empfänger
- Angabe zur Vorläufigkeit
- detaillierte Aufstellung der Steuerschuld (Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer)
- Abrechnungsteil mit der Erstattung oder Nachzahlung (unter Anrechnung der Lohnsteuer oder anderen Steuer-Vorauszahlungen)
- Zahlungsdatum, falls du an das Finanzamt überweisen musst
- genaue Berechnung des zu versteuernden Einkommens
- Erläuterungen, in denen das Finanzamt seine Entscheidungsfindung erklärt
1. Festsetzung: Vorläufiger oder endgültiger Steuerbescheid

Gleich auf der ersten Seite des Steuerbescheids findest du den Begriff „Festsetzung“. Als Festsetzung bezeichnet man im Steuerrecht den Prozess, durch den dein Steueranspruch offiziell wird. Gibt es zu deiner Steuererklärung keine offenen Fragen mehr und sind alle relevanten Sachverhalte geklärt, ist dein Steuerbescheid endgültig. Mit Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist wird er dann bestandskräftig.
Doch manchmal findet sich hier noch eine andere Formulierung, der sogenannte Vorläufigkeitsvermerk: „Der Bescheid ist nach § … vorläufig“. Wenn das Finanzamt einen vorläufigen Steuerbescheid versendet, bedeutet das, dass noch offene rechtliche Fragen bestehen, die deine Steuererklärung betreffen könnten.
Ein solcher Vorläufigkeitsvermerk auf deinem Bescheid hält die Entscheidung des Finanzamts in bestimmten Punkten offen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Rechtslage unklar ist oder wenn Verfahren vor obersten Gerichten laufen, die Steueränderungen nach sich ziehen könnte. Bis das entsprechende Urteil gefällt wird, können Teile deines Bescheides also noch geändert werden. So kannst du auch noch nachträglich von Änderungen profitieren.
Außerdem kann das Finanzamt den Steuerbescheid unter dem sogenannten Vorbehalt der Nachprüfung erlassen, dann findest du diese Formulierung in deinem Brief: „Der Bescheid ergeht nach § 164 AO unter Vorbehalt der Nachprüfung“. Das bedeutet auch hier, dass der Bescheid noch nicht endgültig ist und bis zur Verjährung zu deinem Vorteil, aber auch zu deinem Nachteil geändert werden kann. Dabei gilt, dass das Finanzamt nicht erklären muss, warum für den Steuerbescheid der § 164 gilt. Oft steht eine noch intensivere Prüfung dahinter, zum Beispiel eine geplante Betriebsprüfung bei Selbstständigen oder Gewerbetreibenden.
Während sich die Vorläufigkeit nur auf spezifische Teile des Bescheids beschränkt, lässt der Vorbehalt der Nachprüfung den gesamten Steuerfall offen.
Falls in deinem Steuerbescheid steht, dass du nachzahlen musst, solltest du das ernst nehmen. Denn weder eine Vorläufigkeit noch ein Einspruch sorgt dafür, dass du die Zahlungen weiter aufschieben darfst. Zahlst du zu spät, droht neben einer Zahlungserinnerung auch sofort sogenannte Säumniszuschläge.
Falls du sicher bist, dass das Finanzamt einen Fehler gemacht hat und die zu viel nachzahlen musst, gibt es folgende Möglichkeit: Du musst zuerst Einspruch einlegen und dann zusätzlich die „Aussetzung der Vollziehung“. Erst nach Prüfung durch das Finanzamt musst du zunächst weniger oder gar keine Steuern nachzahlen. Musst du am Ende der Einspruchsprüfung aber doch zahlen, kommen noch Zinsen obendrauf.
2. Berechnung

Auf Seite 2 findest du die Berechnung deiner Steuern, die mit der Ermittlung deiner Einkünfte beginnt. Dazu werden jeweils pro Einkunftsart von deinen Einnahmen die Ausgaben abgezogen. Das sind zum Beispiel Werbungskosten oder Betriebsausgaben, die du in deiner Steuererklärung angegeben hast.
Danach werden die Sonderausgaben wie Versicherungsbeiträge oder Spenden vom Finanzamt hier abgezogen. Darüber hinaus können außergewöhnliche Belastungen – wie medizinische Ausgaben oder Unterhaltszahlungen – in der Berechnung stehen. Daraus bestimmt sich am Ende dein zu versteuerndes Einkommen. Auf dessen Grundlage wird berechnet, wie viel Steuern du zahlen musst.
3. Erläuterungen

Die Erläuterungen bieten dir oft wichtige zusätzliche Informationen und erklären die Grundlage der Berechnung deiner Steuern sowie Entscheidungen des Finanzamts.
Darin findest du sowohl allgemeine Hinweise wie Erklärungen zur Berechnung des Solidaritätszuschlags, als auch spezifische Anmerkungen zu deinem Fall – etwa die Begründung, warum gewisse Arbeitsmittel nicht als Werbungskosten anerkannt wurden. Außerdem stehen dort Informationen dazu, welche Rechte und Möglichkeiten du bei Unklarheiten oder Fehlern hast.
Rechtsbehelfsbelehrung

Am Ende deines Steuerbescheids steht die Rechtsbehelfsbelehrung. Sie klärt dich auf, dass du das Recht hast, innerhalb eines Monats Einspruch einzulegen, wenn du mit dem Inhalt des Bescheids nicht einverstanden bist. Dieser Einspruch löst eine erneute Überprüfung durch das Finanzamt aus und ist für dich völlig kostenlos. Es ist eine wichtige Möglichkeit, deine Situation erneut darzulegen und eventuell eine Korrektur des Steuerbescheids zu erreichen.
Wie lange dauert es, bis ich meinen Einkommensteuerbescheid erhalte?
Was tun bei langer Wartezeit auf den Steuerbescheid?
Wenn du länger als erwartet auf deinen Steuerbescheid wartest, kann das verschiedene Gründe haben, etwa eine hohe Arbeitslast beim Finanzamt oder eine komplexe Steuererklärung.
In solchen Fällen ist es ratsam, direkt beim zuständigen Finanzamt nachzuhaken. Hast du deine Steuererklärung mit WISO Steuer digital ans Finanzamt geschickt, kann dir der automatische Sendebericht dabei helfen.
Ein freundlicher Anruf oder eine E-Mail kann dir Auskunft über den Bearbeitungsstand geben. Behalte dabei immer im Kopf, dass Geduld oft gefragt ist, besonders in Stoßzeiten wie kurz vor Abgabefristen.
Deshalb ist es klug, deine Steuererklärung frühzeitig im Jahr und digital einzureichen. Mit WISO Steuer erledigst du diese Aufgabe stressfrei und schnell: Das Programm unterstützt dich bei jedem Schritt. So sparst du dir wertvolle Zeit und hast deine Steuererstattung schneller auf dem Konto.
Wann kommt die Überweisung vom Finanzamt?
Die Steuerrückerstattung wird typischerweise zügig vom Finanzamt überwiesen, oft sogar am Tag des Versands des Steuerbescheids. Das bedeutet, dass dein Geld häufig ankommt, bevor du den Bescheid selbst in Händen hältst.
Wenn dein Steuerbescheid eine Nachzahlung vorsieht, keine Panik! Du hast genau einen Monat Zeit, um die Summe ans Finanzamt zu überweisen. Das konkrete Datum steht auch auf der ersten Seite deines Steuerbescheids. Wichtig ist, dass du diese Zahlungsfrist nicht verstreichen lässt, denn sonst könnten zusätzliche Kosten wie Säumniszuschläge auf dich zukommen. Es ist also ratsam, den Termin im Auge zu behalten und pünktlich zu zahlen.
Einkommensteuerbescheid prüfen
Dein Einkommensteuerbescheid ist mehr als nur Papier. Um sicherzustellen, dass alles stimmt, solltest du ihn gründlich durchgehen.
Wenn du Fragen zu deinem Steuerbescheid hast, kannst du generell direkt beim Finanzamt nachfragen. Verständnisfragen kannst du so schnell aus dem Weg räumen. Ob es richtig oder falsch ist, dass das Finanzamt dir Kosten gestrichen hat, kannst du so aber nicht herausfinden.
Der ProfiCheck* bieret dir einen einzigartigen Service: Ein unabhängiger Experte der Buhl Steuerberatungsgesellschaft mbH geht deinen Steuerbescheid gemeinsam mit dir durch und du kannst alle deine Fragen in einem Einzeltermin loswerden.
1. Erläuterungen am Ende des Bescheids lesen
Beim Durchsehen deines Steuerbescheids solltest du den Abschnitt der Erläuterungen nicht übersehen. Hier erklärt das Finanzamt allgemeine Regelungen, die für alle gelten. Aber dort findest du auch spezielle Hinweise, die nur auf deine Situation zutreffen. Zum Beispiel die Begründung, warum gewisse Ausgaben nicht anerkannt wurden. Diese Details sind entscheidend, um vollständig zu verstehen, wie deine Steuer berechnet wurde und um sicherzustellen, dass du alle möglichen Vorteile erhältst.
2. Besteuerungsgrundlagen auf Abweichungen prüfen
Wirf einen genauen Blick auf die Berechnung deiner Besteuerungsgrundlagen in deinem Steuerbescheid. Hier geht es um deine Einkünfte, Werbungskosten oder etwa Sonderausgaben. Fehler in diesem Abschnitt können deine Steuererstattung direkt beeinflussen. Wenn das Finanzamt von deiner Steuererklärung abgewichen ist, steht dazu in der Regel auch etwas bei den schriftlichen Erläuterungen.
3. Persönliche Daten prüfen
Beim Check solltest du auch einen Blick auf deine persönlichen Daten werfen. Stimmt alles? Schau, ob vielleicht der Pauschbetrag für eine Behinderung berücksichtigt wurde oder ob Steuererleichterungen für Kinder richtig aufgeführt sind. Ein schneller Check kann hier viel Ärger sparen.
4. Ergebnis prüfen
Beim Prüfen deines Steuerbescheids schaust du zuerst auf die Erstattung oder Nachzahlung – oft hast du bereits eine Ahnung, was zu erwarten ist. WISO Steuer erleichtert diesen Schritt durch eine Vorab-Berechnung des Ergebnisses, sodass du deine Erwartungen direkt mit dem tatsächlichen Bescheid vergleichen kannst.
Steuerbescheid automatisch prüfen mit WISO Steuer
Wenn du deine Steuererklärung elektronisch mit WISO Steuer abgibst, kann das Programm einen automatischen Vergleich mit dem Steuerbescheid durchführen. Hast du einen Zugang bei ELSTER-Online, kannst du deinen Steuerbescheid elektronisch abrufen. WISO Steuer informiert dich umgehend, wenn der Bescheid vom Finanzamt bereitgestellt wird.
Öffne einfach deine Steuererklärung – und schon wird der Steuerbescheid heruntergeladen. Dort siehst du einen Vergleich zwischen den Daten des Finanzamts und deinen Einträgen. Mögliche Abweichungen werden markiert. Diese Funktionen erleichtern es dir zu entscheiden, ob ein Einspruch sinnvoll ist.
Fehler im Einkommensteuerbescheid: Einspruch einlegen
Ob Zahlendreher, vergessene Abzüge oder nicht anerkannte Ausgaben – bei Fehlern im Steuerbescheid ist ein Einspruch das richtige Mittel. Dieser muss innerhalb eines Monats schriftlich oder direkt über WISO Steuer eingereicht werden. So korrigieren Sie Unstimmigkeiten schnell und unkompliziert.
Steuervorauszahlungen im Bescheid
Es kann vorkommen, dass in deinem Steuerbescheid auch zusätzlich Steuervorauszahlungen festgesetzt werden. Die Steuervorauszahlung ist eine Art Abschlagszahlung, die du dem Finanzamt voraussichtlich für das laufende oder zukünftige Kalenderjahr schuldest.
Steuern werden grundsätzlich pro Kalenderjahr festgesetzt, man spricht dabei auch vom Veranlagungszeitraum für die Steuer. Das gilt für die Einkommensteuer, aber auch für die Umsatzsteuer und Gewerbesteuer. Da erst am Ende eines Jahres klar ist, wie hoch die Einkünfte waren, kann auch erst dann die endgültige Höhe der Steuer berechnet werden. Doch der Staat benötigt regelmäßig Steuereinnahmen, deshalb werden von den Finanzämtern Vorauszahlungen festgesetzt. Im Steuerbescheid werden diese Vorauszahlungen anschließend angerechnet.
Für diese Gruppen können Steuervorauszahlungen festgelegt werden:
Für die Berechnung der Steuervorauszahlung sind deine Einkünfte und Steuern aus dem vorherigen Jahr wichtig. Diese berücksichtigt das Finanzamt anhand deiner Steuererklärung, die du zuletzt eingereicht hast. Vorauszahlungen kommen immer dann ins Spiel, wenn du in einem Jahr zu wenig Steuern entrichtet hast und deshalb diese nachzahlen musstest. Das Finanzamt geht dann davon aus, dass es im nächsten Jahr wieder so sein wird. Damit es nicht erneut zu einer Nachzahlung kommt, setzt es Vorauszahlungen fest.
Ausschlaggebend ist dabei aber diese Grenze: Beträgt die Nachzahlung mehr als 400 Euro für das Kalenderjahr, kann es für das nächste Jahr eine Steuervorauszahlung festsetzen.
Termine für Steuervorauszahlungen
Wenn für dich Steuervorauszahlungen festgesetzt worden sind, stehen sie in der Regel in deinem Steuerbescheid. Neben dem Zahlungstermin steht dort auch die Höhe. In Ausnahmefällen kann es auch ein extra Schreiben vom Finanzamt sein.
Grundsätzlich werden Vorauszahlungen vierteljährlich gezahlt und müssen zu festen Terminen auf dem Konto des Finanzamts eingegangen sein, die gesetzlich festgelegt sind. Fällig sind sie jedes Jahr am:
Fällt der Zahlungstermin auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, hast du bis zum nächsten Werktag Zeit. Nur bei Überweisungen gibt es einen kleinen Bonus: Solange das Geld innerhalb von 3 Tagen nach Fälligkeit beim Finanzamt, ist alles okay.
Zahlst du nicht oder zu spät, gibt es sofort eine Strafe: den Säumniszuschlag. Für jeden angefangenen Monat (ein Tag zu spät reicht dabei aus) werden dann 0,5 Prozent des fälligen Betrags als Strafe fällig.
Zahlst du dauerhaft nicht, wird die sogenannte Vollstreckungsstelle aktiv. Sie prüft dann sehr unangenehme Dinge wie Kontopfändung oder schickt einen Vollzugsbeamten zur Eintreibung der fälligen Steuern.
Was tun gegen Steuervorauszahlungen?
Grundsätzlich kannst du jederzeit beim Finanzamt beantragen, dass Vorauszahlungen niedriger ausfallen sollen. Aber dafür brauchst du eine gute Begründung. Das Finanzamt möchte wissen, warum du für das laufende Jahr weniger Steuern zahlen musst. Erst dann können die Vorauszahlungen gesenkt werden. Dann reicht aber ein einfacher formloser Brief oder E-Mail an das Finanzamt. Zum Beispiel:
- Du hattest einmalige Einkünfte (wie die Auszahlung eines Altersvorsorgevertrags)
- Du vermietest nicht mehr
- Du stellst deine Selbstständigkeit ein
Bist du aber ausschließlich Angestellter, liegt es an der Lohnsteuerklassen-Kombination 3/5. Um weitere Vorauszahlungen zu vermeiden, kannst du die Steuerklassen-Kombi auf 4/4 ändern. Gleichzeitig bittest du um Herabsetzung der Vorauszahlungen.
Allerdings hast du dann monatlich in der Regel weniger „Netto“-Lohn zur Verfügung. In diesem Fall lohnt sich aber die Abgabe einer Steuererklärung. Bei 4/4 erhalten Ehepaare eigentlich immer Steuern zurück. Wie viel von deinem Gehalt dann auf deinem Konto landet, kannst du einfach und kostenlos mit unserem Brutto-Netto-Rechner berechnen.
¹ Datenschutz auf Bankenniveau: So schützt WISO Steuer deine Daten.