Solidaritätszuschlag

Muss ich noch Soli zahlen?

Der Solidaritätszuschlag, kurz Soli, beträgt 5,5 Prozent der Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer. Bei der Steuerveranlagung werden diese Vorauszahlungen angerechnet. Bekommt man eine Steuererstattung, wird auch der zu viel bezahlte Solidaritätszuschlag vom Finanzamt zurückerstattet.

Solidaritätszuschlag & Freibeträge für Familien

Wie bei der Kirchensteuer gilt auch beim Solidaritätszuschlag eine Besonderheit für Eltern: Es ist für die Ermittlung des Solidaritätszuschlags die Einkommensteuer zugrunde zu legen, die sich unter Berücksichtigung der in Betracht kommenden Freibeträge für Kinder ergibt. Dies gilt auch für die Fälle, in denen – für Zwecke der Einkommensteuer – der Abzug von Freibeträgen für Kinder unterbleibt, da das Kindergeld für die Eltern günstiger ist.

Wann wird der Solidaritätszuschlag nicht gezahlt?

Der Solidaritätszuschlag wird nur gezahlt, wenn die Jahressteuer 972 Euro (Grundtabelle) bzw.1.944 Euro (Splittingtabelle) übersteigt. Die solidaritätszuschlagfreie Zone wird auch Nullzone genannt.

Auf diese Weise werden Geringverdiener werden vom Solidaritätszuschlag freigestellt. In einem Übergangsbereich (bis 1.340 Euro bei Ledigen, 2.680 Euro bei Verheirateten) wird der Solidaritätszuschlag mit einem niedrigeren Satz festgesetzt. Er beträgt hier grundsätzlich nicht mehr als 20 Prozent des Unterschiedes zwischen dem Einkommensteuerbetrag und der sogenannten Nullzone.

Soli-Abschaffung 2021

Seit Januar 2021 wird der Solidaritätszuschlag für die meisten nicht mehr erhoben. Nur noch etwa 3,5 Prozent der Top-Verdiener zahlen den Solidaritätszuschlag in voller Höhe weiter.

Die Freigrenze von bisher 972 Euro beziehungsweise 1.944 Euro (Zusammenveranlagung), bis zu der schon heute kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird deutlich angehoben.

Ab 2021 gilt:

Der Solidaritätszuschlag wird nicht mehr abgezogen, wenn die zu zahlende Lohn- oder Einkommensteuer unter 16.956 Euro (33.912 Euro Zusammenveranlagung) liegt.

Muss ich den Soli weiterhin zahlen, wenn ich mehr verdiene?

Oberhalb der Freibetragsgrenze gibt es die sogenannte Milderungszone: Hier wird der Solidaritätszuschlag nicht in voller Höhe erhoben, sondern schrittweise an den vollen Satz von 5,5 Prozent herangeführt.

Auf sehr hohe Einkommen (oberhalb der neuen Milderungszone) wird der bisherige Solidaritätszuschlag abgezogen. Das ist der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen über 96.820 Euro (Alleinstehende) beziehungsweise 193.641 Euro (Verheiratete) liegt.

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