Festgeld anlegen - wenn ja, wo?

  • Hallo!
    Ich spiele mit dem Gedanken mein Geld auf einem Festgeldkonto anzulegen. Zu diesem Thema habe ich zwei Fragen. Zum Einen: Hat jemand schon Erfahrungen mit Festgeld gemacht? Wenn ja, wieviel Prozent eures Guthabens sollte fest angelegt werden? Zum Anderen: Ich hab mich auf http://bankofscotland.de/magnoliaPublic/Brochureware/Festgeld/Konto-eroeffnen.htm informiert und finde die Bank Of Scotland wirkt sehr gut. Hat da jemand Erfahrung?
    Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen!
    Beste Grüße!

  • Zum Einen: Hat jemand schon Erfahrungen mit Festgeld gemacht? Wenn ja, wieviel Prozent eures Guthabens sollte fest angelegt werden?

    Unseres Guthabens? ?( Egal, kann man nicht pauschal beantworten. Du mußt auf Grund Deiner persönlichen Situation abschätzen, wieviel Du für längere Zeit entbehren kannst. Gibt zu diesem Thema viele Artikel im Web, z.B. auch den von WISO. Bei weiterem Infobedarf einfach mal googeln.

    Zum Anderen: Ich hab mich auf http://bankofscotland.de/magno…tgeld/Konto-eroeffnen.htm informiert und finde die Bank Of Scotland wirkt sehr gut. Hat da jemand Erfahrung?

    Es wurde hier im Forum schon öfter die Bank of Scotland erwähnt, also wird es auch Erfahrungen geben. Aber was genau willst Du wissen?
    Gruß
    Dirk

  • Ich hab mich auf http://bankofscotland.de/magno…tgeld/Konto-eroeffnen.htm informiert und finde die Bank Of Scotland wirkt sehr gut. Hat da jemand Erfahrung?


    Also,ich würde um britische Banken als Ausländer einen gro0en Bogen machen.
    Informier dich mal, was die an Sicherheiten bieten.
    Normal gehen die volles Risiko, und bei dem Risiko bist du beteiligt, siehe Finanzkrise, KapthingBank, Isle of man usw.
    MfG Günter

  • Also,ich würde um britische Banken als Ausländer einen gro0en Bogen machen.
    Informier dich mal, was die an Sicherheiten bieten.
    Normal gehen die volles Risiko, und bei dem Risiko bist du beteiligt, siehe Finanzkrise, KapthingBank, Isle of man usw.

    Du tust ja gerade so, als wenn es in Deutschland keine Bankenkrise und Banken am Abgrund gab. :whistling:
    Natürlich muß man sich über die Bank informieren und die besonderen Bedingungen (z.B. die zur Einlagersicherung), aber so ein Pauschalurteil wie Deins schießt weit über das Ziel hinaus.
    Gruß
    Dirk

  • aber so ein Pauschalurteil wie Deins schießt weit über das Ziel hinaus.


    ...ist ja auch nur meine Meinung, entscheiden muss jeder selber nach sorgfältiger Prüfung.
    Bitte lies mal die AGBs der Bank Of Scotland. Nach 50.000 GBP ist Ende der Sicherheit ?(
    Fakt ist, dass die ganze Finanzkrise im Geschäftsgebahren englischer und amerikanischer Banken begründet ist.
    MfG Günter

  • Bitte lies mal die AGBs der Bank Of Scotland. Nach 50.000 GBP ist Ende der Sicherheit

    Das ist mir bestens bekannt. Deshalb habe ich im Gegensatz zu Dir auch auf die Einlagensicherungverwiesen und keine Bauchempfehlung "Finger weg" gegeben. Wer sich mit der Materie befaßt, weiß, daß man den Punkt Einlagensicherung bei der Bewertung der Zinsangebote mit berücksichtigen muß. Genauso wie die Zinsspielchen deutscher Banken (Garantiezins für Neukungen bis befristetes Datum usw.).

    Fakt ist, dass die ganze Finanzkrise im Geschäftsgebahren englischer und amerikanischer Banken begründet ist.

    Fakt ist, daß unserer Banker kräftig mitspekuliert haben, sonst wären sie nicht auch so stark in Mitgliedenschaft gezogen worden. Und es gab vor dieser Krise auch schon andere Schieflagen von Banken in Deutschland, die hausgemacht waren.
    Gruß
    Dirk

  • unsere Banker


    ...du meinst "Verkäufer" :)
    ...aber jetzt ist gut, wir sind doch gleicher Meinung, drücken es nur unterschiedlich aus.
    MfG Günter

  • Normal gehen die volles Risiko, und bei dem Risiko bist du beteiligt, siehe Finanzkrise, KapthingBank, Isle of man usw.
    ...
    Fakt ist, dass die ganze Finanzkrise im Geschäftsgebahren englischer und amerikanischer Banken begründet ist.


    Ahja, ich dachte immer die Kaupthing Bank war eine isländische Bank ... allerdings frage ich mich, warum dann die Landesbanken, welche ja einen "öffentlichen Auftrag" wahrnehmen und quasi die große Schwester der von dir so geliebten Sparkassen sind, so in Schieflage gekommen sind.


    Grüße


    Sandro

  • Zum Einen: Hat jemand schon Erfahrungen mit Festgeld gemacht?


    Bei der Menge der User, denke ich schon ;)


    Zitat

    Wenn ja, wieviel Prozent eures Guthabens sollte fest angelegt werden?


    Das muss jeder selber Wissen. Du solltest dir halt bewußt sein, dass du während der Laufzeit nicht an das Geld kommst. Außerdem legst du zu dem Zinssatz von heute dein Geld an. Danach solltest du dich bei der Laufzeit orientieren.
    Denn ist damit zu rechnen, dass die Zinsen steigen solltest du eine eher kürzere Laufzeit wählen. Sind die Zinsen auf einem hohen Niveau, dann eher eine längere Laufzeit wählen. Aber auch das sind nur grobe Richtlinien.


    Zitat

    Zum Anderen: Ich hab mich auf http://bankofscotland.de/magnoliaPublic/Brochureware/Festgeld/Konto-eroeffnen.htm informiert und finde die Bank Of Scotland wirkt sehr gut. Hat da jemand Erfahrung?


    Erfahrung nein. Aber du solltest dich auf jeden Fall informieren, wie deine Einlagen abgesichert sind. (Einlagensicherungsfonds?)


    Viele Grüße


    Sandro

  • Ahja, ich dachte immer die Kaupthing Bank war eine isländische Bank


    ...die aber eigenständige Filialen in England, Schottand und Isle of Man hatte. Britische Anleger dieser Filialen wurden auch vom britischen Staat entschädigt, nur eben ausländische nicht.


    Bei den von mir so "geliebten Sparkassen" einigen wir uns doch darauf, daß sie weitaus das kleinere Übel aller Banken sind.


    MfG Günter

  • ...aber jetzt ist gut, wir sind doch gleicher Meinung, drücken es nur unterschiedlich aus.

    Das glaube ich nicht. Ich bin der Meinung, daß man auch inländischen Banken gegenüber genau so kritisch sein sollte wie gegenüber den deutschen Filialen ausländischer Banken.
    Gruß
    Dirk

  • Bei den von mir so "geliebten Sparkassen" einigen wir uns doch darauf, daß sie weitaus das kleinere Übel aller Banken sind.

    Das halte ich a) für naiv und b) bleibt ein Übel ein Über, egal wie groß oder klein. Dem Kunden kann es vollkommen egal sein, ob er von einer Sparkasse oder einer ausländischen Bank schlecht beraten wurde.
    Gruß
    Dirk

  • Hi,


    etwas alt, das Thema, aber vielleicht ist dieser Blogeintrag ganz passend für die Ausgangsfrage. Ich sehe schon auch ähnlich, dass man einheimische und ausländische Banken kritisch betrachten muss. Bei ausländischen Banken ergibt sich ja erst ab sehr hohen Summen ein Problem auf Grund fehlender Einlagensicherungen - diese Beträge werden von normal verdienenden Menschen ja nur sehr selten erreicht.


    Entscheidend für die Auswahl eines Anbieters ist wohl wirklich die in folgendem Blog "Banklupe" Dreifaltigkeit (magisches Dreieck) aus Sicherheit, Rendite und Liquidität. Vielleicht hilft dieser Text ja etwas weiter.


    Mfg Michelangelo

  • Den Blogbeitrag bei Banklupe hätte ich gern gelesen. Leider zeigt die Seite im Moment nur den Fehler 404. Weiß jemand, wo man den Beitrag eventuell noch finden kann?


    Rendite und Risiko sind immer sehr wichtig bei der Geldanlage. Die britische Einlagensicherung halte ich für ganz vertrauenswürdig. Man sollte eh immer prüfen, bis zur welchen Höchstgrenze man Geld anlegen kann. Leider sind alle diese Höchstgrenzen bei meinen Summen noch überhaupt kein Problem. Viel schwieriger ist für mich die Frage, ob man sein Geld fest oder kurzfristig anlegen sollte. Es gibt ja auch noch das Risiko, dass man eines Tages doch überraschend Geld braucht. Wenn man dann nicht ran kommt, ist das auch nicht gerade günstig. Dann gibt es auch noch das Risiko, dass die Zinsen steigen und man sich ärgert, dass man z.B. für fünf Jahre vergleichsweise wenig Zinsen bekommt. Wenn Geld aber billiger wird und die Zinsen sinken, freut man sich natürlich. Hinterher ist man immer schlauer.

  • Man muss auch immer abwägen was man eigentlich erreichen will. Bei Tagesgeldkonten ist man im Grunde deutlich flexibler und kann von (zukünftig) steigenden Zinsen profitieren. Manchmal kann man auch die ein oder andere Neueröffnungsprämie abgreifen ;)! Wenn du allerdings dein Festgeld 1 Jahr kurzfristig anlegen willst kann's wiederum manchmal von Vorteil sein. Ich würde also sagen: Je kürzer die Anlagezeit, desto besser - und bei höheren Geldanlagen gibt es sicherlich bessere Alternativen!

  • Bin seit langer Zeit bei der Bank of Scotland mit Tagesgeld und Festgeld. Hier belegt die Bank ständig Spitzenplätze in allen Vergleichen. Jeder Neukunde kann 30 Euro abgreifen als Startguthaben, hatte mir mal die Rendite ausgerechnet im ersten Jahr bei einer Anlage von 3.000 Euro und die war durch das Startguthaben echt enorm :) Ein aktueller Tagesgeld Vergleich zeigt außerdem, das die Bank immer noch von keiner seriösen Bank im Zinssatz überboten wird.


    Bezüglich Sicherheit: Es ist doch so, das seit geraumer Zeit durch EU-Richtlinien eine gesetzliche Einlagensicherung verankert ist. Damit sind pro Kunde und Bank bis zu 100.000 Euro oder eben 85.000 Pfund bei der Bank of Scotland vollständig abgesichert. Ich weiß nicht wie viele Millionäre hier diskutieren aber für mich bedeutet das einen kompletten Schutz meiner Einlagen.


    Gruß

  • Viel schwieriger ist für mich die Frage, ob man sein Geld fest oder kurzfristig anlegensollte. Es gibt ja auch noch das Risiko, dass man eines Tages doch überraschend Geld braucht. Wenn man dann nicht ran kommt, ist das auch nicht gerade günstig. Dann gibt es auch noch das Risiko, dass die Zinsen steigen und man sich ärgert, dass man z.B. für fünf Jahre vergleichsweise wenig Zinsen bekommt. Wenn Geld aber billiger wird und die Zinsen sinken, freut man sich natürlich. Hinterher ist man immer schlauer.


    Ich meine, ein gesunder Mix ist sinnvoll. Also erstmal einen Notgroschen aufbauen, der für den raschen Zugriff auf einem Tagesgeldkonto liegt. Damit sind unvorhersehbare Ausgaben für notwendige Sachen, wie Reparaturen im Haushalt, Ersatz von Haushaltsgeräten, vielleicht auch genug Kohle für ein kleines gebrauchtes Auto, sogar ein/zwei Monate Joblosigkeit, die teure Operation für das geliebte Kätzchen etc. abgedeckt. Mit diesem Finanzkissen erstickt man die Gefahr, in einer Notsituation teuren Kredit aufnehmen zu müssen. Zugriff für Konsumanfälle ist absolut tabu! Nach jedem Gebrauch wird wieder aufgepolstert.


    Erst wenn dieses Polster so richtig flauschig aufgepolstert ist, dann kann man sich Gedanken machen, was man wie weiter anlegen möchte. Da erst käme dann für mich Festgeldanlage in die engere Auswahl (Sparen für ein neues Auto, Reise), wenn das Sparziel zeitlich abzuschätzen ist und die Konditionen bessser als auf einem Tagesgeldkonto sind. Nebenher ein Kontöchen für die "Brauch's-nicht-muss-es-aber-unbedingt-haben"-Sachen befüllen, mit einer Kreditkarte hinterlegt.


    Allem vorausgehen sollte natürlich Abbau von etwaigen Überziehungszinsen auf Gehalts- und anderen Konten, also das Ziel: durchgehend bis zum Monatsende und VOR Gehaltseingang im schwarzen Bereich zu bleiben. Dabei hilft die Finanzprognose von MeinGeld übrigens immens.

  • Hallo,


    festgeldanlagen kannst du erst einmal ganz einfach im Internet vergleichen und dir so dein passendes Angebot raussuchen. Ich habe auch vor längerer Zeit Informationen zu dem Thema gesucht (ich hatte eine größere Summe, welche ich auch für einen festen Zeitraum entbehren konnte) und bin auf diese Seite gestoßen http://www.direkt-bank.net. Meiner Meinung nach eine tolle übersichtliche Seite die auch zusätzliche INformationen liefert. Wichtig ist mir auch, dass solche Seiten immer aktuell sind...hier der Fall.Grundsätzlich sollte man aber wissen welche Richtung man einschlagen will (Tagesgeld- oder Festgeld). Viel Glück bei deiner Auswahl!


    Gruß, Jasper

  • "Ich meine, ein gesunder Mix ist sinnvoll. Also erstmal einen Notgroschen aufbauen, der für den raschen Zugriff auf einem Tagesgeldkonto liegt. Damit sind unvorhersehbare Ausgaben für notwendige Sachen, wie Reparaturen im Haushalt, Ersatz von Haushaltsgeräten, vielleicht auch genug Kohle für ein kleines gebrauchtes Auto, sogar ein/zwei Monate Joblosigkeit, die teure Operation für das geliebte Kätzchen etc. abgedeckt. Mit diesem Finanzkissen erstickt man die Gefahr, in einer Notsituation teuren Kredit aufnehmen zu müssen. Zugriff für Konsumanfälle ist absolut tabu! Nach jedem Gebrauch wird wieder aufgepolstert."


    Volle Zustimmung - das handhabe ich genauso! Früher hatte bei mir mein Sparbuch diese Funktion - aber da gibt es ja mittlerweile faktisch gar keine Zinsen mehr daher ist auch dein Vorschlag mit dem Tagesgeld äußerst sinnvoll. Allerdings gibt es noch einen weiteren Grund zunächst einmal von langfristigen Geldanlagen Abstand zunehmen - die Zinsen könnten sich noch etwas nach oben bewegen und sollte dies der Fall sein möchte ich mein Geld nicht schon für Jahre fest angelegt haben. Das hatte ja armendariz schon so ähnlich geschrieben - allerdings ist durch die Leitzinserhöhung durch die EZB jetzt ein handfester Faktor vorhanden, was Zinssteigerungen angeht. Und die Zinsen vom Tagesgeld haben sich ja bereits (leicht) nach oben bewegt. Aber was soll man auch erwarten bei einer Erhöhung von 0,25% durch die EZB.

  • Zitat

    Man muss auch immer abwägen was man eigentlich erreichen will. Bei Tagesgeldkonten ist man im Grunde deutlich flexibler und kann von (zukünftig) steigenden Zinsen profitieren. Manchmal kann man auch die ein oder andere Neueröffnungsprämie abgreifen ;)! Wenn du allerdings dein Festgeld 1 Jahr kurzfristig anlegen willst kann's wiederum manchmal von Vorteil sein. Ich würde also sagen: Je kürzer die Anlagezeit, desto besser - und bei höheren Geldanlagen gibt es sicherlich bessere Alternativen!

    Also ich finde zur Zeit macht 1 Jahr Anlagezeit kaum Sinn, da du fürs Tagesgeld bei vielen Banken mehr Zinsen bekommst als für kurzfristige Festanlagen. Wenn du dir die Verzinsungen für die festgeld angebote mal in der Matrix anschaust (siehe hier undefined ), dann sieht man recht übersichtlich, dass erst ab 3 - 4 Jahren Anlagezeit einigermaßen Rendite drin ist (dann fängt der magische 4% Bereich an). Ich habe es jetzt so gehalten, dass ich die Hälfte meines mittelfristigen Kapitals als Tagesgeld angelegt habe und die andere als Festgeld bei der BigBank (gibt momentan 4.3% für 4 Jahre). Dann bin ich flexibel wenn die Zinsen wieder steigen, dann werde ich nämlich die andere Hälfte auch fest anlegen.