MeinBüro Logo
MeinBüro Teaser
Ihre persönliche Testversion

Um Sie beim Start mit MeinBüro bestmöglich unterstützen zu können, benötigen wir einige Daten von Ihnen.

meinbuero Logo

Geben Sie bitte die folgenden Informationen an:

Vielen Dank für Ihr Interesse an WISO Mein Büro. Wir starten den Download gerade automatisch für Sie. Sollte es ausnahmsweise nicht klappen, klicken Sie bitte auf den folgenden Button.
Bitte schauen Sie in Ihrem Download-Ordner nach, ob WISO Mein Büro vielleicht bereits erfolgreich heruntergeladen wurde. Unser Support-Team unterstützt Sie gerne bei weiteren Fragen.
Zum Support
Sie haben WISO Mein Büro bereits gekauft. Klicken Sie bitte auf den folgenden Button, um Ihre Vollversion der Software erneut herunterzuladen und zu installieren.
Wir starten den Download gerade automatisch für Sie. Sollte es ausnahmsweise nicht klappen, klicken Sie bitte auf den folgenden Button.
MeinBürofür Mac
MeinBüro-All-in-One-Bürosoftware

Wer bin ich? Der Kaufmann, das unbekannte Wesen

„Kaufmann werden, ist nicht schwer – Kaufmann sein, dagegen sehr…“: Um die (handels-)rechtliche Bedeutung des Kaufmanns-Begriffs rankt sich so manches Missverständnis. Dabei ist der Kaufmann-Status in vielerlei Hinsicht von erheblicher Bedeutung.

So müssen Kaufleute …

  • von vornherein viel strengere Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten beachten als Nicht-Kaufleute (z. B. doppelte Buchführung, Inventur, Bilanz),
  • die vielfältigen Sorgfalts- und Informationspflichten des Handelsgesetzbuches (HGB) erfüllen und
  • Handelsbräuche kennen (z. B. wissen, was es mit den folgenschweren „kaufmännischen Bestätigungsschreiben“ auf sich hat).

„Kaufmann oder Nicht-Kaufmann“ – das ist also hier die Frage. Fangen wir bei den am weitesten verbreiteten Irrtümern an: Eine kaufmännische Berufsausbildung ist definitiv nicht erforderlich, um zum Kaufmann zu werden. Genau genommen sind die Absolventen kaufmännischer Berufsausbildungen ohnehin keine (Industrie-, Groß- und Außenhandels- oder Büro-)Kaufleute etc., sondern Kaufmannsgehilfen.

Auch studiert haben muss ein echter Kaufmann nicht: Der frühere akademische Grad des Diplom-Kaufmanns war und ist im Wirtschaftsleben zwar karriereförderlich – für die rechtliche Stellung eines Unternehmers im Geschäftsleben spielt er jedoch keine Rolle.

Kaufmann: Betreiber eines Handelsgewerbes

Kaufmann im Sinne des HGB ist vielmehr grundsätzlich jeder Betreiber eines „Handelsgewerbes“. Auch wenn sich das so anhört, sind damit nicht nur Händler gemeint: Im Prinzip kann jeder Gewerbebetrieb zum Handelsgewerbe werden, also auch Handwerker, Dienstleister und Industrieunternehmen. Wer ohne Gewerbeschein arbeitet (insbesondere Freiberufler und ähnliche Selbstständige, Land- und Forstwirte), ist hingegen von Haus aus kein Kaufmann.

Aber auch der sprichwörtliche „Kaufmann an der Ecke“ ist nur in den seltensten Fällen ein HGB-Kaufmann. Denn zum Handelsgewerbe wird der Gewerbebetrieb erst, wenn „das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb“ erfordert. Das ist in § 1 HGB so geregelt. Bei einem kleinen Einzelhändler oder Dienstleister ist das in aller Regel nicht der Fall.

Kriterien der Kaufmannseigenschaft

Ab wann genau von einem „in kaufmännischer Weise eingerichteten“ Betrieb die Rede sein kann, ist nirgends eindeutig geregelt. Die in § 141 Abgabenordnung festgelegten steuerrechtlichen Umsatz- und Gewinngrenzwerten sind für die Entscheidung nicht von Belang. Überhaupt kommt es nicht auf einzelne Grenzwerte der Größe, Komplexität oder Leistungsfähigkeit eines Unternehmens an. Vielmehr wird immer der Gesamteindruck des Einzelfalls beurteilt. Entscheidend sind dabei …

  • die Branche,
  • das Betriebsvermögen,
  • das eingesetzte Fremdkapital,
  • die Mitarbeiterzahl und
  • die Umsatzhöhe.

Die gute Nachricht: Die allerwenigsten Selbstständigen und Kleinunternehmen laufen Gefahr, anhand dieser Merkmale ungewollt zum Kaufmann zu werden. So können in der Dienstleistungsbranche durchaus noch Betriebe mit einem Jahresumsatz von 150.000 Euro, einem Betriebsvermögen von 100.000 Euro und/oder 5 Mitarbeitern als Kleingewerbetreibende durchgehen.

Kaufmann per Rechtsform

Neben dem bislang beschriebenen (Voll-)Kaufmann im Sinne des HGB (auch „Ist-Kaufmann“ genannt), gibt es zahlreiche Unternehmen, die durch Eintragung in das Handelsregister automatisch den Kaufmannstatus erhalten. Das sind in erster Linie die eintragungspflichtigen Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH und Aktiengesellschaften) sowie Personengesellschaften (z. B. oHG und KG). Gesellschaften sind aufgrund ihrer Rechtsform also automatisch „Form-Kaufleute“.

Nur Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbRs = BGB-Gesellschaften) müssen nicht ins HGB eingetragen werden und sind daher auch keine Kaufleute. Erst wenn sich eine GbR freiwillig in das Handelsregister eintragen lässt, wird sie zum (Kann-)Kaufmann. Das gilt schließlich auch für den freiwillig eingetragenen Einzelunternehmer (= „eingetragener Kaufmann“, e.K.).

Diesen Beitrag teilen

Diese Beiträge könnten
Ihnen auch gefallen

Hier finden Sie aktuelle Themen rund um die Themen MeinBüro, Features & Funktionen sowie News & Trends und vieles mehr.
11.06.2019

Geschäftsbezeichnung: Die Firma für Nicht-Kaufleute

Viele Freelancer und Unternehmensgründer wünschen sich ihre eigene Firma. Dieser Wunsch bleibt zum Glück oft unerfüllt: Denn ...
05.06.2019

Auftragsverarbeitungs-Vertrag abschließen & vollen MeinBüro-Support sichern

Seit Inkrafttreten der DSGVO sind Sie, beispielsweise vor einer Fernwartung verpflichtet, einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag mit uns abzuschließen. Denn ...
14.05.2019

Smarte Zahlungsbedingungen: So kommen Sie schneller an Ihr Geld

Das Zahlungsverhalten mancher Kunden lässt leider zu wünschen übrig. Im zweiten Halbjahr 2018 warteten Lieferanten und Dienstleister ...

Newsletter abonnieren

Gerne ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen, wie unsere flexible Cloudlösung Sie bei Ihrer mobilen Büroarbeit unterstützen kann.