Nach dem Abi winkt die große weite Welt. Viele Schulabgänger nutzen daher die Chance und arbeiten als Au-Pair im Ausland. Doch: Erhält ein Au-Pair Kindergeld? Oder bekommt man das nur bei einem Aufenthalt in Deutschland?

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Wer bekommt Kindergeld?

Grundsätzlich hat jedes Kind in Deutschland Anspruch auf Kindergeld. Genauer gesagt die Eltern des Kindes, denn die bekommen das Kindergeld ausgezahlt. Momentan beträgt das Kindergeld 192 Euro im Monat – das macht ganze 2.304 Euro im Jahr. Für ihr drittes Kind erhalten Eltern 198 Euro im Monat, für jedes weitere sogar 223 Euro monatlich.

Um das Kindergeld zu erhalten, müssen die Eltern einen Antrag bei der Familienkasse stellen. Diesen kannst du bei der Bundesagentur für Arbeit hier herunterladen.

Ist das Kind jedoch bereits volljährig, haben die Eltern nur in bestimmten Fällen Anspruch auf das Kindergeld. Zum Beispiel dann, wenn das Kind studiert oder sich in einer Berufsausbildung befindet. Die Ausbildung kann auch im Ausland stattfinden. Doch ist ein Au-Pair-Aufenthalt mit einer Ausbildung gleichzusetzen?

Als Au-Pair im Ausland unterwegs

Viele junge Leute wollen nach der Schule den Duft der großen Welt schnuppern. Und arbeiten erst mal für sechs bis zwölf Monate als Au-Pair im Ausland. Praktisch, denn so kann man seine Sprachkenntnisse spielerisch vor Ort verbessern. Zudem sammelt man wertvolle Auslandserfahrung, bevor man sich dem Ernst des Lebens hingibt.

Doch ein bisschen arbeiten müssen die Au-Pairs dennoch schon: Sie betreuen die Kinder ihrer Gastfamilie und helfen im Haushalt mit. Dafür erhalten Sie kostenlose Unterkunft und Verpflegung und zusätzlich noch ein kleines Taschengeld. Zum zusätzlichen Erlernen der Fremdsprache besuchen die Au-Pairs dann in ihrer Freizeit einen Sprachkurs.

Wie auch deine Eltern Kindergeld bekommen

Damit du bzw. deine Eltern auch als Au-Pair Kindergeld bekommen, muss dein Aufenthalt im Ausland als Berufsausbildung zählen. Und das geht mit einem kleinen Trick: Du musst Sprachunterricht nehmen. Im Steuersprech heißt es: Au-Pairs müssen für Kindergeld an einem „fortlaufenden systematischen Sprachunterricht“ teilnehmen.

Eigentlich reicht hier ein Nachweis am Fremdsprachenunterricht. Doch hier tickt jeder Sachbearbeiter anders. Manche erkennen dies als Ausbildung an, andere nicht.

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Mindestens zehn Wochenstunden Sprachunterricht

Daher geh lieber auf Nummer sicher: Dein Sprachunterricht sollte mindestens zehn Wochenstunden stattfinden, um als Ausbildung zu zählen. Vor und Nachbearbeitungszeit wird hier nicht mitgezählt, nur der reine Unterricht. Und das auf die Dauer deines gesamten Au-pair-Aufenthaltes. Eine Bescheinigung deiner Gasteltern reicht hier übrigens leider nicht aus.

Hinweis: Du darfst auch Sprachkurse am College besuchen. Da diese aber meist nicht länger als drei Stunden in der Woche gehen, wirst du beim Kindergeld schlechte Karten haben.

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