Beiträge zur Krankenversicherung als Unterhaltsleistung

Beiträge zur Krankenversicherung als Unterhaltsleistung

Ohne Nachweis absetzbar


Vereinfachung bei der Unterstützung von bedürftigen Personen: Bei Übernahme der Beiträge zur Krankenversicherung müssen Sie keine Nachweise über die Zahlung erbringen.

Unterstützung bei der Krankenversicherung

Unterstützen Sie eine bedürftige Person finanziell? Dann können Sie diese Leistungen von der Steuer absetzen – als außergewöhnliche Belastung. Eine zumutbare Belastung wird hierbei nicht angerechnet.

Die Ausgaben können Sie bis zu einem gewissen Höchstbetrag geltend machen. Dieser beiträgt in

  • 2016: 8.652 Euro
  • 2017: 8.820 Euro
  • 2018: 9.000 Euro

Zu den typischen Unterhaltsleistungen gehören seit jeher auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung des Unterhaltsbedürftigen. Seit 2010 dürfen die Beiträge zur Basiskranken- und Pflegeversicherung, bei denen die bedürftige Person Versicherungsnehmer ist, sogar über den Unterhaltshöchstbetrag hinaus abgesetzt werden.

 

Kein Nachweis über Zahlungen der Beiträge nötig

Nun weist die OFD Nordrhein-Westfalen auf eine Vereinfachung hin: die Finanzämter akzeptieren die Erhöhung des Unterhaltshöchstbetrages ohne weiteren Nachweis. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Beiträge an die bedürftige Person zahlen, damit diese ihre Beitragspflicht erfüllen kann, oder ob Sie die Beiträge direkt an das Versicherungsunternehmen leisten im Wege des abgekürzten Zahlungsweges.

Noch besser: Es ist nicht einmal notwendig, dass Sie die Beiträge überhaupt gezahlt oder erstattet haben. Wichtig für die Erhöhung des Unterhaltshöchstbetrages ist allein, dass Sie Ihrer Unterhaltspflicht nachkommen. Dabei ist bereits die Gewährung von Sachunterhalt, z. B. Unterkunft und Verpflegung, ausreichend. Ihre Aufwendungen geben Sie in der „Anlage Unterhalt“ an (OFD Nordrhein-Westfalen vom 11.10.2017, Kurzinfo ESt 5/2013; ebenso R 33a.1 Abs. 5 EStR).

Hinweis

Falls nicht die unterstützte Person, sondern Sie selber Versicherungsnehmer sind, können Sie die gezahlten Beiträge zur Basiskranken- und Pflegeversicherung des Bedürftigen im Rahmen Ihrer eigenen Sonderausgaben absetzen. Tragen Sie die Beiträge in Ihrer „Anlage Vorsorgeaufwand“ (Zeile 40 ff.) ein.

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