5 wertvolle Tipps für interne Kommunikation im Verein

Miteinander sprechen, gemeinsam Entscheidungen treffen, planen, analysieren und optimieren – das alles sind Prozesse innerhalb eines Vereins, die vor allem über Kommunikation gesteuert werden. Die interne Kommunikation im Verein ist eine wichtige Stellschraube, an der sich so Vieles entscheiden kann. Ob ihr’s glaubt oder nicht: Der Erfolg des Vereins hängt maßgeblich von der Art und Weise ab, auf der ihr miteinander kommuniziert.

Kommunikation im Verein – Warum sie ein Prozess ist

Ein Verein ist letztendlich nichts anderes als ein Unternehmen . Die Strukturen und Hierarchien sind zumeist sehr ähnlich mit dem Unterschied, dass der Verein seltener eine wirkliche Gewinnmaximierung anstrebt. Eher geht es im Verein um den ideellen Gedanken und das gemeinsame Erreichen zuvor gesteckter Ziele.

Um Ziele zu erreichen und langfristig Erfolg als Verein zu haben, muss man bestimmte Prozesse und Abläufe innerhalb des Vereins etablieren.

Und genau so, wie die Planung einer Vereinsveranstaltung mit einem bestimmten Prozess einhergeht, der sich vielleicht über die Jahre der Vereinarbeit herauskristallisiert hat, verstehe ich Kommunikation an sich als Prozess.

Ja, Kommunikation ist ein Prozess. Sie unterliegt einem ständigen Wandel und ist immer absolut dynamisch. Aber es ist gleichermaßen auch ein Prozess, zu einer gesunden und funktionierenden Kommunikation innerhalb eines Vereins zu gelangen.

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Bei allem, was vom Miteinander geprägt ist, ist Kommunikation ganz eindeutig der Schlüssel zum Erfolg.

Das heißt: Auch in deinem Verein solltet ihr darauf achten, wie ihr miteinander kommuniziert. Sonst sind Missverständnisse, Streitigkeiten vorprogrammiert.

Ein wichtiger Grundsatz lautet außerdem: „PR begins at home“. Schon mal gehört?

Das heißt nichts anderes, als dass auch Öffentlichkeitsarbeit gewissermaßen zu Hause, sprich innerhalb des Vereins, beginnt. Was intern schon nicht funktioniert, kann oder sollte erst gar nicht nach außen getragen werden.

Ich möchte euch heute 5 wertvolle Tipps geben, wie ihr die interne Kommunikation in eurem Verein verbessern könnt.  Übrigens hat Lena euch in ihrem Beitrag über mehr Harmonie im Verein schon 4 Kniffe verraten, wie ihr insgesamt friedvoller miteinander umgehen könnt. 

5 wertvolle Tipps zur internen Kommunikation im Verein

1. Regelmäßige Austausch- und Feedback-Runden

Um den Informationsfluss beständig aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, dass man sehr regelmäßig Austausch- und Feedback-Runden stattfinden lässt. Diese müssen natürlich nicht immer mit dem gesamten Verein stattfinden, denn dafür gibt es schließlich die Mitgliederversammlung. Jedoch sollten sich Arbeitsgruppen, Projektgruppen oder einzelne Ressorts tatsächlich öfter mal die Zeit nehmen, um über Aktuelles zu sprechen oder sich gegenseitig Feedback zu bestimmten Vorkommnissen zu geben.

Regelmäßigkeit ist bei der Kommunikation im Verein enorm wichtig. Genau deshalb ist sie mein Tipp Nummer 1.
Tauscht euch wirklich in einem wiederkehrenden Turnus aus und versucht, kommunikativ Lösungen für kleine oder größere Probleme zu schaffen. Lässt man zu lange Abstände zwischen solchen Austauschrunden, so kann es sein, dass vieles in Vergessenheit gerät oder dass sich Unzufriedenheit anstaut. Dann kommt es früher oder später zum Konflikt. Das wollen wir doch vermeiden, oder?

2. Gute Gesprächsführung dank Fragekompetenz

Einfach ist Kommunikation nie. Gespräche zwischen einem unzufriedenen Mitglieder und einem Vereinsmitarbeiter, der die Beschwerde annimmt, sind besonders schwierig. Aber sie sind auch besonders wichtig, denn jetzt entscheidet sich, ob enttäuschte Mitglieder oder Ehrenamtliche auch künftig noch zu ihrem Verein stehen. Auf Angriffe mit Gegenangriffen zu antworten oder sich ins Schneckenhaus zurückzuziehen, ist deshalb tabu. Man sollte es sportlich sehen und die Herausforderungen annehmen: Die Spannung lässt sich mindern und das Gespräch versachlichen. Dabei helfen nicht zuletzt Fragetechniken. Gemäß dem Motto „Wer fragt, führt“, dienen sie dazu, herauszufinden, worum es dem verärgerten Mitglied wirklich geht und was es nun vom Verein erwartet.

Unser Artikel zum Thema „Beschwerdemanagement“ ist hier sicherlich auch hilfreich. 

3. Hitzige Diskussionen vertagen

Wenn es dann mal so weit ist und die Fetzen buchstäblich fliegen, kann es hilfreich sein, eine hitzige Diskussion zu vertagen, sodass die Gemüter Zeit haben, sich zu beruhigen. Natürlich darf es in der Vereinsarbeit auch mal emotional werden. Keine Frage, dass man sich auch mal über etwas ärgert. Aber sobald die Diskussion arg unsachlich wird, sollte man selbst die Reißleine ziehen und darum bitten, die Diskussion an einem anderen Tag weiterzuführen. Oftmals lösen sich Konflikte mit etwas Abstand von selbst. Wichtig ist hierbei nur: Man sollte die Diskussion auch wirklich wieder aufnehmen und sie nicht im Sande verlaufen lassen. Das führt unter Umständen zu noch mehr Ärger.

4. Ehrlich währt am längsten

Klingt abgedroschen, aber gehört tatsächlich auch zu meinen Top 5 Tipps für die interne Kommunikation im Verein. Ehrlichkeit ist längst nicht mehr selbstverständlich. Und doch ist sie gerade im Bereich des Ehrenamtes so wichtig, da sie gewissermaßen von gegenseitigem Respekt zollt. Deshalb gilt: Im Zweifel ist die Wahrheit immer die bessere Option, auch dann, wenn sie manchmal zunächst unangenehm scheint. Letztendlich schmerzt eine Lüge aber umso heftiger.

5. Abstimmungskultur

Ein hilfreicher Trick, um Diskussionen sinnvoll zu beenden, ist es, eine Abstimmungskultur zu etablieren. Auch im Vereinsalltag kann eine kleine Abstimmung manchmal für Klarheit sorgen. Nicht alle Entscheidungen sind wichtig und groß genug, um sie mit in die große Jahreshauptversammlung zu tragen.  Und doch ist es auch bei den kleinen Entscheidungen manchmal schwierig, mit vielen Personen auf einen Nenner zu kommen. Abstimmungen können helfen! Selbst dann, wenn sie nur ein kurzes Meinungsbild spiegeln. Sie geben Orientierung und sind viel eindeutiger als eine schwammige Diskussion ohne Resultat.

Fazit – Interne Kommunikation im Verein

Es ist nicht einfach, zu einer gut funktionierenden Kommunikation im Verein zu gelangen. Immer wieder werdet ihr sicher vor Gräben stehen, von denen ihr nicht glaubt, dass ihr sie überwinden könnt. Wichtig ist: Ein ehrlicher und respektvoller Umgang miteinander löst die meisten Konflikte schon bevor sie entstehen können. Und wenn es dann doch mal brenzlich wird, sollte man die Diskussion so früh wie möglich versachlichen, um niemanden zu verletzen.

Konnten euch meine Tipps weiterhelfen?

 

Jessica Diehl

Hallo! Ich heiße Jessica Diehl, bin 26 Jahre alt und blogge hier für MEINVEREIN. Auch privat beschäftige ich mich sehr viel mit der Vereinswelt, denn ich bin selbst in mehreren Vereinen tätig - sowohl als Mitglied als auch in der Vereinsverwaltung.

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