Blog: MeinBüro All-in-One Bürosoftware

Geschäftsbezeichnung: Ihr guter Name im Geschäftsleben

[three_fourth]Eine richtige „Firma“ führen nur Kaufleute. Denn die Firma ist laut § 17 Handelsgesetzbuch (HGB) nichts anderes als der „Name, unter dem er [der Kaufmann] seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.“ Sie sind nicht ins HGB eingetragen? Dann haben, führen und sind Sie auch keine Firma![/three_fourth]
Geschäftsbezeichnung WISO MeinBüro

Keine Sorge: Sie sind in guter und zahlreicher Gesellschaft. Das Fehlen einer Firma ist weder ein Mangel noch sind damit Nachteile verbunden. Ganz im Gegenteil: Mit dem Kaufmanns-Status gehen eine Menge Pflichten einher, die das Geschäftsleben komplizierter, aufwendiger und gefährlicher machen.

Nicht-Kaufleute stehen im Geschäftsleben einfach mit ihrem bürgerlichen Namen gerade. Ein spezielles Namensrecht für Freiberufler, kleine Unternehmen und andere Nicht-Kaufleute gibt es nicht mehr. Allerdings gilt auch für diesen Personenkreis die „Verordnung über Informationspflichten für Dienstleistungserbringer“ (DL-InfoV). Mit der Informationsverordnung wurden vor einigen Jahren die EU-weiten Vorgaben der Dienstleistungsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt.

Demnach sind Sie gut beraten, auf Geschäftsbriefen und in E-Mails, die an einen bestimmten Empfänger gerichtet sind, zumindest…

  • Ihren Familiennamen,
  • einen ausgeschriebenen Vornamen und
  • Ihre ladungsfähige Anschrift

… anzugeben. Nun ist die Namensfrage alles andere als bloß eine Formalie: Wer keine Firma hat, möchte schließlich trotzdem eine klangvolle und werbewirksame Geschäftsbezeichnung haben. Schließlich können Kunden und Interessenten damit oft mehr anfangen als mit dem schlichten Vor- und Zunamen eines Anbieters.

Die gute Nachricht: „Schmückendes Beiwerk“ ist im Geschäftsleben durchaus erlaubt. Die Kleingewerbetreibende Martha Mustermann darf also zusätzlich zu ihrem bürgerlichen Namen ganz legal eine „Geschäfts- oder Etablissementbezeichnung“ verwenden, die Hinweise auf ihr Geschäftsfeld gibt (z. B. „Foto- und Bilderstübchen Martha Mustermann“). Selbst Abkürzungen und Wortschöpfungen wie „FoBiStu Martha Mustermann“ oder „FBS Martha Mustermann“ sind grundsätzlich zulässig. Weitere Grundlagen-Informationen über Rechtsformen und geschäftliche Namensfragen finden Sie in Heft 11 der BMWi-GründerZeiten.

Diesen Beitrag teilen

Diese Beiträge könnten
Ihnen auch gefallen

Hier finden Sie aktuelle Themen rund um die Themen MeinBüro, Features & Funktionen sowie News & Trends und vieles mehr.
05.07.2021

Erleichterung: Mehr Zeit für „kurzfristige Beschäftigungen“

Bei einer kurzfristigen Beschäftigung fallen grundsätzlich weder für den Arbeitgeber noch für die Aushilfe selbst Sozialversicherungsbeiträge an. ...
08.06.2021

Unternehmens-Nummernsalat: Neues Basisdaten-Registergesetz kommt

Mehr als hundert verschiedene Unternehmensregister gibt es nach Berechnungen von Experten in Deutschland! Das sorgt für riesigen ...
08.06.2021

Welche Versicherungen brauchen Selbstständige wirklich?

Die Versicherungsbranche investiert viel Geld in Marketing. Trotzdem geht es den meisten Selbstständigen wie vielen Verbrauchern: Sie ...

Newsletter abonnieren

Gerne ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen, wie unsere flexible Cloudlösung Sie bei Ihrer mobilen Büroarbeit unterstützen kann.
In welche MeinBüro Anwendung möchten Sie sich einloggen?
Welche MeinBüro Anwendung möchten Sie testen?
Welche MeinBüro Anwendung möchten Sie erwerben?