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Es muss nicht immer Gewinnmaximierung sein!

[two_third_last]Müssen Unternehmen in der Marktwirtschaft unbedingt Profite machen? Keineswegs: Für viele Selbstständige und Unternehmer ist der gesellschaftliche oder ökologische Nutzen ihrer Waren und Dienstleistungen mindestens ebenso wichtig wie das damit erzielbare persönliche Einkommen. Vor allem in angelsächsischen Ländern steht die Gründung von Non-Profit-Unternehmen seit Jahren hoch im Kurs – Stichwort: Social Entrepreneurship. Von Business-Dilettantismus und „gutmenschlicher“ Selbstausbeutung sind professionelle Non-Profit-Unternehmern weit entfernt.[/two_third_last]

Auch hierzulande haben Unternehmen der Sozialwirtschaft bzw. Gemeinwirtschaft eine lange Tradition. Über ein Jahrhundert lang galt das deutsche Genossenschaftswesen als Erfolgsmodell: Konsum-, Einkaufs- und Wohnungsbau-Genossenschaften begannen im 19. Jahrhundert als Selbsthilfe-Projekte von Arbeitern und ihren Gewerkschaften. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich allerdings zu schwerfälligen Großunternehmen. So werden ausgerechnet die (zum Teil bis heute) verdienstvollen Wohnungsgenossenschaften seit den Skandalen der 1980er Jahre (Stichwort „Neue Heimat“) als Inbegriff der Misswirtschaft wahrgenommen.

Groß, altbacken, unwirtschaftlich und langsam: Vielen Gründungswilligen erscheint soziales Unternehmertum als unzeitgemäß. Wie unzutreffend dieses Pauschalurteil ist, zeigt der vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebene „Praxisleitfaden Soziales Unternehmertum“.

Im Mittelpunkt der 50-seitigen Broschüre stehen innovative Sozialunternehmen, die neue Produkte oder Dienstleistungen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen entwickeln und in Umlauf bringen. Dabei orientiert sich die Leistungserstellung weniger an der Kapitelrendite als am gesellschaftlichen Bedarf.

Infos & Praxistools

Der Praxisleitfaden enthält eine Menge Grundlagen-Know-how, praxisnahe Informationsquellen und betriebswirtschaftliche Werkzeuge für die Gründung und das Management moderner Non-Profit-Unternehmen. Angefangen bei …

  • der besonderen Motivation sozial und / oder ökologisch engagierter Gründer über
  • die Entwicklung tragfähiger Ideen, passender Organisationsformen und Geschäftsmodelle bis hin
  • zu möglichen Markttests, konkreten Gründungspfaden, Wachstumswegen und typischen Stolpersteinen.

Zwischendrin eingestreut finden sich zahlreiche Unternehmens-Beispiele, in denen Sozialunternehmer über Ihre Vorhaben berichten. Für junge (und junggebliebene) Gründer, die gesellschaftliches Engagement und Geschäftssinn sinnvoll miteinander kombinieren wollen, lohnt sich ein Blick in den „Praxisleitfaden Soziales Unternehmertum“ unbedingt!

Weiterführende Informationen:

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