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Steuerprüfung: Bloß keine Panik (Teil 1)

Viele Selbstständige und Gewerbetreibende erleben in ihrem ganzen Geschäftsleben keine einzige Steuerprüfung! Kein Wunder: Denn Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe mit …

  • einem Jahresumsatz von bis zu 210.000 Euro und
  • einem Jahresgewinn von weniger als 44.000 Euro

… erhalten statistisch gesehen bloß alle 90 Jahre Besuch vom Finanzamt! Auch die nächsthöhere Betriebsgrößenklasse der „Kleinbetriebe“ wird durchschnittlich nur alle 30 Jahre geprüft! Und selbst mittelständische Unternehmen müssen im Schnitt bloß einmal alle 15 Jahre mit Besuch vom Finanzamt rechnen! Erst bei Großunternehmen steigt die Prüffrequenz auf vier bis fünf Jahre.

Mit anderen Worten: Steuerprüfungen kommen objektiv sehr selten vor. Trotzdem: Treffen kann es aber jeden – und das jederzeit. Daher hängt die Prüfgefahr wie ein Damoklesschwert über Selbstständigen und ist entsprechend gefürchtet. Unbekanntes macht nun einmal Angst – auch und gerade den steuerehrlichen Zeitgenossen, die sich gar keiner Schuld bewusst sind.

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Seltener Besuch

Ausführliche Informationen …

  • zur Zahl der geprüften Betriebe,
  • zu Prüfungsturnus, Prüfungszeitraum und Prüfungsdichte sowie
  • dem Prüfungseinsatz und Mehrergebnis der Betriebsprüfungen

… bietet der jüngste Bericht des Bundesfinanzministeriums zu den Ergebnissen der steuerlichen Betriebsprüfungen. Über die aktuell geltenden Abgrenzungsmerkmale der verschiedenen Betriebsgrößenklassen informiert ein separates BMF-Schreiben.

Mit oder ohne Steuerberater?

Sicher: Freiberufler und Kleingewerbetreibende mit kaufmännischen Grundlagenkenntnissen können ihre überschaubaren Buchführungs- und Steuerpflichten durchaus in Eigenregie erfüllen. Sobald die betrieblichen Steuerangelegenheiten komplizierter werden, sollten Sie aber lieber nicht am falschen Ende sparen. Denn für die meisten Selbstständigen lohnt es sich einfach nicht, in allen wichtigen Steuerfragen auf dem Laufenden zu bleiben.

Ganz abgesehen davon, dass gute Berater oft für Steuerersparnisse sorgen, die höher sind als ihr Honorar. Hinzu kommt: Die Rückendeckung eines erfahrenen Profis ist ausgesprochen beruhigend – im Alltag und erst recht während einer Steuerprüfung.

Immer mit der Ruhe

Ohne die Gefahren einer Steuerprüfung zu verharmlosen: Anlass zur Panik besteht nicht – ganz gleich, ob mit oder ohne Steuerberater:

  • Wer seine Ein- und Ausgaben durch Belege nachweisen kann,
  • die erforderlichen Aufzeichnungen (zum Beispiel mit WISO MeinBüro) erledigt,
  • regelmäßig wahrheitsgemäße Steuererklärungen abgibt,
  • auf Nachfragen mit dem Finanzamt kooperiert und
  • die fälligen Steuern pünktlich bezahlt,

… hat die höchsten Hürden bereits überwunden. Denn Steuerprüfer haben normalerweise überhaupt kein Interesse daran, die Kuh zu schlachten, die sie melken sollen.

Ihr persönlicher Ehrgeiz, aus steuerehrlichen Klein- und Kleinstunternehmen den letzten Cent herauszupressen, hält sich auch in Grenzen. Bestimmte Vorgaben über zusätzlich einzutreibende Steuereinnahmen pro Prüfung gibt es nämlich nicht. Die verbreitete Sorge, dass bereits kleinste Formfehler zu horrenden Steuernachzahlungen führen, ist daher meistens völlig unbegründet!

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