Urlaubsanspruch beim Jobwechsel

Wie viel Urlaub steht mir zu?


Egal ob beruflicher Tapetenwechsel, mehr Verantwortung oder eine gehaltsmĂ€ĂŸige Verbesserung: Es gibt viele GrĂŒnde fĂŒr einen Jobwechsel. Oft spielen auch flexiblere Arbeitszeiten oder die Anzahl der Urlaubstage eine Rolle. Aber apropos Urlaub: Wie steht es um den Urlaubsanspruch im alten bzw. neuen Unternehmen? Vor allem bei einem Jobwechsel wĂ€hrend des Jahres stellt sich die Frage: Wann dĂŒrfen Sie wo wieviel Urlaub nehmen?

Ab wann habe ich den vollen Urlaubsanspruch?

SelbstverstĂ€ndlich haben Sie sowohl nach KĂŒndigung im alten Unternehmen als auch nach Eintritt ins neue Unternehmen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Ihr jĂ€hrlicher Urlaubsanspruch ist in Ihrem Arbeitsvertrag festgehalten. Der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch betrĂ€gt 20 Arbeitstage fĂŒr eine Vollzeitstelle mit 5-Tage-Woche.

Wussten Sie schon …?
Dass der durchschnittliche Urlaubsanspruch in Deutschland 30 Tage pro Jahr betrÀgt?

Laut Bundesurlaubsgesetz mĂŒssen Sie jedoch 6 Monate warten, bis Sie im Jahr den vollen Urlaubsanspruch haben.

Urlaubsanspruch wird anteilig berechnet

6 Monate ohne Urlaub? Keine Sorge! NatĂŒrlich dĂŒrfen Sie auch in der ersten JahreshĂ€lfte Urlaub nehmen. FĂŒr jeden vollen Monat, den Sie im Betrieb sind, haben Sie Anspruch auf 1/12 Ihres Jahresurlaubs. Fangen Sie also zum Beispiel Anfang Januar an und haben 30 Tage Jahresurlaub, dann haben Sie im April bereits einen Anspruch auf 8 Urlaubstage. Dabei gilt es zu beachten, dass Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Tage aufgerundet werden.

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Wie viel Urlaubsanspruch habe ich, wenn ich das Unternehmen verlasse?

Die bereits beschriebenen Regelungen zum anteiligen und vollen Urlaubsanspruch gelten entsprechend, wenn Sie im Laufe des Jahres aus dem Unternehmen ausscheiden. Zum Beispiel dann, wenn Sie Ihren Arbeitsvertrag kĂŒndigen. Das heißt fĂŒr jeden Monat, den Sie im Jahr noch im alten Betrieb waren, steht Ihnen 1/12 Ihres Urlaubsanspruchs zu.

Mehr Urlaub gibt’s, wenn Sie erst in der zweiten JahreshĂ€lfte ausscheiden. Dann steht Ihnen nĂ€mlich bereits nach 6 Monaten der gesamte Jahresurlaub zu!

Dennoch lohnt sich ein Blick in Ihren Arbeits- oder Tarifvertrag. Denn die vorstehend genannten Regelungen können durch diese eingeschrÀnkt werden. Zum Beispiel kann dort enthalten sein, dass auch in der zweiten JahreshÀlfte der Urlaub nur anteilig gewÀhrt wird.

Kann ich Resturlaub mit zum neuen Arbeitgeber nehmen?

Sie wechseln Ihren Job? Dann mĂŒssen Sie in der Regel Ihrem neuen Arbeitgeber eine Bescheinigung vorlegen. Aus dieser muss ersichtlich sein, wie viele Urlaubstage Sie bei Ihrem vorigen Arbeitgeber bereits genommen haben. Im neuen Unternehmen ist Ihr Urlaubsanspruch dann entsprechend geringer.

Was passiert, wenn ich den Jahresurlaub bereits genommen habe?

Sie haben in Ihrem alten Unternehmen bereits den gesamten Jahresurlaub genommen? Dann steht Ihnen beim neuen Arbeitgeber – sofern Sie dort Anspruch auf die gleiche Anzahl an Urlaubstagen haben – kein weiterer Urlaubsanspruch mehr vor.

In der Praxis verlangen die Unternehmen vom neuen Mitarbeiter eine solche Urlaubsbescheinigung relativ selten. So kann es sein, dass Sie auch im neuen Job noch anteilig einen Urlaubsanspruch erhalten.

Umgekehrt ist die Bescheinigung aber umso wichtiger. Denn haben Sie im alten Betrieb „zu wenig“ Urlaub genommen, werden Ihnen die fehlenden Tage beim neuen Arbeitgeber „gutgeschrieben“.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn der Urlaubsanspruch beim neuen Arbeitgeber geringer ist als zuvor. Dann können Sie nicht den gesamten verbleibenden Urlaubsanspruch beim neuen Betrieb nehmen.

 

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